VfB mit entscheidenden Zukunftsplänen

SID
Mittwoch, 31.05.2017 | 11:49 Uhr
Wolfgang Dietrich ist seit September 2016 Präsident des VfB Stuttgart
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Nur elf Tage nach der viel bejubelten Bundesliga-Rückkehr steht der VfB Stuttgart vor der nächsten wichtigen Weichenstellung. Bei der Mitgliederversammlung in der Mercedes-Benz Arena am Donnerstag wird über die Ausgliederung der Abteilung Profifußball aus dem Gesamtverein entschieden - und damit über nichts weniger als die Zukunft des Klubs.

Das zumindest betont Präsident Wolfgang Dietrich, der bei den Anhängern seit Wochen für das "Jahrhundertprojekt" wirbt. "Der Aufstieg war ein erster wichtiger Schritt für eine gute Zukunft. Aber ohne den zweiten Schritt könnte das eine Eintagsfliege bleiben", sagt Dietrich, der von der "wichtigsten Abstimmungsmöglichkeit" für die Mitglieder spricht, "seit es den Verein gibt".

Denn: Sollte die "VfB Stuttgart 1893 AG" zustande kommen, würde die Daimler AG als "strategischer Partner" für 11,75 Prozent der Anteile stolze 41,5 Millionen Euro bezahlen - sofort. Insgesamt will der VfB maximal 24,9 Prozent der Anteile veräußern. Die Hürde ist jedoch hoch: Am Donnerstag müssen 75,1 Prozent der Mitglieder dem Vorhaben zustimmen.

250 Millionen Euro frisches Geld

Diesem liegt ein sportlicher Vierjahresplan zugrunde, an dessen Ende sich der fünfmalige deutsche Meister laut Dietrich "im oberen Drittel der Bundesliga" etabliert haben will. "Um das zu erreichen, brauchen wir auf Sicht von vier Jahren insgesamt um die 250 Millionen Euro frisches Geld", betonte Dietrich im kicker.

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Ohne Ausgliederung, wie sie in der Bundesliga nur wenige Vereine wie Schalke 04, der FSV Mainz 05 oder der SC Freiburg noch nicht vollzogen haben, würde der Kader für die kommende Saison anders aussehen. "Der VfB wird auf jeden Fall weiter bestehen. Die Ziele müssten allerdings anders formuliert werden", sagt Dietrich (68).

Dennoch sind die Ultra-Gruppierungen Commando Cannstatt und Schwabensturm skeptisch. Einige Fans hätten sich eine Alternative zur geplanten AG gewünscht, etwa eine GmbH.

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