Schalke-Manager Christian Heidel im Interview

"Sie haben schon die Weinkarte vergrößert"

Montag, 21.11.2016 | 08:55 Uhr
Christian Heidel wechselte vor der Saison von Mainz nach Gelsenkirchen
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
S04-M05: Jetzt die Highlights anschauen!
A-League
Live
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Christian Heidel war lange Jahre beim 1. FSV Mainz 05, ehe ihn traurige Ereignisse dazu brachten, doch noch einmal etwas anderes sehen zu wollen. Der Manager des FC Schalke 04 spricht im Interview über sein neues Leben, Transfers in Badehose und Deutschland-Spiele im Fanblock.

Hier geht's zu Teil 2 des Interviews mit Christian Heidel

SPOX: Herr Heidel, all Ihre Weggefährten betonen immer wieder, Sie seien trotz der Erfolge mit dem 1. FSV Mainz 05 und Ihrem Aufstieg als Manager auf dem Boden und so normal wie früher geblieben. Warum fällt Ihnen das offensichtlich leicht?

Christian Heidel: Weil ich mir gar keine Alternative dazu vorstellen kann. Man muss doch kein anderer Mensch werden, nur weil man sich in seinem beruflichen Umfeld weiterentwickelt und häufiger als zuvor im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. Die Freunde vor meiner Managertätigkeit sind auch heute noch meine Freunde. Es sind natürlich zum Glück in den 25 Jahren noch einige dazu gekommen.

SPOX: Gäbe es in Ihrer Position gewisse Versuchungen, weshalb man abzuheben drohen könnte?

Heidel: Es hängt vom Umgang mit der Sache ab. Ich habe mir noch nie etwas auf Bekanntheit eingebildet. In Mainz kenne ich jeden und bin ich von ganz unten mitgewachsen. Meine dortige Tätigkeit habe ich nie als Job angesehen. Daher war es mir auch wichtig, nun einen Klub zu finden, mit dem ich mich wieder emotional verbinden kann. Diese Chance sah ich auf Schalke.

SPOX: Gibt es irgendein privates Ritual, das Sie bis heute durchziehen?

Heidel: Ich habe Freundschaften schon immer sehr gepflegt. Das ist mir sehr wichtig. Ich habe beispielsweise zu jeder Zeit versucht, meine Freunde am Geburtstag zu besuchen und bin dann öfter auch mal als Überraschungsgast aufgetreten. Einen Freund kann man nicht bloß eine Woche lang kennen. Dann findet man sich vielleicht sympathisch, echte Freundschaften wachsen jedoch über Jahre. Mir geben sie zusammen mit meiner Familie auch Rückhalt und innere Kraft. Es gibt ja eben nicht nur schöne Tage im Leben. Daher hat es mich auch so getroffen, als drei enge Freunde innerhalb von sechs Monaten auf einmal gestorben sind.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

SPOX: Inwiefern haben diese Ereignisse auch etwas an Ihnen verändert?

Heidel: Es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich saß bei einer Beerdigung in der Kapelle und habe den Sarg vor mir stehen sehen. Da sollte man sich ja eigentlich Gedanken um den Verstorbenen machen. Ich habe mich aber dabei ertappt, wie ich über mich selbst nachgedacht habe. Es hätte mich ja rein theoretisch genauso gut treffen können.

SPOX: Welche Art Gedanken waren das?

Heidel: Beispielsweise ob ich mit meinem Leben zufrieden bin. Da konnte ich einen großen Haken dran gemacht, da ich privat und beruflich sehr glücklich war. Ich habe mir jedoch die Frage gestellt, ob ich in meinem Leben nicht noch einmal irgendetwas anderes machen möchte. Nach der zweiten Beerdigung habe ich meiner Lebensgefährtin gesagt: Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben noch einmal total verändern möchte. Die Überraschung stand ihr ins Gesicht geschrieben

SPOX: Ging die Familie von Anfang an mit oder gab es da auch Einwände?

Heidel: Ohne Familie wäre der Schritt für mich ausgeschlossen gewesen. Mir ging es darum, noch einmal einen richtigen Schnitt zu machen. Ich wollte auch nicht in Mainz wohnen bleiben und pendeln. Ich wollte komplett weg, mir ein neues Zuhause suchen und dass meine dreijährige Tochter hier in den Kindergarten geht oder meine Eltern und Freunde mich hier besuchen kommen. Ich wollte eine neue Aufgabe, neue Fragestellungen und Herausforderungen, die mit dem FSV nicht vergleichbar sind. Ich habe keine Chance gesucht, mich irgendwie zu verbessern. Das würde Mainz 05 auch in keiner Weise gerecht.

SPOX: Hätten Sie diese "Erleuchtung" auch gehabt, wenn es diese traurigen Geschehnisse um Ihre drei Freunde nicht gegeben hätte?

Heidel: Ich glaube nicht. Ich habe in Mainz nichts vermisst und konnte mir eigentlich nicht vorstellen, meinen Verein und meine Heimat zu verlassen. Der Wohlfühleffekt ist für mich extrem wichtig und der war in Mainz sehr ausgeprägt. Natürlich gab es hin und wieder mal Kontakt zu anderen Klubs, aber es ist immer bei einem Telefonat geblieben. Jeder hat meine Gründe nachvollziehen können. Es war keine Entscheidung gegen Mainz und für Schalke, sondern eine für etwas ganz Neues. Ich hatte den inneren Entschluss auf Veränderung eigentlich gefällt, da wusste ich ja von Schalke noch überhaupt nichts.

Seite 1: Heidel über persönliche Schicksalsschläge und eine "Erleuchtung"

Seite 2: Heidel über Transfers in Badehose und Deutschland-Spiele im Fanblock

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung