"Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden"

SID
Sonntag, 05.02.2017 | 20:14 Uhr
Torsten Frings ist nach der Niederlage von Darmstadt in Frankfurt sauer
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Nach der Niederlage bei Eintracht Frankfurt ist Darmstadt-Trainer Torsten Frings sauer auf den Unparteiischen. Bei Werder Bremen ärgern sich die Protagonisten über die Abwehr. Markus Gisdol hat nach dem Siegtreffer von Kyriakos Papadopoulos nur lobende Worte für seinen Verteidiger. Beim FC Bayern München herrscht Unzufriedenheit und Thomas Tuchel kann sich über den Sieg von Borussia Dortmund sichtlich freuen.

Eintracht Frankfurt - SV Darmstadt 98 2:0

Torsten Frings (Trainer Darmstadt 98) ...

... zu den beiden Elfmeterszenen: "Wir hätten 1:0 führen müssen, dann hätte ich gerne gesehen, was die Frankfurter machen. Nach dem 1:0 war das Spiel dann entschieden, durch einen Elfmeter, der keiner war. Der Schiedsrichter hat das Spiel ganz klar entschieden. Das war nicht nur heute so, auch gegen Köln haben wir einen ganz klaren Elfmeter nicht bekommen. Ein gern gesehener Gast in der Liga sind wir bei den Schiedsrichtern nicht."

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt) ...

... zu den beiden Elfmeterszenen: "Bei unserem Elfmeter sieht man ganz klar, dass unser Spieler gehalten wird. Unser Spieler geht mit dem Körper rein. Wenn er den Elfmeter in der ersten Halbzeit für Darmstadt pfeift, dann können wir uns nicht beklagen."

Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt) ...

... zum Spiel: "Es war definitiv ein sehr schweres Spiel. Wir wussten, dass wir die eine Chance nutzen müssen. Ich bin hochzufrieden. Den Elfmeter kann man geben, er hält und zieht."

... zur sportlichen Lage: "Intern ist es so, dass wir sagen, wir wollen jedes Spiel gewinnen. Zu gegebener Zeit werden wir uns schon neue Ziele stecken. Im Moment sind wir froh, dass es jetzt so stabil bei uns läuft."

FC Augsburg - Werder Bremen 3:2

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Ich glaube immer daran, dass man so ein Spiel noch drehen kann. Die Mannschaft hat viel Energie und Willen gezeigt. Das war richtig gut. So ein Sieg stärkt natürlich das Selbstbewusstsein. Boba (Raul Bobadilla, d. Red.) hat noch nicht ganz die Fitness, aber er hat gezeigt, wie wichtig er für uns ist und dass er dem Gegner wehtun kann. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft, aber natürlich gibt es noch das eine oder andere zu verbessern."

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Das fühlt sich extrem schwer und bitter an - nach diesem Spielverlauf. Selbst mit dem 2:2 wäre ich nicht zufrieden gewesen. Bis zum 2:1 haben wir das Spiel kontrolliert, da war ich mit der Spielanlage sehr zufrieden. In den entscheidenden Momenten müssen wir aber besser verteidigen. Ansonsten kann ich der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und voller Überzeugung nach vorne gehen, um die nötigen Erfolgserlebnisse einzufahren. Wir konnten die Tabelle auch schon vorher lesen. Es wird ein enges Rennen bis zum Schluss und eine längere Reise."

Raul Bobadilla (FC Augsburg): "Ein besseres Gefühl gibt es nicht. Wir haben gekämpft bis zum Ende und die Köpfe nie nach unten genommen."

Hamburger SV - Bayer Leverkusen 1:0

Markus Gisdol (Trainer Hamburg): "Es war gut von meiner Mannschaft, dass sie nicht in die Fallen des Gegners getappt ist. Auch nach der unangenehmen Niederlage in Ingolstadt habe ich immer hundertprozentig an meine Spieler geglaubt. Kyriakos Papadopoulos war nicht nur unser entscheidender Torschütze, er hatte auch das Herz und die Mentalität, um die anderen mitzuziehen."

Jens Todt (Sportchef Hamburg): "Wir müssen demütig bleiben, wenn auch nach den vielen Nackenschlägen jetzt gerade die Freude überwiegt."

Rene Adler (Hamburg): "Das war ein guter Spiegel: Wir können nur mit einem großen Abreibungskampf punkten. Anders geht es einfach nicht."

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Roger Schmidt (Trainer Leverkusen): "Es war enttäuschend, dass wir uns in den Zweikämpfen so gut wie gar nicht durchsetzen konnten. Eigentlich hatten wir nur eine einzige Torchance. Das ist einfach zu wenig. Hakan Calhanoglu hat uns natürlich in vielen Situationen gefehlt."

Stefan Kießling (Leverkusen): "Wir haben ein ganz schlechtes Spiel abgeliefert. Wir hatten nur einen Torschuss, das sagt alles. Einfach zu wenig."

FC Bayern München - Schalke 04 1:1

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Es war ein schweres Spiel, weil Schalke gut gespielt hat. Wir hatten einen guten Start. Danach waren wir aber nicht so kompakt, auch im Mittelfeld. Die zwei Linien waren zu weit auseinander. Da müssen wir besser zusammenarbeiten, es ist keine Frage der Qualität. Wir haben es nicht geschafft, Bälle zu erobern. Deshalb hatten wir keine Kontrolle. Nur am Schluss konnten wir den Druck etwas erhöhen, aber es war nicht genug."

Philipp Lahm (Kapitän Bayern München): "Die Mannschaft muss sich bewusst sein, dass man die nächsten Wochen so nicht agieren kann, sonst sind wir ganz schnell in mehreren Wettbewerben auf einmal raus."

Manuel Neuer (Torwart Bayern München): "Natürlich geht es immer um das Resultat, aber es geht auch um die Art und Weise. Gerade die erste Halbzeit war nicht so, wie man sich das vorgenommen hat. Das bleibt am Ende stehen. Man kann nicht immer so ein Glück haben wie gegen Freiburg."

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Unser Plan wäre zu 100 Prozent aufgegangen, wenn wir gewonnen hätten. Aber wir können sehr zufrieden sein. Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gezeigt, auch den frühen Rückstand gut weggesteckt. Wir hätten vor der Pause sogar in Führung gehen müssen. In der zweiten Hälfte sind wir unter Druck geraten. Dass du gegen diese individuelle Qualität der Bayern auch Glück brauchst, ist klar. Wir können mit diesem Punkt sehr gut leben."

Benedikt Höwedes (Kapitän FC Schalke 04): "Wir waren mutig, haben gut Fußball gespielt und jeder wollte den Ball haben. Auch von der Führung der Bayern haben wir uns nicht beeindrucken lassen. Wir hätten dann durchaus mit einer Führung in die Pause gehen können. Nach der zweiten Halbzeit geht das Unentschieden in Ordnung."

1. FC Köln - VfL Wolfsburg 1:0

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Es war nicht überraschend, dass es für uns ein schweres Spiel war. Wir haben natürlich wahrgenommen, dass es im vergangenen Spiel nicht ideal lief für die Wolfsburger, aber wir wissen um ihre Qualität. Ich bin beeindruckt davon, wie meine Mannschaft das Spiel angenommen und wie sie alles versucht hat, um dieses Spiel zu gewinnen. Eine außergewöhnliche Leistung. Es ist eine neue Situation für uns, dass wir in der Tabelle weiter oben stehen. Wir wollen uns da oben festsetzen."

Valerien Ismael (Trainer VfL Wolfsburg): "Das war ein sehr starkes Auswärtsspiel meiner Mannschaft, sie hat eine Reaktion gezeigt nach dem Augsburgspiel. Wir haben kaum Torchancen zugelassen und waren sehr stabil. Dann kommt die Elfmeterszene, die kein Elfmeter war. Das ist sehr ärgerlich, dass wir durch eine solche Situation das Spiel verlieren. Es war ein typisches 0:0-Spiel, das wir am Ende verlieren. Wir sind aufgrund des Ergebnisses enttäuscht, aber mit dem Spiel an sich sind wir zufrieden. Es war viel besser als in der vergangenen Woche gegen Augsburg."

Hertha BSC - FC Ingolstadt 1:0

Pal Dardai: (Trainer Hertha BSC): "Wir haben das heute gut verteidigt. Aber wir haben es verpasst, das zweite Tor zu machen. Die Jungs haben vorbildlich gekämpft. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Dieser Platz ist nicht zum Fußball spielen da, der war nur für lange Bälle."

Maik Walpurgis (FC Ingolstadt): "Das frühe Gegentor war schwer zu verkraften. In der zweiten Halbzeit steht Hertha sehr gut organisiert da. Sie haben uns das Leben schwer gemacht. Wir hatten trotzdem eine Phase, in der wir das 1:1 verdient gehabt hätten. Leider ist uns das Tor nicht gelungen. Ich muss meiner Mannschaft für einen couragierten Auswärtsauftritt trotzdem ein Kompliment aussprechen."

Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg 3:0

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Natürlich war es in der Höhe zu hoch. Wenn Freiburg nach der Halbzeit ein Tor macht, wird es richtig schwer für uns. Das 1:0 war für uns ein Dosenöffner. Sieben Punkte aus drei Spielen, darüber bin ich sehr froh."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war ein intensives Spiel. Wir hätten in der zweiten Halbzeit ein Tor machen müssen. Wir haben hart gearbeitet. Ich bin mit der Leistung einverstanden."

TSG 1899 Hoffenheim - FSV Mainz 05 4:0

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Zu Beginn sind wir schwer ins Spiel gekommen. Das frühe Tor hat uns gut getan. In den letzten 20 Minuten waren wir dann schon gut. Aber der Gegner ist schlechter weggekommen als er war."

Martin Schmidt (Trainer FSV Mainz 05): "Am Ende war es ein bittere Klatsche. Ich brauche über nichts zu diskutieren, die Niederlage war verdient. Wir waren zu lieb und zu brav."

Borussia Dortmund - RB Leipzig 1:0

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Sieg: "Es war ein 4:0 verkleidet als 1:0. Wir haben auf einem hohen Niveau verteidigt, überragend umgeschaltet und nur vergessen, den Deckel draufzumachen. Es war ein hochverdienter Sieg, der sich überragend anfühlt."

... zur Frage nach Mario Götze: "Nein, das ist kein Thema nach dem Spiel, dass wir einen Ersatzspieler rauspicken und darüber reden. Das ist der völlig falsche Zeitpunkt."

... zur Aussage von Leipzig-Boss Mintzlaff, dass er froh sei, dass Tuchel nicht Trainer in Leipzig geworden sei: "Ich habe es bemerkt und bin erschrocken. Ich habe in meinem Sabbatical mehrere Gespräche mit Leipzig und Ralf Rangnick geführt. Ein einziges Mal war Herr Mintzlaff dabei. Ich dachte die ganze Zeit, dass er der Assistent von Ralf ist. Deshalb habe ich mich erschrocken. Da habe ich die Visitenkarte wohl nicht richtig durchgelesen."

... zu seiner Gestik nach dem Spiel: "Das ging an irgendeinen Betreuer, der in meine Richtung gejubelt hat. Das kann man sich natürlich komplett sparen, aber es ist auch nicht so schlimm."

Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wir haben das Spiel gewonnen, am Ende zählt nur das. Wenn ich eine von den zwei oder drei Chancen mache, dann brauchen wir über die Abseitssituation nicht mehr sprechen. Die Chancen muss ich alle machen - fertig aus. Wir haben ein kampfbetontes Spiel gesehen, das wir angenommen haben. Der Sieg geht in Ordnung."

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Es ist keine Frage, dass Dortmund heute den Sieg verdient hat. Unsere einzige Chance wäre der Lucky Punch zum Schluss gewesen. Darauf haben wir hingearbeitet. Es war das erste Mal, dass wir in dieser Konstellation aufgelaufen sind. Wir haben uns heute sehr teuer verkauft und mit Leidenschaft dagegen gehalten. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft."

... zur Gestik von Tuchel nach dem Spiel: "Er wollte wahrscheinlich hören, was ich sage. Ich habe nur fragen wollen, ob er sich sicher ist, dass es Abseits ist. Unser Verhältnis ist glaube ich gut, ich habe kein Problem mit ihm."

Davie Selke (RB Leipzig): "Wir wussten, dass es sehr schwer heute wird und dass Dortmund eine riesen Qualität hat. Aber wir können nichtsdestotrotz stolz sein. Wir haben alles gegeben."

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