Dienstag, 04.10.2016

Bundesliga: Check der Neuzugänge, Teil 1

Kein Super-Mario, kein Zirkus Haligalovic

Mit Beginn der zweiten Länderspielpause hat die Bundesligasaison 2016/2017 die Startphase beendet, nach sechs Spieltagen haben sich erste Entwicklungen abgezeichnet. Das gilt nicht nur für die Tabelle, sondern auch für die zahlreichen Neuzugänge der Klubs. SPOX wirft einen Blick auf die Neuen der 18 Vereine. Los geht es mit den Teams, die derzeit auf Rang 18 bis 13 stehen.

HSV, Hamburg, Logo, Wappen

Hamburger SV

Filip Kostic (für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart)

Hamburgs Rekordtransfer legte ein vielversprechendes Debüt gegen Ingolstadt hin, ging in den folgenden Spielen aber mit dem Rest des Teams unter oder schlug sich mit Leistenproblemen herum, was ihn das Spiel gegen die Bayern (0:1) und die Startelf gegen Freiburg (0:1) kostete. Noch fehlt den Tempodribblings und Flankenläufen des 23-jährigen Serben die Präzision im ohnehin kränkelnden Offensivspiel des HSV. Torgefahr? Gleich null. Beim Debüt von Markus Gisdol gegen Hertha BSC (0:2) wechselte er erstmals vom linken auf den rechten Flügel, kam über zarte Ansätze aber nicht hinaus.

Douglas Santos (für 7,5 Millionen Euro von Atletico Mineiro)

Der Olympiasieger von Rio verdrängte Matthias Ostrzolek spontan von dessen Platz auf der linken Seite der Viererkette und spielte vier Mal in Folge durch. Der 22-Jährige, im vergangenen Jahr als bester Spieler auf seiner Position in der brasilianischen Liga ausgezeichnet, deutete an, dass er seine Stärken eher in der Offensive hat und eine Bereicherung für den HSV darstellen kann. In der Rückwärtsbewegung noch mit Schwächen. Doch wer hat die nicht in einer durch und durch verunsicherten Mannschaft?

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Alen Halilovic (für 5 Millionen Euro vom FC Barcelona)

Die Vorschusslorbeeren waren gewaltig, der Hype enorm. Sein Tor in der ersten Pokalrunde in Zwickau (1:0) erzielte er dann prompt auch noch in bester Messi-Manier. Ansonsten heißt das Motto: Viel Lärm um Alen! Gisdol - kaum in Hamburg angekommen - ist schon genervt vom Getue um den Jungspund. Vorgänger Labbadia war das ebenfalls und gleichzeitig nicht allzu beeindruckt vom Trainingseifer des 20-jährigen Kroaten. Die Konsequenz: Vor dem Bayern-Spiel flog Halilovic aus dem Kader. Sportlich? Der Youngster ist noch überhaupt nicht beim HSV angekommen. Bei fünf Kurzeinsätzen fehlte jede Bindung zum Spiel. Gisdol wird gut daran tun, seinen Worten Taten folgen zu lassen und Halilovic behutsam aufzubauen.

Bobby Wood (für 3,5 Millionen Euro von Union Berlin)

Mit der Empfehlung von 17 Toren in der vergangenen Zweitligasaison kam der US-Nationalspieler zum HSV, verdrängte gleich mal Pierre-Michel Lasogga auf die Bank und traf sowohl am ersten als auch am zweiten Spieltag. Seitdem ist Funkstille. Insgesamt war der 23-Jährige lediglich an zehn Torschüssen in 473 Minuten Einsatzzeit beteiligt. In Berlin lief er erstmals als zweite Spitze neben Lasogga auf, eine Position, in der er seine läuferischen Qualitäten und seine Dynamik besser ausspielen können sollte, als als Alleinunterhalter in vorderster Linie.

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Luca Waldschmidt (für 1,3 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt)

Nach 15 Kurzeinsätzen ist der 20-Jährige nach Hamburg gekommen, um den nächsten Schritt zu machen. Bislang hatte er dazu aber kaum Gelegenheit. Gegen Freiburg stand der Offensivallrounder in der Startelf, konnte in einer schwachen Elf aber keine Akzente setzen.

Christian Mathenia (für 800.000 Euro von Darmstadt 98)

Der 24-jährige Keeper ist noch ohne jede Einsatzminute. Bei seinem Wechsel gab er klar das Ziel vor, früher oder später die Nummer eins beim HSV zu werden. Noch ist aber kein Vorbeikommen an Rene Adler, auch wenn der nicht immer sattelfest wirkt.

Bakery Jatta (vereinslos)

Eine der Geschichten des vergangenen Sommers. Ohne seine Familie aus Gambia geflüchtet hinterließ Jatta bleibenden Eindruck im Probetraining und erhielt an seinem 18. Geburtstag einen Profivertrag beim HSV. Bislang stand er noch nicht im Kader der 1. Mannschaft, ließ aber mit zwei Doppelpacks in seinen ersten beiden Regionalligaspielen aufhorchen.

Frank Ronstadt (eigene Jugend)

Der 19-jährige gebürtige Hamburger ist in der Regionalligamannschaft des HSV gesetzt und agiert meist als Rechtsverteidiger. Stand wie Jatta noch nicht im Profikader.

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Ingolstadt, Logo

FC Ingolstadt 04

Marcel Tisserand (für 3 Millionen Euro vom AS Monaco)

Drei Millionen Euro, Rekordtransfer! Ganz kurz vor Ende der Transferperiode verstärkte sich der FCI mit Tisserand. Der 23-jährige Innenverteidiger weist bereits reichlich Ligue-1-Erfahrung auf, bestritt die vergangene Saison als Stammspieler des FC Toulouse. Stammspieler darf er sich auch bei Ingolstadt nennen. Seit seiner Ankunft bestritt er alle Spiele von Beginn an, Seite an Seite mit Kapitän Marvin Matip. Das tat er größtenteils unauffällig und durchschnittlich.

Florent Hadergjonaj (für 2 Millionen Euro von Young Boys Bern)

"Er ist ein großes Talent im Schweizer Fußball und hat sich in Bern zum Stammspieler entwickelt. Trotz seines jungen Alters verfügt er schon über nationale und internationale Erfahrung", sagte FCI-Sportdirektor Thomas Linke bei seiner Ankunft über Hadergjonaj. Zeigen durfte sie der 22-jährige Rechtsverteidiger noch nicht, zwei Mal schaffte er es immerhin in den Kader. Die zwei Millionen Euro Ablöse sind eine Investition für die Zukunft.

Robert Leipertz (für 1,5 Millionen Euro vom FC Schalke 04)

15 Minuten sind der bisherige Arbeitsnachweis von Leipertz, zwei Mal wurde der neue Rechtsaußen in dieser Saison eingewechselt. Nachhaltigen Eindruck konnte er dabei noch nicht hinterlassen. Sein großes Potenzial wies Leipertz in den vergangenen beiden Spielzeiten beim 1. FC Heidenheim nach: 18 Treffer, 16 Vorlagen waren ein starkes Bewerbungsschreiben, das den FCI dazu animierte, zwei Millionen Euro zu bezahlen.

14. Spieltag
15. Spieltag

Bundesliga, 14. Spieltag

Bundesliga, 15. Spieltag

Martin Hansen (für 950.000 Euro von ADO Den Haag)

Nach dem Abschied von Ramazan Özcan galt es, die Planstelle neben Örjan Nyland zu besetzen. Für eine knappe Million Euro kam Martin Hansen zu den Schanzern, musste sich bisher aber mit der Rolle als Nummer zwei begnügen.

Sonny Kittel (ablösefrei von Eintracht Frankfurt)

Kreuzbandriss, Knorpelschaden, Innenbandverletzung - Kittel hat mit seinen 23 Jahren bereits eine Verletzungsakte, die bedenklich stimmt. Dem einst hochgehandelten Talent und ehemaligen U-Nationalspieler verwehrte sie wohl einen steileren Karriereaufstieg. Der Frankfurter Jugend entstammend wagte Kittel in diesem Sommer ablösefrei einen Neuanfang in Ingolstadt, seitdem heißt es: Aufbautraining in Folge einer Verletzung.

Anthony Jung (per Leihe von RB Leipzig)

Am sechsten Spieltag war es für Jung endlich soweit: Erster Einsatz für seinen neuen Verein. Nach dem Aufstieg mit Leipzig sicherten sich die Schanzer per Leihe die Dienste des Linksverteidigers. Der 24-Jährige soll Platzhalter Markus Suttner fordern und zu neuen Höchstleitungen treiben.

Hauke Wahl (ablösefrei vom SC Paderborn 07)

Nach dem Zweitliga-Abstieg mit dem SCP schaffte Wahl den Sprung in einen Bundesliga-Kader, kam bisher aber noch nicht zum Zug. Einzig im DFB-Pokalspiel gegen Erzgebirge Aue kam Wahl zum Einsatz.

Nico Rinderknecht (ablösefrei aus der U19 von Eintracht Frankfurt)

Mit seinen 18 Jahren gilt Rinderknecht als Zukunftshoffnung für das defensive Mittelfeld. Zuletzt sammelte er Spielpraxis bei der Ingolstädter Reserve in der Regionalliga Bayern.

Fabijan Buntic (ablösefrei aus der U19 des VfB Stuttgart)

Erster Keeper der Ingolstädter Reserve ist Buntic seit seinem Wechsel aus der Jugend des VfB Stuttgart zum FCI. Bei den Profis stand er noch nicht im Kader.

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