Nach Ausschreitungen: Fanklub greift Watzke an

Von SPOX
Montag, 06.02.2017 | 08:47 Uhr
Hans-Joachim Watzke wurde von RBL-Fans verbal attackiert

Nach den Attacken der Dortmunder Fans auf angereiste Leipzig-Anhänger am Rande des Bundesliga-Spiels am Samstag hatte sich der BVB bereits von den Aktionen distanziert und diese scharf verurteilt. Einem RBL-Fanklub reicht das aber nicht. Er gibt Hans-Joachim Watzke in einem offenen Brief die Schuld.

Mehrere Fans aus Leipzig waren bei den Angriffen verletzt worden, auch mehrere Polizisten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Dortmund hatte bereits eine Null-Toleranz-Politik angekündigt - aber die Bornaer Bullen sehen die Schuldigen auch in der BVB-Vereinsführung.

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In der Red Bull Arena in Leipzig würden gegnerische Fans "durchaus auch auf Ablehnung" stoßen, "jedoch werden Sie von uns Fans respektvoll und ohne Hass empfangen". Watzke dagegen stehe "persönlich zumindest moralisch für Gewalt- und Hassexzesse Ihrer Anhänger gegenüber den RB Leipzig-Fans. Sie schüren öffentlich Hass in Bezug zu RB Leipzig".

"Wie Schlachtvieh" gefühlt

Die 1.000 angereisten Fans seien "bespuckt, mit Dosen, Ketchupflaschen, Farbbeuteln und Leuchtraketen beschossen" worden: "Wir Fans kamen uns vor wie Schlachtvieh, begleitet von zerfleischenden Tieren und applaudierenden Traditions Fans, die zum Schlachthof getrieben werden!" Daran sei auch das fehlende Sicherheitskonzept des Vereins schuld. Die zu nehmenden Routen aus dem Stadion seien nicht angegeben und nicht abgesperrt worden.

Der Verein habe zu wenig Informationen für die Gästefans bereit gehalten. "Wir waren im Anschluss genauso schutzlos ausgeliefert, wie auf dem Hinweg. Auch hier gab es Ausschreitungen, Übergriffe und Diebstähle des Hab und Guts", heißt es weiter.

Den Schuldigen wollen die Bornaer Bullen klar in Hans-Joachim-Watzke erkannt haben: "Sie persönlich sind verantwortlich für den Hass, der uns entgegen schlug! Sie persönlich schüren unter den Fußballanhängern nicht nur Rivalität und Abneigung, sondern Gewaltpotential." Er solle "öffentlich persönlich mindestens die moralische Verantwortung für die Gewaltexzesse" der Fans übernehmen. Zudem werfen sie dem 57-Jährigen Doppelmoral vor: "Sie und Ihre Fans sind das, was man mit Geld nicht kaufen kann? Wie kann man denn Aktien Ihres Unternehmens erwerben?"

Watzke habe "Hass gesäht" [sic] und sei dafür verantwortlich, dass das Spiel in Leipzig im kommenden Jahr als Hochsicherheitsspiel deklariert werden wird. Beim nächsten Gastspiel der Bullen in Dortmund stehe er besonders in der Pflicht: "Versprechen Sie vor laufenden Kameras, dass wir Fans des RB Leipzig beim nächsten Gastspiel in Dortmund sicher und gesund von Parkplätzen und Sonderzug zum Stadion und wieder zurück kommen! Sorgen Sie persönlich dafür, dass dies auch so umgesetzt wird. Stehen Sie persönlich für dieses Desaster vor laufenden Kameras ein!"

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