Donnerstag, 06.10.2016

Bundesliga: Check der Neuzugänge, Teil 3

Anpassungsfreudige Bullen & wacklige Bayern

Mit Beginn der zweiten Länderspielpause hat die Bundesligasaison 2016/2017 die Startphase beendet, nach sechs Spieltagen haben sich erste Entwicklungen abgezeichnet. Das gilt nicht nur für die Tabelle, sondern auch für die zahlreichen Neuzugänge der Klubs. SPOX wirft einen Blick auf die Neuen der 18 Vereine. Im letzten Teil geht es um die Teams, die derzeit auf Rang 6 bis 1 stehen.

Leipzig, Logo, Wappen

RB Leipzig

Naby Keita (für 15 Millionen Euro von RB Salzburg)

Rekordtransfer der Roten Bullen und bereits eine absolute Stütze im Team des Aufsteigers. Wie er im Interview mit bundesliga.de feststellte, machte er mit seinem Tor in der 89. Minute am 2. Spieltag gegen den BVB "den Unterschied" und sorgte damit für den ersten Sieg der Leipziger Bundesligageschichte. An den Spieltagen vier und fünf lief er ebenfalls über die volle Spielzeit auf und sorgte immer wieder für kreative Momente im gefährlichen Umschaltspiel des Aufsteigers. Keita hat sich schnell etabliert und ist ein entscheidender Faktor für den starken Saisonstart der Sachsen.

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Oliver Burke (für 15 Millionen Euro von Nottingham Forest)

Burke kam kurz vor Transferschluss und legte gleich bei seinem ersten Einsatz das entscheidende Tor gegen den BVB auf. Bei seinem Startelfdebüt gegen Köln erzielte er dann auch seinen ersten Treffer. Wie Ralph Hasenhüttl bei Sport1 jedoch anmerkte, gibt es bei der Arbeit gegen den Ball noch große Defizite. Die ist jedoch das Grundgerüst des Leipziger Erfolgs und von daher könnte Burke in der Hinrunde noch häufig als Einwechselspieler eingesetzt werden. Hasenhüttl ist sich jedoch sicher, dass Burke "Potenzial für noch viel, viel mehr hat".

13. Spieltag
14. Spieltag

Bundesliga, 13. Spieltag

Bundesliga, 14. Spieltag

Timo Werner (für 10 Millionen Euro vom VFB Stuttgart)

Vier Scorerpunkte und Einsätze in bislang jedem Bundesligaspiel kann Timo Werner vorweisen. Der Wechsel vom VfB war die richtige Entscheidung und Werner hat sich schnell in der Offensivabteilung der Sachsen etabliert. Kein Wunder, ist er trotz seiner erst 20 Jahre mit 106 Einsätzen nach Marvin Compper (174) der Spieler mit der zweitgrößten Bundesligaerfahrung im Kader. Werner brillierte vor allem am 3. Spieltag beim 4:0 Sieg in Hamburg. Zur Halbzeit eingewechselt, erzielte er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Auch gegen Gladbach traf Werner und mit seiner hohen Geschwindigkeit zeigt er sich bislang als integraler Part in der gut geölten Pressingmaschine des Aufsteigers. Die zentralere Rolle bei Leipzig scheint besser auf seine Fähigkeiten ausgerichtet zu sein als die Flügelposition, die er beim VfB häufig bekleidet hat.

Bernardo (für 6 Millionen Euro von RB Salzburg)

Mit Bernardo kam ein weiterer Spieler vom "Farmteam" aus Salzburg. Geholt als variabler Defensivallrounder, spielt Bernardo bislang hauptsächlich als Rechtsverteidiger. Dort ist er trotz seines starken linken Fuß nach dem Kreuzbrandriss von Lukas Klostermann vorerst gesetzt. Auch weil Benno Schmitz bei seinem letzten Auftritt gegen Köln keinen guten Eindruck machte und Bernardo defensiv bislang eine fehlerfreie Runde spielte, winken dem Brasilianer weitere Einsatzzeiten. Offensiv scheint er außerdem von Spiel zu Spiel aktiver zu werden.

Gescheiterte Bundesliga-Stars im Ausland erfolgreich
Immer mehr internationale Topstars zieht es in die Bundesliga. Doch nicht alle, die mal in Deutschlands Oberhaus kickten, machten sich dauerhaft einen Namen. Dafür klappte es im Ausland plötzlich wieder. Wir haben eine Übersicht
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Arkadiusz Milik (SSC Neapel): Bei Bayer mit großen Hoffnungen als zweiter Lewandowski gehandelt, brachte auch eine Leihe beim FCA kein Glück. Erst bei Ajax gelang der Durchbruch. Die Folge: Neapel überwies diesen Sommer 32 Mio Euro
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Luuk de Jong (PSV Eindhoven): Reus weg, wer sorgt nun für die Tore? Diese Frage stellte sich Mönchengladbach anno 2012. Luuk de Jong war es schon mal nicht, trotz 12 Mio Ablöse. Dafür schießt er mittlerweile für die PSV die Eredivisie kurz und klein
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Marko Arnautovic (Stoke City): So wirklich warm wurden Werder und der extrovertierte Österreicher nie. Dafür klappt's bei Stoke City umso besser. Alleine letztes Jahr gab's 11 Treffer bei 6 Assists in der Premier League
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Oriol Romeu (FC Southampton): Vom 'kleinen Busquets' erhoffte sich der VfB Stuttgart im Jahr 2014 ein Upgrade im zentralen Mittelfeld. Doch Romeu wirkte notorisch überfordert. Beim FC Southampton mauserte sich der Ex-Barca-Kicker dagegen zum Stammspieler
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Teemu Pukki (Bröndby IF): In Finnland als großes Talent gehandelt, nervte Pukki die Schalker in der Europa League. Königsblau schlug zu, doch die Explosion blieb aus. Dafür freut sich Bröndby in dieser Saison über 15 Treffer in 19 Pflichtspielen
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Teemu Pukki (Bröndby IF): In Finnland als großes Talent gehandelt, nervte Pukki die Schalker in der Europa League. Königsblau schlug zu, doch die Explosion blieb aus. Dafür freut sich Bröndby in dieser Saison über 15 Treffer in 19 Pflichtspielen
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Pierre-Emile Höjbjerg (FC Southampton): Er sollte das nächste große Ding werden, doch Höjbjerg fasste selbst nach einem Wechsel zu S04 nie richtig Fuß in der Bundesliga. Die Saints überwiesen dem FCB dennoch 15 Mio Euro und bekamen einen Stammspieler
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Milan Badelj (AC Florenz): Irgendwann verlor der HSV die Geduld mit dem Kroaten und freute sich schließlich über ein 4-Mio-Euro-Angebot der Fiorentina. Doof nur, dass Mittelfeldspieler dort erst richtig aufdrehte
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Eren Derdiyok (Galatasaray): Leverkusen, Hoffenheim, Kasimpasa. Liest sich wie die Abfolge sportlicher Rückschritte, doch in der Türkei klappte es schließlich, sodass der Schweizer nun für Gala auf Torejagd gehen darf. Die Bilanz: 7 Spiele, 5 Tore.
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Eren Derdiyok (Galatasaray): Leverkusen, Hoffenheim, Kasimpasa. Liest sich wie die Abfolge sportlicher Rückschritte, doch in der Türkei klappte es schließlich, sodass der Schweizer nun für Gala auf Torejagd gehen darf. Die Bilanz: 7 Spiele, 5 Tore.
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Eljero Elia (Feyenorrd Rotterdam): Dass der Flügelflitzer kicken kann, daran bestand nie ein Zweifel. Nur die nötige Ernsthaftigkeit ging dem heute 29-Jährigen gerne ab. Bei Feyenoord ist das anders, obwohl auch dort Verletzungen nicht ausbleiben
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Eljero Elia (Feyenorrd Rotterdam): Dass der Flügelflitzer kicken kann, daran bestand nie ein Zweifel. Nur die nötige Ernsthaftigkeit ging dem heute 29-Jährigen gerne ab. Bei Feyenoord ist das anders, obwohl auch dort Verletzungen nicht ausbleiben
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Fagner (Corinthians): Der Rechtsverteidiger war im Zuge des zweiten Magath-Engagements zu den Wölfen gewechselt. Fand in einem aufgeblähten Kader kaum statt. Bei Corinthians blühte er auf, wurde Kapitän, Meister und zweimal in die Elf der Saison gewählt
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Kevin-Prince Boateng (UD Las Palmas): Spätestens nach dem Schalke-Fiasko hatte Boateng in der Bundesliga keine Zukunft mehr. Egal, denn dafür spielt er nun bei Las Palmas groß auf. Der Lohn: aufkommende Gerüchte über namhafte Interessenten
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Marcus Berg (Panathinaikos): Torschützenkönig mit sieben Treffern bei der U21-EM, 32 Tore für Groningen, nur beim HSV wollte es nicht klappen. Dafür bei Panathinaikos, das bisher in 117 Spielen, 71 Treffer vom Schweden bekam
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Adam Hlousek (Legia Warschau): Ungern erinnern sich die Fans des VfB an Verteidiger Adam Hlousek und rieben sich diese Saison kräftig die Augen: Legia Warschau mit Stammspieler Hlousek in der CL-Gruppenphase. Sachen gibt's...
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Valon Behrami (FC Watford): "Sein Engagement beim HSV war in der zweiten Hälfte einfach unglücklich", erklärte Ex-Trainer Labbadia und verschiffte ihn zu Watford. Dort spricht man nur in höchsten Tönen vom Schweizer
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Ivan Rakitic (FC Barcelona): Er war kommender Star und Schalker Hoffnungsträger in Personalunion. Er ging als Spieler, an dessen endgültigem Durchbruch gezweifelt wurde. Nach Titeln bei Sevilla und Barca erfüllten sich aber alle Hoffnungen
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Ivan Rakitic (FC Barcelona): Er war kommender Star und Schalker Hoffnungsträger in Personalunion. Er ging als Spieler, an dessen endgültigem Durchbruch gezweifelt wurde. Nach Titeln bei Sevilla und Barca erfüllten sich aber alle Hoffnungen
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Caio (Grashopper Zürich): "Ein teures Missverständnis", textete die Frankfurter Rundschau über den 3,8-Mio-Mann. Mittlerweile liegen ihm die Schweizer Super League und die Grasshoppers-Fans zu Füßen
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Caio (Grashopper Zürich): "Ein teures Missverständnis", textete die Frankfurter Rundschau über den 3,8-Mio-Mann. Mittlerweile liegen ihm die Schweizer Super League und die Grasshoppers-Fans zu Füßen
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Tolgay Arslan (Besiktas): Auch Arslan war Opfer des Hamburger Personalverschleiß' und hatte irgendwann die Schnauze voll. Bei Besiktas gab's einen Stammplatz, einen Kreuzbandriss, die Meisterschaft, einen Stammplatz
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Tolgay Arslan (Besiktas): Auch Arslan war Opfer des Hamburger Personalverschleiß' und hatte irgendwann die Schnauze voll. Bei Besiktas gab's einen Stammplatz, einen Kreuzbandriss, die Meisterschaft, einen Stammplatz
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Aymen Abdennour (FC Valencia): 2010 fragte sich ganz Bremen: "Wo ist das Händchen von Allofs hin?" Abdennour wirkte völlig überfordert. Der Tunesier mauserte sich in der Ligue 1 und wechselte über Monaco nach Valencia direkt in die Startelf
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Aymen Abdennour (FC Valencia): 2010 fragte sich ganz Bremen: "Wo ist das Händchen von Allofs hin?" Abdennour wirkte völlig überfordert. Der Tunesier mauserte sich in der Ligue 1 und wechselte über Monaco nach Valencia direkt in die Startelf
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Carlos Gruezo (FC Dallas): Ja, es ist "nur" die MLS, aber Gruezo ist der Fixpunkt des FC-Dallas-Mittelfeld. Sogar einen Titel gab es in den USA bereits für den früheren Stuttgarter
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Ciro Immobile (Lazio Rom): Ohne Essenseinladung wechselte der angedachte Lewandowski-Nachfolger vom BVB zu Sevilla. Allerdings erst in der Heimat fand der Italiener wieder das Tor. Wurde diesen Sommer erfolgreich als Klose-Nachfolger bei Lazio installiert
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Ciro Immobile (Lazio Rom): Ohne Essenseinladung wechselte der angedachte Lewandowski-Nachfolger vom BVB zu Sevilla. Allerdings erst in der Heimat fand der Italiener wieder das Tor. Wurde diesen Sommer erfolgreich als Klose-Nachfolger bei Lazio installiert
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Francis Coquelin (FC Arsenal): Arsenal hatte den verletzungsanfälligen Franzosen eigentlich schon aufgegeben, da er selbst bei Freiburg zumeist nur auf der Tribüne saß. Dann fiel die gesamte Arsenal-Zentrale aus und Coquelin ergriff seine letzte Chance
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Francis Coquelin (FC Arsenal): Arsenal hatte den verletzungsanfälligen Franzosen eigentlich schon aufgegeben, da er selbst bei Freiburg zumeist nur auf der Tribüne saß. Dann fiel die gesamte Arsenal-Zentrale aus und Coquelin ergriff seine letzte Chance
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Marius Müller (für 1,7 Millionen Euro von Kaiserslautern)

Vergangenes Jahr noch Stammkeeper in der Pfalz, kam Müller bislang noch auf keine Bundesligaminute. Peter Gulasci spielte im Tor der Leipziger fehlerfrei und so kam Müller nur bei den Amateuren im Derby gegen Lok Leipzig zum Einsatz. Sollte sich Gulasci nicht verletzten, wird sich an seiner Reservistenrolle vorerst nichts ändern.

Kyriakos Papadopoulos (für 1,5 Millionen Euro Leihgebühr von Bayer Leverkusen)

Papadopoulos war in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen gebeutelt. Kam in Leipzig bislang, auch wegen immer wiederkehrender Knieprobleme, nur auf einen Kurzeinsatz gegen Gladbach. Wenn er fit bleibt, hat er mit Sicherheit das Potenzial, sich in die Leipziger Startelf zu spielen. Auch aus diesem Grund sicherte sich Leipzig eine Kaufoption über zwölf Millionen Euro.

Benno Schmitz (für 800.000 Euro von RB Salzburg)

Kam bislang am 1. und 5. Spieltag als Rechtsverteidiger zum Einsatz. Nach Klostermanns Verletzung eigentlich mit der großen Chance sich zu etablieren, unterlief ihm gegen Köln der entscheidende Fehler, der zum Gegentor führte. Verlor seinen Platz daraufhin an Bernardo, der seine Sache seitdem gut macht. Wird Schmitz das nächste Mal reinrotiert, muss er seine Chance besser nutzen.

Leverkusen, Logo, Wappen

Bayer Leverkusen

Kevin Volland (für 20 Millionen Euro von 1899 Hoffenheim)

Kein idealer Start für den teuersten Einkauf der Klubgeschichte, der sich bei Bastian Schweinsteigers Abschiedsländerspiel einen Mittelhandbruch zuzog und seitdem zwischen Bank und Anfangsformation pendelt. Zeigte aber bislang und gerade nach seiner Einwechslung in Mainz, dass er eine Belebung für die Bayer-Offensive sein kann. Bei seinen Startelfeinsätzen als zweite Spitze allerdings noch mit Licht und Schatten. Muss zunächst einmal auf 100 Prozent Fitness kommen, um dauerhaft eine Alternative zu werden.

Aleksandar Dragovic (für 18 Millionen Euro von Dynamo Kiew)

Stieß erst sehr spät zum Team und absolvierte bislang drei Halbzeiten. Zwei davon (gegen Augsburg) waren in Ordnung, die 45 Minuten in Mainz schwach. Seitdem ohne Einsatzminute. Auch er muss noch einen Rückstand aufholen, um für Roger Schmidt eine echte (Rotations-)Alternative zu werden. Dürfte es aber auf Strecke schwer haben, sich gegen das Duo Ömer Toprak/Jonathan Tah durchzusetzen.

Julian Baumgartlinger (für 4 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05)

Der Ex-Kapitän der Mainzer hat momentan einen schweren Stand. Bekam erst zwei Mal die Chance, sich in der Startelf zu beweisen. Wird sich noch an den Leverkusener Intensiv-Fußball gewöhnen müssen, um bessere Perspektiven zu besitzen. Derzeit führt im defensiven Mittelfeld kein Weg an Charles Aranguiz und Kevin Kampl vorbei. Baumgartlingers Naturell ist aber geeignet, sich in diesen Kampf hinein zu beißen.

Ramazan Özcan (für 500.000 Euro vom FC Ingolstadt 04)

Wechselte als Stammkeeper des FCI nach Leverkusen und sitzt dort nun hinter Bernd Leno auf der Bank. Dabei wird es auch bleiben, sollte sich der Nationalkeeper nicht verletzen. Würde dies jedoch einmal passieren, hat Bayer einen zuverlässigen und erfahrenen Ersatzmann parat. Und einen, von dem als Reservist keinerlei Gefahr ausgeht, sich einen unzufriedenen Stinkstiefel geangelt zu haben.

Danny da Costa (für 500.000 Euro vom FC Ingolstadt 04)

Der Rechtsverteidiger zog sich im Oktober 2014 einen Schienbeinbruch zu, spielte nach seiner Genesung aber die vergangene Rückrunde für die Schanzer durch. Nach vier Jahren in Bayern ging es zurück in die Heimat, um dort zu beweisen, dass er den Status des Nachwuchsspielers längst hinter sich gelassen hat. Ende Juli wurde jedoch nach Absprache eine OP durchgeführt, bei der ihm eine einst zur Stabilisierung eingesetzte Metallstange entfernt wurde. Konnte daher die Vorbereitung nicht mit der Mannschaft absolvieren, befindet sich mittlerweile aber wieder im Training und kämpft sich zurück. Gegen Mainz gab es immerhin einen Kaderplatz als Belohnung. Da Bayer aber eine große Auswahl auf den Außenverteidigerpositionen hat, wird es für den 23-Jährigen ohne Frage ein langer Weg.

Joel Pohjanpalo (nach Leihe von Fortuna Düsseldorf)

Nachdem ihn Leverkusen schon in Aalen und bei seinem Ex-Klub HJK Helsinki geparkt hatte, verbrachte der Finne die beiden letzten Spielzeiten bei Fortuna Düsseldorf in der 2. Liga. Dort mit einem guten ersten Jahr (elf Tore), das Vorjahr war jedoch mies (zwei Treffer). Diese Quote verdoppelte er bei Bayer als Joker an den beiden ersten Spieltagen innerhalb von nur 30 Minuten Einsatzzeit. Danach noch in Mainz mit einem Startelfeinsatz, bei dem er jedoch nicht überzeugen konnte. Zog sich nun einen Mittelfußbruch zu und wird in der Hinrunde wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. Dennoch: Mit Pohjanpalo hatte niemand gerechnet - und seine Aktien sind gestiegen. Ob das für eine langfristige Zukunft unterm Bayer-Kreuz reicht, darf aber bezweifelt werden.

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