Fussball

Borussia Dortmund: Peter Boszs Co-Trainer Hendrie Krüzen kritisiert BVB-Spieler

Von SPOX
Hendrie Krüzen hat heftige Kritik an Sokratis geäußert

Hendrie Krüzen, der bei Borussia Dortmund als Co-Trainer von Peter Bosz arbeitete, hat heftige Kritik an BVB-Innenverteidiger Sokratis geäußert. Außerdem verriet der 53-Jährige, dass der Großteil der Mannschaft pro Bosz gewesen sei.

Als Grund für den Absturz nach dem erfolgreichen Saisonstart nannte Krüzen in der niederländischen Zeitung Tubantia den verletzungsbedingten Ausfall von Lukasz Piszczek: "So komisch das auch klingt, aber es ging bergab, nachdem er sich verletzte. Er hat die Spieler mitgenommen, war enthusiastisch, aber fiel dann aus."

In der Folge hätte Krüzen "mehr von Sokratis erwartet". Er erklärte: "Er ist der zweite Kapitän und hätte Führungsqualitäten zeigen müssen. Stattdessen ließ er uns hängen."

Boszs Assistent drückte außerdem seine Unzufriedenheit über den Kader des BVB aus. Dabei äußerte er sich durchaus auch selbstkritisch. "Im Sommer hätten wir Spieler kaufen können, aber wir wollten die Mannschaft erst kennen lernen. Im Nachhinein war das zu abwartend und wir hätten Spieler holen müssen, die unserer Meinung nach gepasst hätten. Im Winter wollten wir zwei Innenverteidiger und einen Stürmer holen. Das sagt alles", erklärte Krüzen.

"Großteil der Mannschaft wollte, dass wir bleiben"

Als die Borussia immer tiefer in die Krise rutschte, seien die Spieler unterschiedlicher Meinung gewesen. "Der Torhüter und die Abwehrspieler wollten mehr nach hinten absichern, die Mittelfeldspieler und Angreifer fanden unser Spiel gut und wollten gerne nach vorne spielen. Wir hatten 27 Spieler im Kader, das war zu viel. Du stellst elf Spieler auf und der Rest ist fast komplett unzufrieden. Die Unruhe nahm zu und es entstanden Grüppchen", sagte der Co-Trainer.

Krüzen versteht zwar die Entlassung von Bosz und seinem Trainerteam, beteuerte aber, dass längst nicht alle Spieler für einen Trainerwechsel gewesen seien: "Die guten Ergebnisse blieben zu lange aus. Der Großteil der Mannschaft wollte, dass wir bleiben, aber irgendwann ist es zu viel. Nach sechs Spielen ohne Sieg hatte ich es erwartet, aber die Vereinsspitze hat lange ihre schützende Hand über uns gehalten."

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