Casteels-Foul spaltet die Bundesliga

Von SPOX
Dienstag, 19.09.2017 | 08:57 Uhr
Christian Gentner hat durch den Zusammenprall Brüche im Gesicht erlitten
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Der Zusammenprall von Koen Casteels und Christian Gentner beim Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem VfL Wolfsburg sorgt weiter für Diskussionen. Uneinigkeit herrscht nicht zuletzt bei der eingesetzten Technik.

"Man benötigt das Knie zum Schwung holen und um stabil in der Luft zu sein", erklärte Bayern-Keeper Sven Ulreich in der Bild. Die Zeitung fragte bei diversen Akteuren im und um das Oberhaus Deutschlands herum nach. Die Antworten fielen enorm unterschiedlich aus.

So meinte Hertha-Keeper Thomas Kraft etwa: "Früher hat man das so gelernt, dass man mit dem Knie voran so hochspringt. Heute nicht mehr. Die Situation ist schon grenzwertig, weil es sehr weit draußen passiert ist." Thorsten Kirschbaum widersprach: "Für mich ist das keine Schutzbewegung, sondern eine normale Bewegung."

Der Nürnberg-Torhüter meinte aber auch: "Es kann nicht sein, dass es da keinen Elfmeter und keine persönliche Strafe für den Torwart gibt. Erst recht nicht, wenn sogar der Video-Schiedsrichter mitwirkt."

Heidel bezieht Stellung

Ähnlich sieht es Christian Heidel vom FC Schalke 04: "Es kann doch nicht sein, dass ein Torwart ihm da den Kiefer zertrümmern darf. Jetzt stellen wir uns die Szene mal mit einem Feldspieler vor. Da schreit ganz Deutschland acht Wochen lang! Er hat sein Knie in zwei Meter Höhe! Bei einem Feldspieler wird das sofort abgepfiffen", wurde der Sportdirektor deutlich.

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl ordnete die Situation derweil aus einer anderen Sicht ein: "Ich habe als Stürmer schon frühzeitig abgedreht, ich bin da nicht hin. [...] Fliegt der Torwart bei einem Querpass raus, kommt der Stürmer vielleicht auch mit dem Fuß voran. Da ist der Torhüter auch nicht geschützt, setzt seine Gesundheit aufs Spiel."

Michael Reschke vom VfB Stuttgart blickte nach vorne: "Diese Situation wird nachhaltig sein. Ich glaube, dass Casteels im nächsten Spiel nicht noch einmal so eine Aktion haben wird und dass auch viele andere Bundesliga-Torhüter sich überlegen werden, wie sie in Zukunft rauslaufen, zumindest was die letzte Aggressivität betrifft."

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