Claudio Pizarro im Interview

FC Bayern? "Wo soll ich unterschreiben?"

Donnerstag, 05.10.2017 | 08:47 Uhr
Claudio Pizarro spielte von 2001 bis 2007 und von 2012 bis 2015 für den FC Bayern
Advertisement
Primera Division
Sa20:45
Atletico - Real: Wer siegt im Derbi madrileño?
Primera División
Live
Getafe -
Alaves
Premier League
Live
Arsenal -
Tottenham
Premiership
Live
Ross County -
Celtic
Premier League
Liverpool -
Southampton
Championship
Reading -
Wolverhampton
Primera División
Leganes -
Barcelona
Ligue 1
PSG -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Lazio
Premier League
Man United -
Newcastle
Primera División
Sevilla -
Celta Vigo
Championship
Fulham -
Derby County
Ligue 1
Dijon -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Rennes
Ligue 1
Toulouse -
Metz
Premier League
Leicester -
Man City (DELAYED)
Eredivisie
Breda -
Ajax
Primera División
Atletico Madrid -
Real Madrid
Serie A
Neapel -
AC Mailand
Premier League
West Bromwich -
Chelsea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Everton (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Malaga -
La Coruna
Serie A
Crotone -
Genua
Super Liga
Ivanjica -
Partizan
Championship
Leeds -
Middlesbrough
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Lokomotiva Zagreb
Ligue 1
Caen -
Nizza
Serie A
Benevento -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Juventus
Serie A
SPAL -
Florenz
Serie A
FC Turin -
Chievo Verona
Serie A
Udinese -
Cagliari
Primera División
Espanyol -
Valencia
Premier League
Zenit -
Tosno
Ligue 1
Lyon -
Montpellier
Premier League
Watford -
West Ham
First Division A
Brügge -
Waasland-Beveren
Superliga
Bröndby -
Nordsjaelland
Primera División
Las Palmas -
Levante
Serie A
Flamengo -
Corinthians
Primera División
Bilbao -
Villarreal
Serie A
Inter Mailand -
Atalanta
Ligue 1
Bordeaux -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Racing
Ligue 1
Amiens -
Lille
Serie A
Hellas Verona -
Bologna
Premier League
Brighton -
Stoke
Primera División
Eibar -
Real Betis
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Sampdoria
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica

Claudio Pizarro ist mittlerweile 39 Jahre alt und spielt immer noch in der Bundesliga. Vor einigen Tagen unterschrieb er beim 1. FC Köln, um seine Chancen auf eine WM-Teilnahme mit Peru aufrecht zu erhalten. Im Interview spricht er über seine neue Herausforderung, seine Ex-Klubs FC Bayern und Werder Bremen und seine Tätigkeit als Synchronsprecher beim Disney-Film Coco. Pizarro erzählt von Max Kruses Lebensstil, von einem Spitznamen von Uli Hoeneß und sagt: "Wenn man sich ausschließlich mit Fußball beschäftigt, ist das eine Katastrophe."

SPOX: Herr Pizarro, in Ihrer Zeit ohne Verein waren Sie beim Disney-Film Coco (ab 30. November in den Kinos) als Synchronsprecher tätig. Wie sind Sie zu diesem Job gekommen?

Pizarro: Disney hat bei mir angefragt und das habe ich dann meinen Kindern erzählt. Die haben sich richtig gefreut und gesagt, dass ich sofort zusagen soll. Dann hatte ich keine andere Möglichkeit mehr als das auch zu tun. Ich persönlich finde es sehr interessant, für so eine große Firma wie Disney zu arbeiten.

SPOX: Warum wurden genau Sie ausgewählt?

Pizarro: Ich glaube das hängt damit zusammen, dass der Film in Mexiko spielt. Ich spreche spanisch und komme aus dem gleichen Kulturkreis. Das passt.

SPOX: Wie war das Synchronsprechen für Sie?

Pizarro: Es war zwar natürlich neu für mich, aber hat sehr viel Spaß gemacht.

SPOX: Ihr eigentlicher Job ist aber weiterhin der des Fußballspielers, seit Ende September haben Sie mit dem 1. FC Köln einen neuen Verein. Was können Sie ihm geben?

