Der DFB muss endlich handeln

Montag, 06.02.2017 | 14:28 Uhr
Sorgt nicht nur für eine tolle Stimmung: Die Dortmunder Südtribüne
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
La Liga
Sa23.12.
El Clasico auf DAZN:
Real Madrid vs. Barcelona
FIFA Club World Cup
Casablanca -
Urawa
FIFA Club World Cup
Gremio -
Pachuca
Coupe de la Ligue
Toulouse -
Bordeaux
Serie A
Genua -
Atalanta
Coppa Italia
Inter Mailand -
Pordenone
Premier League
Huddersfield -
Chelsea
Coupe de la Ligue
Monaco -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Watford (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Stoke (DELAYED)
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV Eindhoven
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian – Glasgow Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo Funchal
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Napoli -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
Saint-Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Strasbourg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennaiyin -
Kerala Blasters
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheff Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
Roma
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II

Beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig präsentierte die Südtribüne am Samstagabend zahlreiche Transparente, die den Aufsteiger und seine Verantwortlichen verunglimpften. Ein rigoroses Vorgehen des DFB hätte diese Auswüchse bereits im Vorfeld verhindern können. Eine SPOX-Meinung von Redakteur Jochen Tittmar.

Es steht nicht zur Debatte: Die Übergriffe Dortmunder Anhänger auf Fans von RB Leipzig im Vorfeld des Bundesligaspiels am Samstagabend sind aufs Schärfste zu verurteilen. Die Geschehnisse, die in der sogenannten Anmarschphase zum Stadion beobachtet wurden, sind aktuell Bestandteil polizeilicher Ermittlungen. Es bleibt in erster Linie inständig zu hoffen, dass die Täter am Ende auch tatsächlich ermittelt und verurteilt werden.

Eine thematisch dazu passende, aber dennoch anders gelagerte Sachlage betrifft das Meer an Transparenten, in das die Südtribüne kurz vor Anpfiff der Partie gehüllt wurde. Nicht bei der Anzahl, sondern beim Inhalt schossen die schwarzgelben Initiatoren reichlich über das Ziel hinaus.

In einem Fußballstadion gilt das Recht zur freien Meinungsäußerung, eine Ablehnung gegen das Konstrukt RB Leipzig darf dort zweifelsfrei geäußert werden. Ein Fußballstadion erwirkt dadurch aber noch lange nicht den Status eines rechtsfreien Raums. Derbste Beleidigungen gegen bestimmte Personen haben mit den Dimensionen eines geordneten und sinnhaften Protests nichts zu tun.

Die Position der Dortmunder Fanszene gegenüber dem Verein aus Sachsen ist hinlänglich bekannt. Dass das erste Heimpflichtspiel gegen diesen Klub dann dazu genutzt wird, um der Ablehnung ein weiteres Mal vehement Ausdruck zu verleihen, war vorhersehbar und hätte niemanden überraschen dürfen - weder Veranstalter, noch Polizei.

Aber erst Recht nicht den DFB. Nicht zum ersten Mal hat das Sportgericht des Verbands die Dortmunder Fans für ihr Verhalten auf Bewährung gesetzt. Schon im März 2014 wurde der BVB nach diversen Vergehen aufgrund des Einsatzes von Pyrotechnik zu einer Geldstrafe sowie einem Teilausschluss der Südtribüne verurteilt.

Damals kam es in der siebenmonatigen Bewährungszeit zu keinem schwerwiegenden Wiederholungsfall. Zuletzt im Juli 2016 sanktionierte der DFB die Borussia erneut. Die Vergehen: mehrere pyrotechnische Vorfälle, aber auch ein Blocksturm während des Pokalendspiels oder die Tennisballwürfe während des Pokalspiels in Stuttgart. 75.000 Euro hoch war der Strafbetrag diesmal, die Androhung eines Bundesliga-Heimspiels unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit wurde erneuert, die Bewährungszeit bis zum 31. Mai 2017 verlängert.

Nun lässt sich trefflich darüber streiten, wann ein solch schwerwiegender Wiederholungsfall überhaupt vorliegt. Reicht ein weiterer Pyro-Auftritt schon aus oder müssen es eher derer zwei oder drei sein? Wie geht man mit der Tatsache um, dass ein Teil der BVB-Fans Wiederholungstäter sind? Das Vorgehen des DFB wirkt schwammig und wenig stringent.

Denn: Eine Woche vor der Partie gegen Leipzig, nämlich am Sonntag beim Auswärtsspiel in Mainz, brannte es im Dortmunder Block lichterloh. Auch das im Grunde keine komplette Überraschung. Schließlich sollte bekannt sein, dass beim ersten Auswärtsauftritt im neuen Jahr einige Fanszenen den Einsatz von Pyrotechnik glorifizieren.

Der DFB hätte deshalb aber bereits im Vorfeld des Topspiels gegen Leipzig harte Hand demonstrieren und am Samstagabend wie im Urteil angekündigt die Stehplatzbereiche 10 bis 15 der Südtribüne sperren müssen. Die Entscheidung des Verbands, das Abbrennen von Pyrotechnik in Mainz nicht als vergleichbares Vergehen zu interpretieren und stattdessen wohl eher ein weiteres Mal eine Geldstrafe auszusprechen, war inkonsequent und falsch.

Vielmehr erhärtet sich so der Verdacht, Verband und Liga wollten mit dieser Entscheidung das Hochglanzprodukt Bundesliga schützen. Eine in Dutzenden Ländern vielbeachtete Begegnung wie jene zwischen Dortmund und Leipzig mit einer deutlich sichtbaren Lücke auf Europas größter Stehplatztribüne auszutragen, hätte ein Bild abgegeben, das offensichtlich niemand transportiert sehen wollte.

Um dem willkürlichen Auftreten dieser Minderheit an Dortmunder Anhängern - wohlgemerkt innerhalb des Stadions - Einhalt zu gebieten, hätte der Verband die heilige Kuh vom Eis nehmen und die entsprechenden Bereiche der Südtribüne sperren müssen. Nach den Auswüchsen vom Samstagabend ist dieser Schritt nun überfällig. Und wer weiß, vielleicht trägt er langfristig gesehen sogar zu einer (Teil-)Lösung des Problems bei.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung