Modeste in Köln zurück

SID
Montag, 03.07.2017 | 19:11 Uhr
Anthony Modeste wird bei seiner Rückkehr von den Fans gefeiert
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Überpünktlicher Auftakt bei Schalke 04, großer Arbeitseifer beim VfL Wolfsburg: Während die beiden Bundesligisten nach Frust und Enttäuschung in der Vorsaison hochmotiviert in die Vorbereitung starteten, stellte beim 1. FC Köln die Rückkehr von Torjäger Anthony Modeste beim Trainingsstart am Montag alles in den Schatten.

Um 14.50 Uhr betrat Modeste in Köln den Rasen. Der 29-Jährige war nach dem Wirrwarr um seinen geplatzten Transfer nach China pünktlich zum Training zurück. Am Abend kam es zu einem Gespräch zwischen Modeste und Sportdirektor Jörg Schmadtke über die Zukunft des Stürmers. "Wir haben ein gutes, offenes Gespräch geführt. Wir haben vereinbart, dass wir uns zu den Inhalten nicht öffentlich äußern werden", sagte Schmadtke.

Modeste wurde trotz der Posse um einen möglichen Abgang von Hunderten Fans beklatscht und mit Sprechchören gefeiert. Nach der Einheit umringten die Anhänger den Stürmer und baten einen sichtlich gerührten Modeste um Autogramme und Fotos. Zu seiner Zukunft wollte er sich jedoch nicht weiter äußern.

"Es ist wie bei jedem anderen Spieler. Wenn ein Spieler einen Wunsch hat, sich verändern möchte, dann stehe ich dem Glück nicht im Weg. Dann werden wir das schon irgendwie kompensieren", sagte Trainer Peter Stöger zu den anhaltenden Spekulationen.

Tedesco: "Zeit auf den Platz zu gehen"

Schalkes neuer Trainer Domenico Tedesco schickte seine Spieler schon fünf Minuten vor der angesetzten Startzeit zur ersten Übungseinheit aufs Feld. "Wir haben lange genug geredet. Es wurde Zeit, dass es endlich auf den Platz geht", sagte der 31-Jährige, der die Königsblauen in den Europacup führen soll.

Vor knapp 1000 Fans musste der jüngste Chefcoach der Vereinsgeschichte noch auf zehn Spieler verzichten - darunter Confed-Cup-Sieger Leon Goretzka, die U21-Europameister Max Meyer, Thilo Kehrer und Felix Platte, Kapitän Benedikt Höwedes nach dessen Leisten-OP und die Nationalspieler, die nach Saisonende noch in der WM-Qualifikation tätig waren.

Von den 18 Profis auf dem Trainingsplatz war nur einer neu: Der spanische Abwehrspieler Pablo Insua, für 3,5 Millionen Euro von Deportivo La Coruna verpflichtet. Ein Linksverteidiger und ein Außenstürmer stehen noch auf der Wunschliste. Nach neun Monaten nahm auch der lange verletzte Star-Stürmer Breel Embolo erstmals wieder am Training teil.

Ein Jahr nach einem Saisonauftakt mit grellem Ballyhoo ist der VfL Wolfsburg mit leisen Tönen und in einer eher nüchternen Arbeitsatmosphäre gestartet. "Wir haben einiges geändert und wollen ein Stück weit demütig sein", sagte VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe. Mit dabei waren auch die bisherigen fünf Neuzugänge John Anthony Brooks, Nany Landry Dimata, William, Marvin Stefaniak und Felix Uduokhai.

Bei der Hertha stand der Auftritt von Jonathan Klinsmann, Sohn des früheren Welt- und Europameisters Jürgen Klinsmann, im Mittelpunkt. Der 20-Jährige kämpft als Probespieler in den nächsten Wochen um einen Vertrag.

Mainz 05 mit Rene Adler

Ob sein Sohn einen Vertrag in Berlin erhält, soll nach den Eindrücken beim Trainingslager in Bad Saarow (7. bis 14. Juli) fallen. Der junge Schlussmann wäre im Falle einer Verpflichtung aber wohl nur Torwart Nummer drei hinter Stammkeeper Rune Jarstein und Thomas Kraft.

Prominester Neuer beim FSV Mainz 05 war Ex-Nationaltorwart René Adler. Der 32-Jährige, der seinen auslaufenden Vertrag beim Hamburger SV nicht verlängerte, soll bei den Rheinhessen das Problem zwischen den Pfosten lösen. Der neue Mainzer Trainer Sandro Schwarz begrüßte zu der Trainingseinheit insgesamt 21 Profis (19 Feldspieler, 2 Torhüter). "Es wartet sehr viel Arbeit auf uns. Wir sind gewarnt. Letztes Jahr hat man gesehen, wie schnell es gehen kann", sagte Adler.

Noch ohne Neuzugänge der SC Freiburg nach rund anderthalbmonatiger Sommerpause wieder ins Training eingestiegen. In den kommenden Wochen wollen die Breisgauer allerdings noch einige Profis verpflichten - bereits am 27. Juli steht das erste Spiel in der Europa League an. "An Komplexität ist die Aufgabe kaum zu überbieten. Ich freue mich auf den internationalen Wettbewerb. Aber ich bereite mich auch darauf vor, was auf uns zukommt", sagte Trainer Christian Streich über die Dreifach-Belastung."

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