Dortmund gewinnt - und die anderen?

Von David Kreisl
Freitag, 25.08.2017 | 20:09 Uhr
Ousmane Dembele kehrt dem BVB nach nur einem Jahr den Rücken
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Club Friendlies
FC St. Pauli -
VfL Bochum 1848
Ligue 1
Amiens -
Montpellier
Ligue 1
Angers -
Troyes
Ligue 1
Guingamp -
Lyon
Ligue 1
Lille -
Rennes
Ligue 1
Metz -
St. Etienne
Ligue 1
Toulouse -
Nantes
Copa del Rey
DAZN-Konferenz: Copa del Rey
Copa del Rey
Atletico Madrid -
FC Sevilla
Copa del Rey
Valencia -
Alaves
Ligue 1
PSG -
Dijon
Copa del Rey
Espanyol -
FC Barcelona
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
Saint-Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)

Das unsägliche Theater um Ousmane Dembele ist zu Ende, Borussia Dortmund und der FC Barcelona haben sich auf einen Transfer geeinigt. Der BVB ist der Gewinner dieser Posse - ob es noch andere gibt, bleibt abzuwarten. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur David Kreisl.

Es war eine Erleichterung, diese Pressemitteilung von Borussia Dortmund am Freitagabend zu sehen. Zu wissen, dass es endlich vorbei ist, dieses abscheulichste Transfertheater des Sommers. Und es war befriedigend zu sehen, dass Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc ihre Verhandlungsposition durchgezogen haben, weder vor dem FC Barcelona eingeknickt sind, noch sich von Dembele erpressen ließen und so als die sicheren Sieger aus den Verhandlungen hervorgingen.

147 Millionen Euro - in Worten: einhundertsiebenundvierzig Millionen - könnte der BVB insgesamt für Dembele bekommen, 105 Millionen fix, zusätzlich 40 Prozent dieser Summe als "variable Transferentschädigungen". Trotz der Neymar-Millionen, die den Markt diesen Sommer noch mehr verdorben haben, als er ohnehin ist, ist das ein sensationeller Preis.

Denn es sind 147 Millionen Euro für einen 20-Jährigen, der gerade einmal ein Jahr bei einem ernsthaften Klub in einer der Top-3-Ligen verbracht hat. Für einen, der, ja, mit herausragenden Anlagen ausgestattet ist und eine herausragende Saison gespielt hat; der im Kopf aber wohl im Kleinkindalter hängengeblieben ist. Dem das Vertrauen der Borussia in ihn durch den noch vier Jahre laufenden Vertrag egal war, der in einen Trainingsstreik getreten, zeitweise verschwunden und vom Klub suspendiert worden war, der den Zorn von Fans und Spielern auf sich gezogen hatte und so den Wechsel erzwingen wollte.

So jemand wäre ohnehin nicht mehr resozialisierbar gewesen, eine Rückkehr nicht moderierbar. Gerade in einer Mannschaft, in einem Verein wie Borussia Dortmund. Weshalb man Dembele auch keine Tränen nachweinen darf.

Das Risiko des Dembele-Transfers für Barcelona

"Visca Barça, Visca Catalunya" - es lebe Barca, es lebe Katalonien - hieß es bald nach der Pressemitteilung auch auf dem Twitterprofil von Dembele. Er ist also der Auserwählte eines Klubs, der seit drei Jahren keinen ernstzunehmenden Spieler mehr verpflichtet hat, der sich national den Rang ablaufen hat lassen und der vielleicht nichts von seinem Mythos verloren, definitiv aber viel von seinem Ansehen eingebüßt hat durch das alles. Durch den Verlust von Neymar und das beinahe schon hilflose Fuchteln auf dem Transfermarkt im Anschluss.

Der egokränkende Abgang des Brasilianers hat den katalonischen Aktionismus befeuert. Man musste etwas liefern, um den Qualitätsverlust wenigstens teilweise einzudämmen, um auch für das eigene Selbstverständnis wieder eine Duftmarke zu setzen und auch um dem verwöhnten Umfeld etwas zu präsentieren.

Dieses etwas ist jetzt ein 20-jähriger Franzose mit einem über einhundert Millionen Euro schweren Rucksack, der in der Vergangenheit manchmal so viel Genie aufblitzen ließ, dass man fast meinen könnte, Neymar könnte ersetzt werden; der aber auch in ganz vielen Spielen ganz viele falsche Entscheidungen traf, der auf dem Platz nicht die konstante Klasse und nicht ansatzweise die Reife eines Neymar besitzt.

Spannend wird es, das steht fest, wie sich Dembele, jetzt der zweitteuerste Fußballspieler aller Zeit, schlagen wird. Beim FC Barcelona, mit Mitspielern wie Leo Messi und Luis Suarez. Es ist durchaus möglich, aber alles andere als sicher, dass diese Posse am Ende mehr Gewinner produzieren wird als das Konto des BVB.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung