Mittwoch, 16.11.2016

Hans-Joachim Watzke sieht größte Gefahr aus Spanien kommend

Watzke: "Wollen keinen Sozialismus im Fußball"

Hans-Joachim Watzke hat nichts gegen ungleiche Voraussetzungen in der Bundesliga. Darüber hinaus sprechen der BVB-Boss und Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in der Sport Bild über Spanien als neue Gefahr für die deutschen Klubs.

Laut Watzke arbeitet der BVB mit Hochdruck daran, von einem "Verkauf-Verein" zu einem "Kauf-Verein" zu werden: "Als ich anfing, hatten wir einen Umsatz von 75 Millionen und Bayern machte 300. Heute macht Bayern 570, 580 Mio., wir kratzen an der 400. Rein prozentual betrachtet, sieht die Entwicklung großartig aus, aber in absoluten Zahlen sind es immer noch 200 Mio. Unterschied. Solange das so ist, werden die Voraussetzungen immer ungleich bleiben. Das ist aber okay, wir wollen keinen Sozialismus im Fußball."

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Die neue Gefahr für die Liga-Elite kommt laut Watzke nicht aus England, sondern aus Spanien: "Bayern und der BVB werden mehr Probleme mit Barca oder Real bekommen, der Rest der Bundesliga mehr mit den mittelklassigen englischen Klubs. Unsere Spieler gehen ja nicht zu Stoke City - aber es gibt viele Bundesliga-Profis, die es für das doppelte und dreifache Gehalt machen würden. Das heißt: Wir bluten unter Umständen in der Spitze und in der Breite aus."

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In die gleiche Kerbe schlägt auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge: "Real Madrid hat gerade drei Verträge verlängert: Ronaldo soll 20,5 Mio. Euro netto verdienen - das bekommt in der Bundesliga nicht ein Spieler brutto! Da steckt ein Geschäftsmodell dahinter. Die wollen nicht, dass ihre Spieler aus England abgeworben werden."

Hasenhüttl kontert Watzke

Watzke ließ sich, angesprochen auf die 50+1-Regel, zudem zu einer Spitze gegen Aufsteiger RB Leipzig hinreißen: "Bei Rasenballsport, wie sie ja tatsächlich heißen, haben wir das erste Mal - auch im Gegenteil zu Hoffenheim oder Wolfsburg - den Fall, dass da nichts, aber auch gar nichts historisch gewachsen ist. Da wird Fußball gespielt, um eine Getränkedose zu promoten."

RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl konterte. "Ich verschenke keinen einzigen Gedanken daran, dass es uns nur deshalb gibt, um eine Dose zu performen. Das wäre schade", sagte der Österreicher: "Ich sehe stattdessen die Euphorie und die Freude, die wir in der Stadt verbreiten. Das ist für mich der allerwichtigste Antrieb. Man sollte uns schon die Chance geben, die Menschen auf unsere Art und Weise glücklich zu machen."

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