Pizarro: Ich habe viel Erfahrung und weiß, wie man in schwierigen Situationen mit jüngeren Spielern reden muss. Außerdem kann ich der Mannschaft natürlich auch mit meinen fußballerischen Qualitäten im Strafraum und mit meinen Toren helfen.

SPOX: Was sind Ihre Ziele mit dem 1. FC Köln?

Pizarro: Für die gesamte Mannschaft und mich ist es sehr wichtig, aus dieser schwierigen Situation herauszukommen. Das hat absolute Priorität, danach können wir andere Ziele setzen. Im Moment denken wir nur von Spiel zu Spiel.

SPOX: Nach der vergangenen Saison haben Sie bei Werder Bremen keinen neuen Vertrag mehr bekommen.

Pizarro: Ich bin sehr traurig darüber und dachte nicht, dass es so zu Ende geht. Aber irgendwo verstehe ich die Entscheidung natürlich auch.

SPOX: Wie haben Sie sich im Sommer fit gehalten?

Pizarro: Ich habe vor meinem Abschied einen Trainingsplan von Werder bekommen und dann alleine trainiert. Meine Erfahrung hat mir dabei natürlich auch geholfen. Ich bin lange im Geschäft und weiß, was ich tun muss, um fit zu werden. Das habe ich gemacht und deshalb fühle ich mich bereit.

SPOX: Hatten Sie im Sommer konkrete Angebote?

Pizarro: Schon, aber ich war von keinem restlos überzeugt.

SPOX: Hat Ihnen Werder angeboten, in anderer Funktion im Verein zu bleiben?

Pizarro: Sie haben mir verschiedene Angebote gemacht und gesagt, dass die Türe für mich immer offen ist. Irgendwann können wir auch gerne darüber reden, aber wegen der Chance, mit Peru noch eine WM zu spielen, wollte ich im Sommer unbedingt weitermachen.

SPOX: Peru hat seit 1982 an keiner WM mehr teilgenommen und ist in der südamerikanischen Qualifikation aktuell Vierter. Sie wurden aber seit März 2016 nicht mehr nominiert.

Pizarro: Ich habe mit unserem Nationaltrainer viel Kontakt und hoffe, dass ich mit dabei sein kann, falls es mit der Qualifikation klappt. Die Chancen für uns stehen sehr gut, es liegt alles in unserer Hand. Ansonsten müssen wir eben beten, dass die anderen patzen. Die WM wäre eine riesige Geschichte für das ganze Land. Die Leute sind alle sehr aufgeregt und gespannt. Sie glauben an die Mannschaft, an die Spieler und daran, dass wir es diesmal schaffen können.

SPOX: In der Nacht auf Freitag spielt Peru in Argentinien (1.30 Uhr live auf DAZN), dann zum Abschluss gegen Kolumbien. Wie werden Sie die beiden entscheidenden Spiele verfolgen?

Pizarro: Ich werden sie mir daheim auf dem Sofa mit der Familie anschauen und alle werden das peruanische Trikot tragen.

SPOX: Welchen Job könnten Sie sich nach Ihrer aktiven Karriere vorstellen?

Pizarro: Ich habe in meinem Leben schon so viel Zeit mit dem Fußball verbracht, dass ich mich nach meiner aktiven Karriere mehr meiner Familie widmen will. Deshalb glaube ich nicht, dass ein zeitaufwendiger Job wie der des Trainers das Richtige für mich wäre. Was ich genau machen werde, überlege ich mir, wenn meine Karriere vorbei ist. Eine Möglichkeit wäre es, als Berater zu arbeiten. Fest steht nur, dass ich immer mit dem Fußball in Verbindung bleiben werde.

SPOX: Was würden Sie als Berater dem 19-jährigen Claudio Pizarro mit auf den Weg geben?

Pizarro: Dem müsste man so viele Sachen sagen. (lacht) Das Wichtigste ist, dass er seine Träume fühlt und verfolgt und immer versucht, seine Ziele zu erreichen. Das ist nicht nur im Fußball wichtig, sondern im ganzen Leben. Wer das befolgt, der hat ein gutes Leben.

SPOX: Sie galten schon immer als jemand, der das Leben in vollen Zügen genießt.

Pizarro: Es ist als Profi sehr wichtig, auch ein Leben neben dem Fußball zu haben. Wenn man sich ausschließlich mit Fußball beschäftigt, ist das eine Katastrophe. Das wird einem irgendwann zu viel und das macht nicht glücklich. Jeder sollte etwas haben, was einen von der Arbeit ablenkt. Als Fußballer muss man so viel trainieren, dass auch viel Urlaub wichtig ist, um wieder runterzukommen. Ich persönlich genieße es dann, am Strand zu liegen oder andere Sportarten wie Golf oder Tennis zu betreiben.

SPOX: Ein großes Hobby von Ihnen ist auch der Pferdesport.

Pizarro: Ja, daran fasziniert mich alles, von den Rennen bis zur Mode. Ich besitze in Peru eine große Farm mit einer eigenen Pferdezucht. Jedes Jahr mache ich dort eine Auktion und verkaufe meine selbst gezüchteten Pferde. Hin und wieder wette ich bei Rennen auch zum Spaß mit meinen Freunden.

SPOX: Ihr Ex-Kollege Max Kruse lebt sein Leben abseits des Fußballs sehr öffentlich. Wie beurteilen Sie das?

Pizarro: Er hat seine eigene Art von Spaß und genießt das. Wenn er das braucht, dann ist das seine Sache und dann sollte er dabei auch in Ruhe gelassen werden. Solange er auf dem Platz seine Leistung bringt, passt alles.

SPOX: War das Leben als Fußballer zu Beginn Ihrer Karriere einfacher, weil man weniger in der Öffentlichkeit stand?

Pizarro: Nein, das war damals genauso. Als ich ein junger Spieler war, waren die Augen aller Leute auch auf mich gerichtet. Jeder muss für sich selbst wissen und entscheiden, was er wann machen sollte und was nicht.

SPOX: FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat Ihnen einst den Spitznamen "Schlawiner" gegeben. Wie finden Sie ihn?

Pizarro: Super, weil ich genau das bin: ein Schlawiner. Auf spanisch heißt das übrigens picaro.

SPOX: Was macht einen Schlawiner aus?

Pizarro: Er hat gute Augen und sieht Sachen vor allen anderen - auf dem Platz und außerhalb. Ich kann in vielen Situationen vorhersehen, wo der Ball hinkommen wird und bin deshalb oft vor den Verteidigern dran.

SPOX: Wie war und ist Ihr Verhältnis zu Hoeneß?

Pizarro: Ich habe eine sehr gute Beziehung zu ihm, weil er ein super Typ ist. Immer, wenn ich Zeit habe und an der Säbener Straße vorbeischaue, besuche ich erst die Spieler und dann Hoeneß.

SPOX: Was würden Sie sagen, wenn er irgendwann fragen würde, ob Sie nochmal für den FC Bayern spielen wollen?

Pizarro: Wo ist der Vertrag? Wo soll ich unterschreiben?

SPOX: Beim FC Bayern geht es derzeit etwas turbulent zu. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?

Pizarro: In diesem Jahr ist es für den FC Bayern nicht so einfach wie in den letzten. Ich glaube nicht, dass die Bayern wieder so deutlich Meister werden. Dortmund hat eine gute Mannschaft und auch einige andere Vereine haben die Chance, ganz oben anzugreifen.

SPOX: Thomas Müller findet seit Monaten nicht zu seiner Form. Woran liegt das?

Pizarro: Ancelotti hat ihn in keiner so wichtigen Rolle gesehen wie die vorherigen Trainer. Es ist manchmal so, dass gewisse Trainer gewisse Spielertypen nicht mögen und dann muss man versuchen, sich durchzusetzen. Thomas ist aber ein super Spieler, der immer seine Tore macht. Unter mir würde er immer spielen, auch weil er Spaß in eine Mannschaft bringt. In meiner zweiten Zeit beim FC Bayern gab es aber ohnehin viele, die für Spaß gesorgt haben. Speziell in der Saison 2012/13, als wir alles gewonnen haben. Das war mein bestes und schönstes Jahr im Fußball.

SPOX: Aktuell wird beim FC Bayern angeregt über die künftige Transfer-Politik diskutiert. Denken Sie, der Klub sollte bei den aktuell kursierenden Summen mitmachen?

Pizarro: Der FC Bayern hat das bisher nie gemacht und war trotzdem immer ganz oben dabei. Warum sollte er etwas an der Philosophie ändern?

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung