Der 31. Bundesliga-Spieltag in Zahlen

Sind wir nicht alle manchmal kopfmüde?

Von SPOX
Montag, 01.05.2017 | 17:27 Uhr
1:2 gegen Darmstadt, 0:4 in Augsburg - der HSV ist zurück im ganz großen Schlamassel
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Scheiß Einfachbelastung! Jetzt steckt der HSV wieder mittenmang in der Scheiße. Aber keine Angst: Im Spieltag in Zahlen gibt es nicht nur Fäkalsprache, sondern auch wie gewohnt stramme Statistiken, fabelhafte Fakten und rollige Rekorde. Ab dafür...

Ehre, wem Ehre und so: Die Bayern sind Meister und haben dabei natürlich auch allerhand Zahlensalat produziert. Wir haben die tollsten der tollen Bestmarken in eine eigene Diashow gepackt (guckst Du weiter unten, rechte Seite). Exemplarisch erwähnt sei der Ausbau des eigenen Rekords auf jetzt fünf Meisterschaften am Stück, Philipp Lahms 8. (Achter? Jaha, ACHTER!!!) Titel und der Fakt, dass Carlo Ancelotti als erster Trainer in vier der fünf großen Ligen (neben BuLi: ENG, SPA, ITA, FRA) Meister geworden ist.

Nachtrag: Die Bayern kriegen es nicht gebacken, die Meisterschaft mal im eigenen Hause klar zu machen. Letztmals war das - unglaublich, aber wahr - im Jahre 2000 der Fall. Damals kickte der FCB noch im Olympiastadion.

Noch ganz kurz: Zum dritten Mal nach 2003 und 2008 sind die Bayern im Rio de Janeiro Niedersachsens Meister geworden. Das ist zwar kein lupenreiner Hattrick, aber durchaus... na was eigentlich?

Traffic Jam: Noch nie war das Rennen um die Europa-League-Plätze so dramatisch wie in dieser Saison. Lustig, dass sich jetzt alle drum schlagen - und nachher hat wieder keiner Bock. Egal. Wo waren wir stehen geblieben? Genau: Dramatik! Sieben Teams haben Aussichten auf zwei Spots, wie es so schön heißt. Vielleicht gibt es ja auch drei Spots, aber dazu gleich etwas mehr. Wo waren wir... ach ja, jedenfalls ist es eng wie nie. Zwischen der Hertha auf Platz 5 und Frankfurt auf Rang 11 liegen drei Runden vor Schluss nur fünf Zähler. Und das gab's seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (zur Saison 1995/96) noch nie.

Zwei oder drei Spots? Bei 3 ausstehenden Spieltagen gibt es noch 7 Bewerber um 2 Europa-League-Plätze. Soviel ist ja jetzt klar (siehe Traffic Jam). Sollte der Pokalsieger unter den ersten 6 der BL-Tabelle landen, so reicht auch Rang 7 für den Europapokal - sollte das nicht der Fall sein, gäbe es nur 2 EL-Teilnehmer, nämlich die Ränge 5 und 6. Da Dortmund zumindest Platz 4 und die damit verbundenen Champions-League-Playoffs sicher hat, ist der zweite DFB-Pokal-Finalist Eintracht Frankfurt von besonderem Interesse. Sollte die Eintracht den Pokal gewinnen, aber die BL-Saison nicht im oberen Tabellendrittel abschließen, geht Rang 7 leer aus.

Nachtrag: Alles klar?

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Unten rum: Im Süden der Tabelle ist es nahezu auch unfassbar spannend. Zwischen Leverkusen auf Platz 12 und Hamburg auf Platz 16 liegen gerade einmal drei Punkte. Noch spannender war es nur vor 13 Jahren, als Gladbach und 1860 München gar nur zwei Zähler trennten. Am Ende stiegen die Löwen neben Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln ab.

#kruseforballondor: So schrieben wir vergangene Woche - und gleich lieferte Max Kruse weitere Argumente für seine Wahl zum nächsten Weltfußballer. Allein in den letzten sechs Spielen sammelte er 13 Scorerpunkte. 13!

Gemischt Vermischtes:

  • Hoffenheim stellt mit dem 7. Heimsieg in Folge einen neuen Vereinsrekord auf.
  • Augsburg feiert beim 4:0 gegen den HSV den höchsten Heimsieg seiner Bundesliga-Zugehörigkeit.
  • Wolfsburg kassierte beim 0:6 gegen die Bayern seine höchste BuLi-Klatsche.
  • Arjen Robben gelang sein 88. Bundesligator für die Bayern. Damit ist er im Klub-Ranking jetzt schon die Nr. 7.
  • Luiz Gustavo flog gegen den alten und neuen deutschen Meister zum achten Mal vom Platz und stellte damit den Bundesliga-Rekord von Jens Nowotny ein.

Kopfmüde: Ein einziges Durcheinander ist diese HSV-Saison. Gerade wenn man meint, der Dino sei mausetot, wie (fast) in der gesamten Hinrunde oder nach dem lausigen Start ins neue Jahr, dann entdeckt er plötzlich das Fußballspielen und holt ein paar Punkte oder auch ein paar mehr. Und kaum hat man das Gefühl, da wächst was heran in Hamburg, kommt der nächste Einbruch. Es ist nur gut zwei Wochen her, dass der HSV nahezu auf Augenhöhe mit Werder Bremen war. Ein Sieg im Derby und man hätte den Nordrivalen eingeholt, doch es kam ja anders. Inzwischen - nach zwei fiesen HSV-Nichtleistungen - trennen beide Teams gefühlte Welten. Kopfmüdigkeit machte Sportdirektor Jens Todt nach dem 0:4 in Augsburg aus, Trainer Markus Gisdol sprach von einer "kleinen Delle", die er kommen gesehen habe. Der Grund für die Müdigkeit oder die Delle sei womöglich darin zu sehen, dass der HSV bei seiner irren Aufholjagd über die Maßen Körner gelassen habe, mutmaßten die Verantwortlich. Doch irgendwie will man das nicht so ganz gelten lassen, wenn man bedenkt, dass die Hamburger Sommer- und Wintertransferfenster zusammengenommen rund 40 Millionen Euro in ihren Kader gesteckt haben. Es ist müßig zu erwähnen, dass Freiburger, Augsburger, Ingolstädter, Darmstädter, Mainzer, Kölner oder Bremer das nicht getan haben... #kruseforballondor

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