"Magath überlebt - was kann noch kommen?"

Montag, 05.09.2016 | 17:11 Uhr
Daniel Baier kam über die Stationen 1860 München und VfL Wolfsburg zum FC Augsburg
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Daniel Baier ist nicht nur dienstältester Augsburger sondern auch eine absolute Identifikationsfigur. Er steht wie kaum ein anderer Spieler für den Aufstieg des FCA von der 2. Liga bis ins internationale Geschäft. Im SPOX-Interview spricht er über den Augsburger Weg, unzumutbare Losfeen, den Traum vom Pokalfinale, seine Karriere im App-Business und Grenzerfahrungen unter Felix Magath.

SPOX: Herr Baier, Sie spielen mit kurzer Unterbrechung seit acht Jahren für den FC Augsburg - anfangs in der 2. Liga, vergangene Saison sogar in der Europa League. Wie hat sich der Klub in dieser Zeit verändert?

Daniel Baier: Phänomenal! Der wichtigste Meilenstein war die Errichtung des Stadions. Außerdem haben wir mittlerweile ein Nachwuchsleistungszentrum und tolle Trainingsplätze hier am Stadion. Das war auch ein Quantensprung. Es ging alles sehr, sehr schnell. In Krisenzeiten muss man sich daran erinnern, wo der Verein vor acht Jahren stand.

SPOX: Augsburg hat es geschafft, sich ohne übermäßige externe Geldzuschüsse in der Bundesliga zu etablieren.

Baier: Augsburg ist diesbezüglich ein gutes Vorbild für andere Vereine. Wir machen keine unverantwortlichen Dinge, zahlen keine utopischen Gehälter oder Ablösesummen. Bei uns wird auf jeden Euro geschaut und das Geld nicht sinnlos rausgeschmissen. Das war immer die Devise und wir sind damit stets sehr gut gefahren. Die Anzahl an Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und das Trainerteam sind, anders als bei anderen Vereinen, überschaubar. Bei uns haben mit dem Präsidenten und der Geschäftsführung wenige Leute etwas zu sagen - und die halten zusammen.

SPOX: Einer der Väter des Erfolges war auch Ex-Trainer Markus Weinzierl. Hatten Sie Angst, dass die Augsburger Erfolgsgeschichte enden könnte, als sein Abschied feststand?

Baier: Nein, natürlich nicht. Der Trainer ist zwar die wichtigste Personalie im Verein, aber wir sind im Hintergrund gut und gesund aufgestellt. Es ist ganz normal, dass der Trainer hin und wieder ausgetauscht wird und eher etwas Besonderes, dass ein Trainer überhaupt vier Jahre bei einem Verein arbeitet.

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SPOX: Sie sind der dienstälteste Augsburger. Wollten Sie nie wechseln oder gab es keine reizvollen Angebote?

Baier: Es hat sich einfach so ergeben. Ich war erst von Wolfsburg ausgeliehen, habe mich wohl gefühlt und ein Jahr später hat dann der fixe Wechsel geklappt, weil mich Jos Luhukay damals unbedingt zurückhaben wollte. Ich habe dann schnell eine Führungsrolle übernommen und seit dem Aufstieg 2011 eine große Verbundenheit zu dem Verein entwickelt. Jetzt bin ich rundum glücklich und will nichts anderes machen.

SPOX: Nicht zuletzt durch den öffentlich bekundeten Wechsel-Wunsch von Julian Draxler wird derzeit viel über die weitverbreitete Söldner-Mentalität im Fußball diskutiert.

Baier: Das ist leider in diese Richtung gegangen, weil brutal viel Geld im Spiel ist. Bei solchen Aktionen gehören aber immer drei Parteien dazu. Wenn sich der Spieler klar positioniert, dann ist das seine Entscheidung - ob sie auch umgesetzt wird, ist Sache der beiden anderen Parteien. Prinzipiell muss aber jeder Spieler selbst wissen, ob er so ein Verhalten vor sich selbst verantworten kann.

SPOX: Zurück zum Tagesgeschäft. Was haben Sie den neuen Trainer Dirk Schuster bisher erlebt?

Baier: Mein erster Eindruck ist super! Er hat direkt offen und ehrlich angesprochen, was er von den Spielern verlangt und was er für ein Typ ist.

SPOX: Und was ist er für ein Typ?

Baier: Er ist ein ehrlicher Arbeiter, der sehr ehrgeizig ist und viel Wert auf Disziplin legt. Er will, dass wir als Mannschaft zusammenhalten und zusammen marschieren. Jetzt müssen wir schauen, dass wir die gute Zusammenarbeit auch in Punkte ummünzen.

SPOX: Wie würden Sie seine Spielphilosophie skizzieren?

Baier: Wir wollen defensiv gut stehen und nach vorne einen attraktiven Fußball spielen. Das sind die Schlagwörter, die er genannt hat.

SPOX: Gibt es etwas, was Sie in Ihrer Karriere noch erreichen wollen?

Baier: Ich will unbedingt einmal ins DFB-Pokalfinale, denn das hat schon ein spezielles Flair. Vor einigen Jahren habe ich mir mit dem FC Augsburg zwei Ziele gesetzt: Europäisch zu spielen und ins Pokalfinale einzuziehen. Den einen Wunsch habe ich mir schon erfüllt, der andere ist noch auf der Liste.

SPOX: In der 2. Runde geht es gegen den FC Bayern München.

Baier: Das Los hat es wieder nicht gut gemeint mit uns, da muss einfach mal die Losfee ausgetauscht werden. Unser Ziel ist trotzdem auch in dieser Saison, nach Berlin zu fahren.

SPOX: Ist das ob des kommenden Gegners nicht etwas unrealistisch?

Baier: Was heißt unrealistisch? Wir fahren nach München und wollen dort weiterkommen.

SPOX: Was muss passieren, damit Sie am Ende der Saison zufrieden sind?

Baier: Eine erfolgreiche Saison haben wir gespielt, wenn wir auch nächstes Jahr wieder in der Bundesliga spielen; eine überragende Saison, wenn wir im Pokalfinale standen und frühzeitig nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hatten.

Seite 1: Daniel Baier über den Augsburger Weg, unzumutbare Losfeen und den Traum vom Pokalfinale

Seite 2: Daniel Baier über seine Karriere im App-Business und Grenzerfahrungen unter Felix Magath

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