Nigel de Jong kehrt in die Bundesliga zurück: Dieser Eine, den du lieber im eigenen Team hast

Von Stefan Zieglmayer
Montag, 08.01.2018 | 13:00 Uhr
Nigel de Jong unterschrieb beim FSV Mainz 05 einen Vertrag bis zum Saisonende
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Nigel de Jong kehrt in die Bundesliga zurück. Der ehemalige HSV-Profi löste seinen Vertrag bei Galatasaray in beiderseitigem Einvernehmen auf und schloss sich dem 1. FSV Mainz 05 an. Der Wechsel kommt einer Wiedergeburt gleich und könnte der Beginn einer langen Liaison sein.

Neun Jahre, drei Monate und drei Tage ist es her, dass Nigel De Jong Bundesliga-Boden betrat. Der HSV war damals im Stadion der Freundschaft in Cottbus zu Gast. Neben David Jarolim machte De Jong im defensiven Mittelfeld eine überragende Partie. Die Lorbeeren sammelte nach der Partie jedoch ein anderer ein: Mladen Petric, der Siegtorschütze zum 2:1 in der 90. Minute.

De Jong ist kein Spieler, der sich Szenenapplaus abholt. Vielmehr könnte man ihn als Zuarbeiter bezeichnen, De Jong erledigt die Drecksarbeit. Aber darin ist er "einer der Besten. Er ist einer der härtesten Gegner, gegen den ich je gespielt habe. Er spielt sehr aggressiv und körperbetont und hat ein exzellentes Stellungsspiel", sagt Steven Gerrard.

Schröder: "Nigel ist ein Anführer, eine Kämpfernatur"

Wenn De Jong mal auffällt, löst er meist schmerzverzerrte Gesichter bei Gegnern und Fans aus, während die gegnerischen Bankspieler empört aufspringen und wild gestikulierend in Richtung Ort des Vergehens sprinten. Wie etwa im WM-Finale 2010, als De Jong in Kung-Fu-Manier die Strapazierfähigkeit von Xabi Alonsos Brustkorb erprobte.

Wegen solcher Szenen haftet dem Niederländer das Bad-Boy-Image an. De Jong ist einer, den du lieber in der eigenen Mannschaft hast, als gegen ihn spielen zu müssen.

Für Mainz bringt der 33-Jährige, der den nach Basel abgewanderten Fabian Frei eins zu eins ersetzen kann, nur Vorteile. "Nigel ist ein Anführer, eine Kämpfernatur, aber auch ein klarer Kopf und top-professioneller Spieler. Er soll der Mannschaft mit seiner ungeheuren fußballerischen Erfahrung und seinem Charakter wichtige Impulse in der Rückrunde geben", wird Sportdirektor Rouven Schröder auf der Klub-Homepage zitiert.

Vertragsauflösung und Wechsel: Nigel de Jong erlebt Deja-vu

Nachvollziehbar ist der Transfer aber nicht nur aus Mainzer Sicht. Er macht auch für De Jong Sinn, der gleichzeitig ein kleines Deja-vu erlebt. Vor etwa zwei Jahren löste der Routinier seinen Vertrag beim AC Milan frühzeitig auf, zwei Tage später unterzeichnete er einen Vertrag bis Saisonende beim MLS-Klub LA Galaxy. Selbes Prozedere nahm am vergangenen Freitag seinen Lauf.

Der Wechsel zu den Nullfünfern wird jedoch nicht mit De Jongs Karriereabend konnotiert wie damals. Im Gegenteil: Der Niederländer will es nochmal wissen.

"Wir haben direkt in dem Gespräch gemerkt, dass Nigel einfach noch nicht fertig ist mit seiner Karriere", sagte Schröder bei der Vorstellung der neuen Nummer Fünf und führte im Gespräch mit SPOX aus: "Der wirtschaftliche Faktor hat bei diesem Transfer eine geringe Rolle gespielt. Nigel hat sich ganz normal in unser Gehaltsgefüge eingereiht. Das war binnen weniger Minuten geklärt."

Und tatsächlich: De Jong hatte bei seinem ersten Auftritt das hungrige Funkeln eines Youngsters in den Augen. "Hier dreht sich alles um Fußball, hier wird nicht viel gelabert. Mir geht es in der letzten Phase meiner Karriere nur um Fußball. Ich denke, dass ich daher gut hierher passe", erklärte er seinen Wechsel.

Mainz 05: Der Klassenerhalt ist wieder drin

Mainz ist trotz der schwachen Hinrunde ein gefestigter Erstligist und dennoch Neuland für De Jong, der seit seiner Entdeckung beim jährlichen Talentsichtungstag von Ajax viele große Städte gesehen hat.

Von der Amstel ging es zunächst an die Alster. 94 HSV-Pflichtspiele später zog es den Niederländer zum Irwell River nach Manchester, wo er mit City den Meistertitel holte. Weiter nach Mailand, Los Angeles und Istanbul. Welche Ziele hat man nach einer solchen Karriere noch? Na klar, den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Diesem Vorhaben scheint sich De Jong am Bruchweg tatsächlich unterzuordnen. Ohne Starallüren nimmt De Jong die Herausforderung an und ist gut darauf vorbereitet: "Ich habe ein genaues Bild von der Mannschaft, sie steht für eine sehr gute Organisation und den Willen, offensiven Fußball zu zeigen."

Durch die Transfers von De Jong und Anthony Ujah dürfte Mainz die Schlagkraft für den Klassenerhalt haben. Trotz der 0:3 Testspiel-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach geht 05 in die richtige Richtung.

Nigel de Jong - im Herzen Deutscher?

Welche direkten Auswirkungen De Jong auf das Mainzer Spiel haben wird, bleibt abzuwarten. Immerhin bestritt er ein halbes Jahr lang kein Pflichtspiel für Galatasaray. "Ich hatte Probleme mit dem Trainer. Ich bin ein sehr ehrlicher und geradliniger Typ, das geht manchmal schief", sagte De Jong am Sonntag.

Er habe sich jedoch fit gehalten und sei bereit, seine üblichen "100 bis 110 Prozent zu geben". Dennoch müsse er zuerst wieder in den Rhythmus kommen.

Dass De Jong mit seiner direkten Art auch in Mainz anecken könnte, befürchtet Sportdirektor Schröder nicht - im Gegenteil. "Das ist kein Thema. Wir freuen uns über Spieler, die ihre Meinung sagen und durch interne Kommunikation Verbesserungen herbeiführen", erklärte der 42-Jährige gegenüber SPOX.

Möglicherweise entsteht zwischen dem 33-Jährigen und dem FSV gar noch eine echte Romanze. "Ich hoffe, dass wir uns nach dem halben Jahr wieder zusammensetzen", sagte De Jong, der sich einen dauerhaften Verbleib samt Familie in Deutschland durchaus vorstellen kann: "Ich mag einfach die deutsche Pünktlichkeit und die Organisation. In dieser Hinsicht ist die Bundesliga die Nummer eins der Welt." Wenn es passt, könne es auch sein, dass er "in dieser kleinen Stadt" bleibt.

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