Akolo: "Fußball hat mir am meisten geholfen"

SID
Chadrac Akolo
© getty

Chadrac Akolo vom VfB Stuttgart wird immer wieder von seiner bedrückenden Vergangenheit als Flüchtling eingeholt. "Manchmal denke ich noch an diese schlimme Zeit zurück. Diese Erlebnisse werde ich nie vergessen oder ganz hinter mir lassen", sagte der 22 Jahre alte Kongolese, der im Alter von 14 Jahren mit seinem Vater in die Schweiz geflüchtet war, im kicker-Interview.

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Die Flüchtlingsproblematik verfolge er natürlich noch. "Schließlich habe ich selbst eine Flucht miterlebt und weiß, was diese Menschen durchmachen. Meine Lebensumstände haben sich allerdings völlig verändert und sind heute nicht mehr vergleichbar mit denen vieler anderer Menschen, die es sehr viel schwerer haben", sagte Akolo.

Ihm habe nach der Flucht "der Fußball am meisten geholfen. Das Leben nach der Ankunft in der Schweiz in der Flüchtlingsunterkunft war hart", so der VfB-Profi.

"Wir hatten kaum Geld und wenig zu essen. Fußball ließ mich diese Tristesse vergessen. Deswegen habe ich mich sehr intensiv dem Fußballspielen gewidmet."

Sein jetziges Leben komme ihm angesichts seiner Vorgeschichte "wie ein Traum vor. Ich weiß noch, wie wir gegen den 1. FC Köln mit 2:1 gewonnen haben.

Akolo kam vom FC Sion

Ich stand am Mittelkreis, habe die Atmosphäre im Stadion gespürt und gedacht: 'Was mache ich hier eigentlich? Das ist doch ein Traum!'"

Dabei habe er an ein Leben als Fußballer nie gedacht, "für mich zählte nur das Ziel, ein besseres Leben führen zu können. Ich wollte nur zur Schule gehen, lernen, einen Abschluss machen."

Akolo war im Sommer vom FC Sion für rund sechs Millionen Euro zum VfB Stuttgart gewechselt. Bei den Schwaben unterschrieb er einen Vertrag bis 2021. Im September gab er für die Demokratische Republik Kongo sein Länderspiel-Debüt.

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