Fussball

Die Finger-Brille sitzt - genauso wie Costa

Mikel Merino, Anthony Modeste und Chicharito rocken ihre neuen Vereine

201 Abgänge musste die Bundesliga im Sommer verkraften - eine Transferphase voller Blockbuster-Deals und Wechsel-Odysseen. Wie schneiden die Bundesliga-Exporte bei ihren neuen Klubs ab? SPOX zieht eine Zwischenbilanz nach dem ersten Saisondrittel.

Renato Sanches (von Bayern München zu Swansea City)

Neuer Klub, unveränderter Status: Sanches bleibt hinter den Erwartungen. Nach seinem ganz ordentlichen Debüt für die Swans gegen Newcastle United bestätigte sich das Bild aus der Vorsaison. Sanches hat Probleme mit dem hohen Spieltempo. Er habe viel an Selbstvertrauen verloren, meint Swansea-Coach Clement. Auch taktisch müsse er Sanches auf Vordermann bringen.

Bisher ein katastrophaler Start auf der Insel. Swansea steht derzeit auf Rang 19 der Premier League. Seit der Länderspielpause im Oktober plagt sich der 20-Jährige zudem mit Oberschenkelproblemen herum.

Douglas Costa (von Bayern München zu Juventus Turin)

Auch Costa hat sich wohl mehr von seinem Wechsel nach Italien erhofft. Bei der starken Konkurrenz auf den Außen kommt der Brasilianer nicht an Mario Mandzukic und Juan Cuadrado vorbei. Costa sitzt meist auf der Bank. Coach Max Allegri ist vor allem unzufrieden mit der mangelnden Defensivarbeit des 27-Jährigen. Ein Verbleib in Turin über die Leihe hinaus scheint unwahrscheinlich.

Ousmane Dembele (von Borussia Dortmund zum FC Barcelona)

Kam mit Trainingsrückstand nach Katalonien. Ließ sein Können beim Debüt gegen Espanyol kurz aufblitzen und bereitete direkt einen Treffer vor. Bei seinem ersten Startelfeinsatz gegen Getafe beendete sein Oberschenkel vorerst das Abenteuer Barca. Bis Januar ist Dembele erstmal raus.

Emre Mor (von Borussia Dortmund zu Celta Vigo)

Sammelte zu Beginn der Saison viele Kurzeinsätze. Durfte am achten Spieltag gegen Las Palmas erstmals von Beginn an ran und glänzte. Der Türke spielt deutlich mannschaftsdienlicher als noch beim BVB. "Ich bin sehr glücklich hier, die Leute sind sehr herzlich", sagte Mor. Aktuell muss sich der 20-Jährige jedoch mit Problemen im rechten Sprunggelenk und dem Syndesmoseband herumschlagen. Dennoch ein ordentlicher Einstand.

Mikel Merino (von Borussia Dortmund zu Newcastle United)

Überragender Start! "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Top-Klubs auf ihn schauen werden", wurde Newcastle-Keeper Rob Elliot bei Chronicle Live zitiert. Das unter Thomas Tuchel vermisste Vertrauen ist da. Merino lerne sehr viel von Trainer Rafael Benitez. "Er arbeitet an all den taktischen Kleinigkeiten und zeigt dir, dass jede einzelne Kleinigkeit wichtig sein kann", sagte Merino im Interview mit dem Guardian.

Durch sein gutes Stellungsspiel und seine sichere Spieleröffnung kam Merino bei den Magpies schnell eine tragende Rolle im Mittelfeld zu. Der Fünfjahresvertrag ist bereits unterschrieben. Der Spanier kehrt nicht nach Dortmund zurück.

Seite 1: Die Abgänge von Bayern und dem BVB

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