"Vielleicht ruft Manchester United nie mehr an"

Donnerstag, 02.02.2017 | 13:59 Uhr
Lukas Hradecky ist einer der stärksten Keeper der Bundesliga
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Lukas Hradecky ist einer der stärksten Torhüter der Bundesliga und ein Garant für die erfolgreiche Saison von Eintracht Frankfurt. Im Interview spricht der Finne unter anderem über ein Angebot von Manchester United, die kulturellen Vorzüge Deutschlands und den multinationalen Eintracht-Kader.

SPOX: Herr Hradecky, Sie sind im finnischen Turku aufgewachsen. Dort ist Eishockey und nicht Fußball Sportart Nummer eins. Haben Sie selbst auch einmal den Puck gejagt?

Lukas Hradecky: Auf jeden Fall. Jedes Kind in Finnland spielt in seiner Freizeit Eishockey, das bietet sich aufgrund der Kälte einfach an.

SPOX: Ihr Vater zog einst wegen des Volleyballs gemeinsam mit der Familie von der Slowakei nach Finnland. Wie kam es vor diesem Hintergrund in Ihrer Kindheit dazu, dass Sie sich für den Fußball entschieden?

Hradecky: Ich habe viel Sport gemacht, Eishockey gespielt und Pesäpallo, eine finnische Form des Baseballs. Aber am meisten Spaß hatte ich immer beim Fußballspielen. Vielleicht war es ein bisschen Zufall oder Schicksal, dass der Fußballverein nah bei unserem Zuhause war. Dadurch habe ich mich dort früh angemeldet und war in einer Mannschaft. Auch mit meinen kleinen Brüdern habe ich immer gekickt.

SPOX: Hat sich von Anfang an abgezeichnet, dass Sie einmal Torhüter sein würden?

Hradecky: Als Kind probiert man alle Positionen aus. Da habe ich auch im Feld gespielt. Es war aber schon immer so, dass ich mich freiwillig gemeldet habe, wenn der Torwart ausgefallen ist. Irgendwann bin ich im Tor geblieben. Die Position hat mich schon immer fasziniert.

SPOX: Was reizt Sie an dieser Rolle?

Hradecky: Ich mag es nicht so gerne zu laufen. (lacht) Das war noch nie mein Fall, das konnten andere immer besser als ich. Im Ernst: Ich denke, dass ich als Torwart meine Stärken am besten einbringen kann, um der Mannschaft zu helfen.

SPOX: Ihre beiden Brüder Matej und Tomas sind ebenfalls Fußballer, aber keiner der beiden ist Torhüter. Beide spielen im Mittelfeld. Hat das mit frühkindlicher Prägung zu tun?

Hradecky: Ganz bestimmt spielt das mit rein. Als die beiden angefangen haben, Fußball zu spielen, stand ich bereits im Tor. Wenn wir zusammen gekickt haben, haben sie natürlich immer versucht, mir die Bälle reinzuschießen. Damals haben sie das nicht so oft geschafft, heute hätten sie vielleicht bessere Chancen. (lacht)

SPOX: Matej und Tomas spielen in Finnland bei SJK. Wie eng ist Ihr Kontakt zu den beiden?

Hradecky: Sehr eng. Das ist mit der heutigen Technologie zum Glück ohne großen Aufwand möglich. Wir haben eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe mit der Familie und schreiben einander jeden Tag.

SPOX: Haben Sie überhaupt regelmäßig die Möglichkeit, die beiden spielen zu sehen?

Hradecky: Ich versuche, mir so viele Spiele von ihnen anzusehen, wie ich kann. Manchmal spielen wir parallel, dann geht es natürlich nicht. Aber die Saison in Finnland fängt im April an und endet im Oktober. Das heißt, wenn ich Sommerpause habe, kann ich nach Hause fliegen und mir ihre Spiele live ansehen.

SPOX: Wie beurteilen Sie die sportliche Entwicklung der beiden? Trauen Sie ihnen den Sprung in eine der großen europäischen Ligen zu?

