Bundesliga: Nikolas Nartey vor seinem Debüt beim 1. FC Köln

Nartey: Vorreiter eines Jahrtausends

Von Jan Menzner
Dienstag, 29.08.2017 | 17:11 Uhr
Nikolas Nartey könnte der erste Bundesliga-Spieler werden, der im neuen Millennium geboren ist
© getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

In vielerlei Hinsicht ist Nikolas Nartey ein ganz gewöhnlicher Jugendlicher: Er ist im Internet unterwegs und hat seit kurzem einen neuen Instagram-Account, er paukt fleißig für den Schulabschluss und er spielt für sein Leben gern Fußball. Außergewöhnlich ist jedoch, dass er für Letzteres das rot-weiße Trikot des 1. FC Köln überstreift - und zwar nicht das irgendeiner Juniorenmannschaft.

Nein, mit gerade mal 17 Jahren steht Nartey im A-Kader der Domstädter und könnte in dieser Saison Bundesliga-Geschichte schreiben: Denn der junge Däne steht kurz davor, der erste Liga-Profi zu werden, der im neuen Millennium geboren wurde.

Seit seinem achten Lebensjahr, ist der am 22. Februar 2000 geborene Nikolas Nartey im Vereinsfußball aktiv - 2013 wagte er den Sprung zum besten Klub der dänischen Hauptstadt, dem FC Kopenhagen.

Dort überzeugte er mit der U19 in der UEFA Youth League, wurde fester Bestandteil der dänischen Junioren-Nationalmannschaften und spielte sich so in den Fokus vieler europäischer Klubs. Dann: der Sprung nach Deutschland. Nach Köln.

In der Ruhe liegt die Kraft

Da das Nachwuchszentrum des Effzeh die 400.000 Euro Ablöse jedoch nicht alleine stemmen konnte, wurde die Investition teilweise mit Geldern des Profikaders finanziert. Ein äußerst ungewöhnliches Prozedere, das zeigt, wie viel Potenzial Jörg Schmadtke in Nartey sah, als er ihm einen Vertrag bis 2020 zur Unterschrift vorlegte.

Doch trotz der großen Ambitionen hörte man hierzulande im vergangenen Jahr vergleichsweise wenig über das Ausnahmetalent, was der Philosophie der Geißböcke geschuldet ist: "Wir sind vorsichtig mit jungen Helden hier in Köln. Er bekommt die Ruhe und die Zeit, die er braucht", zitierte das WDR Trainer Peter Stöger.

Im Falle Nartey heißt das: keine Interviews, keine öffentlichen Auftritte. Stattdessen lebt der 17-Jährige behütet im Kölner Internat, lernt per Fernstudium für seinen dänischen Schulabschluss und soll gleichzeitig sein Deutsch aufbessern.

Schmadtke und Co wollen nicht, dass der Hype Nartey von seinem Ziel ablenkt. Laut Trainer Stöger ist die Gefahr dafür jedoch nicht sehr groß. Im Gegenteil: Nartey wirke "sehr klar in seinen Aktionen".

Nartey "wie ein alter Hase"

Diese "Klarheit" überträgt der Youngster auch auf den Fußballplatz - im zentralen Mittelfeld eine absolut notwendige Tugend. Technisch versiert, mit klaren Pässen in die Schnittstelle, ordentlich Selbstbewusstsein und einer großen Portion inneren Ruhe wusste er die Kölner für sich zu gewinnen.

Die vorerst größte Belohnung: Beim 5:0 gegen den Leher TS im DFB-Pokal stand Nartey zumindest im Kader. "Du kannst gewisse Abläufe einstudieren, aber für die Umsetzung [musst du] die Situationen erkennen, Lösungsmöglichkeiten haben und diese auch umsetzen können. Das kann er richtig gut", begründete Peter Stöger gegenüber der SportBild die Nominierung.

Der Kölner Express schreibt: Nartey "spielt mit 17 Jahren schon wie ein alter Hase".

Mental sieht also niemand in Köln ein Problem im jungen Alter des Ausnahmetalents - und auch seine Physis lässt wenig Fragen offen. Mit seinen 1,85 Meter und seinem tadellosen Arbeitsethos sei der große Däne, so Stöger, körperlich sogar weiter als es der Trainer selbst seinerseits war.

Der Fall Nartey: Köln vs. FIFA

Trotz der grandiosen Anlagen war Narteys kometenhafter Aufstieg nicht unbedingt abzusehen. Besonders der Beginn in Köln verlief alles andere als nach Plan, da die FIFA einige Steine in den Weg legte.

Denn nach dem Transfer sprach der Verband eine Sperre gegen Nartey aus. Notwendige Unterlagen seien zwar zeitgemäß, jedoch fehlerhaft übermittelt worden. Die Konsequenz: Keine Spielberechtigung in Deutschland.

Erst nachdem die Kölner sowohl den DFB als auch die DFL als Vermittler einschalteten, hob letztlich der Sportgerichtshof CAS die Sperre auf. Laut kicker, da die FIFA durch eine Regeländerung mitten in der Transferphase den Fehler selbst zu verantworten habe.

Das langwierige Hin und Her sorgte jedoch dafür, das Nartey nie wie geplant das Trikot der U17 oder der U19 trug. Lediglich vier U21-Einsätze stehen auf seinem Konto - normalerweise kaum genug, um sich ausreichend für die Profis zu empfehlen.

Zuverlässigkeit mit Highlight-Potenzial

Doch der Linksfuß nutzte die erste Chance, die sich ihm bot: Im März, während einer Länderspielpause, durfte er mit dem Bundesliga-Kader trainieren. Ein normaler Vorgang, "um den Kader aufzufüllen", erklärt Stöger der SportBild.

Nartey stach jedoch aus der Masse heraus. Nach seiner Torvorlage im Test gegen Bergisch-Gladbach sagte sein Trainer: "Alle haben erkannt, von Jörg Schmadtke über das Trainerteam bis zu den Spielern, dass er ein richtiges Talent ist."

Von da an war der Däne dabei: Im Sommer absolvierte er die gesamte Vorbereitung in Bad Radkersburg, erzielte ein Tor gegen Graz, war gegen Uerdingen der vielleicht beste Akteur auf dem Feld und sorgte mit Zidane-Trick gegen drei Bologna-Spieler für Szenenapplaus.

Nartey - Vorreiter des neuen Jahrtausends

Für einen Liga-Einsatz hat es bisher noch nicht gereicht. Stöger vertraute im defensiven Mittelfeld bisher auf Kapitän Lehmann und Hector und ließ im Derby gegen Gladbach Jojic den offensiven Part spielen. Nartey läuft in der Zwischenzeit für Kölns zweite Mannschaft in der Regionalliga West auf.

Dennoch ist es nur eine Frage der Zeit, bis der junge Mann mit der Rückennummer 38 seinen Fuß auch auf Bundesliga-Rasen setzen wird. Vielleicht auch schon am 3. Spieltag gegen den FC Augsburg (9. September, 15.30 Uhr im LIVETICKER).

So oder so: Dieser Moment - es wird ein historischer sein. Denn dann ist das neue Jahrtausend angekommen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung