Borussia Dortmund: Reinhard Rauball äußert sich zu Ousmane Dembele und Peter Bosz

Von SPOX
Donnerstag, 28.12.2017 | 09:12 Uhr
Reinhard Rauball ist Präsident von Borussia Dortmund
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Der Abgang von Ousmane Dembele hat bei Borussia Dortmund Spuren hinterlassen. Präsident Reinhard Rauball will den jungen Franzosen dafür aber nicht verurteilen.

"Fußball ist ein Milliardengeschäft geworden, in das sich auch die Spieler einbringen müssen", sagte Rauball im Kicker und spielte unter anderem auf Dembele an: "Wenn sie das nicht tun, kommt der Tag, an dem ich sage: Irgendwann gehe ich nach Hause."

Der Offensivspieler streikte sich zum FC Barcelona, der BVB nahm immerhin eine Rekordablöse ein. Rauball meint: "Ich mochte Dembele und habe es sehr bedauert, dass er nicht mehr bei uns ist. Dembele hat etwas Schlitzohriges. Er hat eine andere Mentalität, die wir nicht gewohnt sind."

Rauball wünscht sich Kontinuität

Er sieht über kurz oder lang die Tradition aussterben: "Ich werde immer hellhörig, wenn ein Spieler sagt: Ich muss jetzt den nächsten Schritt machen. Was sich das eingebürgert hat, impliziert das ganz klar: Mehr als zwei Jahre bleibt der nicht. Dann muss man entscheiden, ob man es macht oder ob man es lässt."

Letztlich sei klar: "In unserem Ältestenrat sitzen ehemalige BVB-Spieler, die gemeinsam die Schale oder Pokale für uns gewonnen haben. Das wird es in Zukunft so mit Sicherheit nicht mehr geben." Rauball würde sich insgesamt etwas mehr Kontinuität wünschen.

Entlassung von Bosz bedauerlich

Das gilt auch in der Trainerfrage. 2017 entließ Dortmund erstmals seit langem wieder einen Trainer während der laufenden Saison. Die Trennung von Peter Bosz beschäftigt Rauball noch immer: "Für uns war es unter dem Strich in der Retrospektive eine falsche Entscheidung, sonst hätten wir sie nicht korrigiert."

Er stellt fest: "Es hat einfach nicht gepasst, auch wenn mir das menschlich sehr leidtut." Eine aus der Trainerentlassung entstandene Differenz in der Führungesbene kann er nicht erkennen: "Personalentscheidungen werden bei uns ernsthaft diskutiert und getroffen. Aber sie werden hinterher nicht in der Öffentlichkeit ausgebreitet."

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