Hradecky: Sie sind beide gute Mittelfeldspieler mit einer starken Ballbehandlung und einem sehr präzisen Passspiel. Der jüngste, Matej, ist wahrscheinlich der talentierteste von uns allen und er ist erst 21. Ich traue ihm auf jeden Fall zu, sich noch weiterzuentwickeln - vielleicht nicht direkt in Spanien, England oder Deutschland. Aber er wird bestimmt eines Tages den nächsten Schritt in eine etwas bessere Liga machen, zum Beispiel nach Dänemark, wohin ich damals gewechselt bin.

SPOX: In jungen Jahren hatten Sie ein Angebot von Manchester United. Wie kam es damals zum Kontakt?

Hradecky: Ich war gerade erster Torhüter bei Esbjerg geworden. Da haben sie angerufen und mich eingeladen. Ich habe mir das Angebot angehört, aber mich dann entschieden, dass das nicht der richtige Schritt für mich ist. Ich wäre ja nicht erster Torwart geworden, sondern vielleicht die Nummer vier oder fünf.

SPOX: Ist das so einfach, einem der größten Klubs der Welt abzusagen? Spielt die Frage, ob man so eine Chance je wieder bekommen wird, in den Überlegungen eine Rolle?

Hradecky: Das war schon schwierig, das gebe ich zu. Aber mir war auch bewusst, dass ich noch kein gestandener Torwart war. Ich hatte gerade einmal ein paar Spiele in der dänischen Liga gemacht und war noch jung. Natürlich hatte ich große Ziele, aber dieser Schritt war in dem Moment einfach zu groß. Mein Vater hat mir dabei auch sehr geholfen.

SPOX: Inwiefern?

Hradecky: Er hat mich in der Entscheidung unterstützt, nicht dorthin zu wechseln, und mir geraten, kleinere Schritte zu machen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Jetzt bin ich 27. Vielleicht ruft Manchester United nie mehr an, aber ich bin Stammtorhüter in der Bundesliga und wenn ich zurückblicke, denke ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

SPOX: Sie sind erst einmal in der dänischen Liga geblieben. Wie schätzen Sie das Niveau dort im Vergleich zu Finnland ein?

Hradecky: Es war schon ein großer Unterschied, in Dänemark spielen einige richtig gute Mannschaften. Natürlich ist das Niveau nicht so hoch wie in Deutschland, aber beispielsweise die Kopenhagener Derbys zwischen Bröndby und dem FC sind meistens richtig gut. Für mich war Dänemark definitiv ein Schritt nach vorne.

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SPOX: Ihr Werdegang sah im Sommer 2013 nach dreieinhalb Jahren bei Esbjerg den Wechsel zu Bröndby vor. Dort haben Sie in der Saison 2014/2015 15 Mal zu Null gespielt. Das hat Sie einerseits wieder in die Notizbücher der internationalen Klubs gebracht und Ihnen andererseits den Spitznamen "Mr. Clean Sheet" eingebracht. Andere Medien bezeichnen Sie gerne als "Die Spinne". Welchen dieser beiden Spitznamen mögen Sie eigentlich lieber?

Hradecky: Am besten wäre natürlich eine Kombination aus beidem. (lacht) Beide Spitznamen passen gut zu meiner Rolle. "Die Spinne" bedeutet vielleicht, dass ich lange Arme und Beine habe, was als Torwart ja durchaus ein Vorteil ist. Wenn ich so darüber nachdenke, gefällt mir das am meisten.

SPOX: Durch Ihre starken Leistungen kamen im Sommer 2015 die Anfragen, unter anderem die von Eintracht Frankfurt. Was ging durch Ihren Kopf, als Sie das Angebot aus der Bundesliga bekamen?

Hradecky: Für mich war es ein Traum und auch ein Ziel. In den letzten Jahren in Dänemark habe ich immer wieder darüber nachgedacht, etwas Größeres zu probieren. Als die Anfrage der Eintracht kam, habe ich keine Sekunde nachdenken müssen. Natürlich mussten die Vereine einige Dinge miteinander klären, aber für mich war es eine einfache Entscheidung. Jetzt spiele ich in einer der besten Ligen der Welt und könnte nicht glücklicher sein. Hoffentlich bleibe ich gesund und kann noch zehn Jahre Bundesliga spielen.

Seite 1: Hradecky über seine Faszination für die Torhüterrolle und ein Angebot von Manchester United

Seite 2: Hradecky über die kulturelle Umstellung und die Kaderstruktur der Eintracht

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