Spieler im Fokus des 7. Spieltags: Sebastien Haller

Der Zlatan der Eintracht

Montag, 02.10.2017 | 12:56 Uhr
Sebastien Haller erzielte gegen den VfB Stuttgart sein zweites Bundesligator
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Beim 2:1-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart erzielte Sebastien Haller in der Nachspielzeit das entscheidende Tor. Ansonsten widmete sich der 23-jährige Franzose wie in den Spielen zuvor seiner aufopferungsvollen Spielweise.

"Nur weil ich der Rekordtransfer bin, heißt das nicht, dass ich ein Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo bin", sagte Sebastien Haller im Frühsommer bei seiner Vorstellung in Frankfurt. Sieben Millionen Euro hatte die Eintracht für Haller an den FC Utrecht überwiesen. Und die Eintracht bekam auch wie angekündigt keinen Messi oder Ronaldo, sondern eher einen Ibrahimovic. "Zlatan macht oft solche Sachen", sagte Haller am Samstagabend über eine Sache, die er selbst gemacht hatte.

Haller hat nämlich ein Tor geschossen, das von Ibrahimovic hätte sein können. Es stand 1:1 gegen Stuttgart und es lief schon die Nachspielzeit, als eine weite Flanke in den Strafraum segelte. Stuttgarts Daniel Ginczek köpfelte den Ball unkontrolliert quer und dann warf Haller sein rechtes Bein weit über seinen Kopf und drosch den Ball per Seitfallzieher zum 2:1 ins Tor.

Haller versuchte das nachher zu erklären, aber so wirklich schaffte er es nicht. "Ein Reflex" sei die Aktion gewesen und "instinktiv", aber irgendwie doch auch Übungssache: "Ich versuche eigentlich sehr häufig Seitfallzieher." Erfolgreich sind diese Versuche aber offenbar kaum. "Im Training habe ich das so noch nicht gesehen. Umso schöner natürlich, dass es jetzt vor 50.000 Menschen passiert ist", sagte sein Trainer Niko Kovac und richtete denen, die es nicht glauben wollen, aus: "Zeitzeugen sind also da."

Die drittmeisten Zweikämpfe aller Bundesligaspieler

Diese Zeitzeugen können aber nicht nur vom zlatanisierenden Haller der Nachspielzeit berichten, sondern auch vom rackernden der übrigen 90 Minuten. "Eine schöne Kante, die vorne im Sturmzentrum den einen oder anderen Ball sichern kann", beschrieb Kovac seinen neuen Stürmer mal. Gegen Stuttgart und auch in den vorherigen Spielen stellte Haller genau das unter Beweis.

An den ersten sieben Spieltagen bestritt Haller 152 Zweikämpfe und damit die drittmeisten aller Bundesligaspieler (nur Hamburgs Andre Hahn und Berlins Matthew Leckie mehr). Bei der Partie gegen Stuttgart ging kein Spieler in mehr direkte Duelle als Haller. "Ich versuche viel für die Mannschaft zu arbeiten und zu laufen", sagte Haller danach. "Dann wird man am Ende auch belohnt."

So war es auch bei seiner letzten Station, dem FC Utrecht. Auch dort wurde er äußerst regelmäßig mit Toren belohnt. Zweieinhalb Spielzeiten verbrachte Haller nach dem Abschied von seinem Jugendklub AJ Auxerre in den Niederlanden und traf jeweils zweistellig. In 82 Ligaspielen für Utrecht erzielte er 41 Treffer und bereitete 15 weitere vor.

Gerne lässt sich Haller mit dem Rücken zum Tor anspielen, um sich dann entweder zu drehen oder abzulegen. Mit dieser Spielweise ist er ein steter Unruheherd in der gegnerischen Defensive. Sein Teamkollege Marco Russ nennt Haller einen "Wandspieler". 1,90 Meter ist er groß, eine Wucht. "Ich bringe Physis mit", sagt Haller über sich. Augenscheinlich war das unter anderem nach seinem Traumtor gegen Stuttgart, als er sich sein Trikot vom Körper riss. Geballte Physis.

Das Zeug zum französischen Nationalspieler

Nachdem Haller eineinhalb Wochen zuvor gegen Köln per Elfmeter traf, drehte er sich einfach um, reckte kurz die rechte Faust empor und ließ sich von seinen Mitspielern umarmen. Weniger wie Ibrahimovic, eher wie Mario Balotelli. "Ich habe dieses Tor gebraucht", sagte Haller danach, denn es war sein erstes in der Bundesliga. Unzählige Male und aus allen Lagen hat er es an den ersten vier Spieltagen vergeblich probiert. Ein Pflichtspieltreffer für die Eintracht gelang Haller zuvor nur in der ersten Runde des DFB-Pokals beim 3:0-Sieg gegen die TuS Erndtebrück.

Konserviert Haller seine Torgefahr, ist er verbunden mit seiner aufopferungsvollen Spielweise ein Stürmer, der das angebliche Interesse größerer Verein rechtfertigt. Im Sommer sollen bereits der AC Milan, die Tottenham Hotspur und Schalke 04 interessiert gewesen sein, doch Haller ging nach Frankfurt. "Obwohl er lukrativere Angebote vorliegen hatte", sagte Kovac und sagte es stolz. Ein Wechsel zu einem größeren Klub ist aber wohl nur aufgeschoben.

Womöglich auch ein Aufstieg in die Equipe Tricolore. "Er war ein U21-Nationalspieler Frankreichs und hat das Zeug, dort auch A-Nationalspieler zu werden", sagt Kovac. Zwölf Treffer in 20 Spielen erzielte Haller für die französische U21 und spielte dort einst mit Anthony Martial, Corentin Tolisso oder Samuel Umtiti zusammen. Sie alle entwickelten sich in der Zwischenzeit zu A-Nationalspielern, Haller immerhin zum Kabinen-DJ des FC Utrecht, wie er mal erzählte. Diesen Posten muss er sich bei der Eintracht erst erarbeiten. Der Zlatan der Mannschaft ist er dafür schon.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung