Tuchel: "Gibt keinen Rückschlag bei Reus"

Mittwoch, 10.08.2016 | 12:50 Uhr
Marco Reus soll laut Thomas Tuchel in absehbarer Zeit wieder ins Training einsteigen
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Nach acht Tagen im schweizerischen Bad Ragaz endet an diesem Mittwoch das Trainingslager von Borussia Dortmund. Thomas Tuchel zog zum Abschluss ein Fazit im Mannschaftshotel. Der BVB-Trainer sprach dabei über die Probleme in der Trainingssteuerung, die Erwartungen an den Supercup gegen den FC Bayern München und den aktuellen Stand beim verletzten Marco Reus.

Thomas Tuchel über...

...den aktuellen Stand: "In erster Linie geht das alles über das Training, das Selbstvertrauen im Training und das Beibehalten der nötigen Ernsthaftigkeit. An den inhaltlichen Dingen, die noch nicht stabil im Spiel, aber im Training sichtbar sind, müssen wir weiter schrauben, damit wir sie unter Stress umsetzen können. Wir müssen auch weiterhin den Spielern Vertrauen schenken, die an unsere Werte und Abläufe gewöhnt sind. Es muss zusammenwachsen und eine Energie entstehen, die dich grundsätzlich, aber auch in einem Spiel durch schlechtere Phasen trägt oder dazu beiträgt, dass es diese Phasen gar nicht erst gibt. All diese Dinge werden wir weiter bearbeiten, wir warten nicht darauf, bis es irgendwann von alleine kommt."

...die weitere Trainingssteuerung: "Das ist kompliziert. Am Donnerstag ist frei, Freitag und Samstag abends wird trainiert, am Sonntag spielen wir den Supercup, am Montag ein Testspiel in Sandhausen - und darauf müssen wir dann wieder reagieren. Es sind fünf Spieler seit neun Tagen im Training, ein paar sind bereits in der fünften Woche. In der fünften Woche ist beispielsweise eine körperliche Ermüdung auch normal. Diese Ermüdung ist nun auf eine Ermüdung getroffen, die wiederum auch normal ist, wenn man nur rund eine Woche trainiert hat und dann noch in einer solch intensiven Trainingszeit wie hier den Einstieg wählt. Die Spieler, die von Beginn an dabei waren, haben ein viel weniger intensives Mannschaftstraining gehabt als die Gruppe, die erst spät dazustieß. Es bleibt deshalb bis mindestens nach der Länderspielpause Anfang September eine permanente individuelle Steuerung."

...Anpassungsprobleme: "Um eine Energie und einen solchen Klebstoff entstehen zu lassen, braucht man Zeit. Wir haben gemerkt, dass das relativ schnell entstehen kann. Auf der China-Reise hatten wir eine sehr gute Energie in der Mannschaft, da diese Truppe seit drei Wochen zusammen war. Das haben wir gespürt und so haben auch die beiden Spiele gegen United und City ausgesehen. Nach der China-Reise kamen fünf neue Spieler hinzu, Sven Bender und Matthias Ginter sind nach Rio geflogen und Moritz Leitner bemüht sich um einen Vereinswechsel. Sie alle hatten ja auch Verbindungen und haben bei dieser Energie mitgeholfen. Das kann man nicht voneinander trennen. Es geht daher in dieser Woche wieder los, dass sich Dinge neu finden und auch finden müssen. Es ist halt leider nicht die erste oder zweite Woche, wo jeder noch grundsätzlich eine höhere Bereitschaft und Geduld hat. Sondern wir sind in der fünften Woche und plötzlich denkt man sich: Waren wir schon mal weiter, was ist hier los? Das ist aber ganz normal, es muss schlichtweg wieder wachsen. Das kann innerhalb von Wochen passieren, aber derzeit sind wir mit der aktuellen Gruppe sozusagen wieder in der ersten Woche gelandet."

...mögliche Verunsicherung bei manchen Spielern: "So hat es am Dienstag im Test gegen Bilbao zumindest ausgesehen. Viele waren ja schon besser und haben sich wohler in der Gruppe gefühlt. Sie sind sehr jung und können das vielleicht so abstrakt gar nicht komplett verstehen, dass die fünf Neuen wieder eine andere Bindung zum Rest haben und anders andocken. Es ist ganz wichtig, dass wir weiter Vertrauen schenken und alle beruhigen."

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...das Verarbeiten der Trainingsintensitäten: "Man ist ja selbst auch etwas ungeduldig. Ich sehe ja, was sie im Training vor allem in geschlossenen Aufgaben können. Das geht dann auch auf hohem Niveau. Gegen United und City stand ich an der Seitenlinie und weiß, dass es daran derzeit nicht anknüpft. Es ist aber nicht so, als ob gegen Sunderland und Bilbao alles verlorengegangen wäre. Da waren inhaltlich ordentliche Sachen dabei, aber es fehlt, dass es sich so ganz rund anfühlt. Das kann man ein bisschen schwer in Worte kleiden. Ich habe es gegen Bilbao ganz ruhig gecoacht und auch mal bewusst so gelassen, damit sich das findet. Wichtig ist, dass die Gruppe das weiß und sie erkennen, dass noch alles in Ordnung ist. Man darf sich in der fünften Woche körperlich und geistig auch müde fühlen."

...die Aufstellung im Supercup: "Wir können nur drei Mal wechseln, daher gilt für uns eine Präventivpflicht. Die fünf Nachzügler da reinzuwerfen und sie im Notfall noch durchspielen lassen zu müssen, das würde uns Bauchweh verursachen. Deshalb geht die Tendenz dahin, mit denjenigen zu spielen, die von Beginn an oder mindestens ab der zweiten Woche da waren - was nicht heißt, dass nicht einer der Nachzügler beginnen kann."

...seine Erwartungen an den Supercup: "Die Bayern haben auf der Belastungssteuerungsebene dasselbe Problem, aber bei ihnen wurden nicht so viele Neuzugänge integriert. Es gab jedenfalls schon bessere Ausgangslagen, um Bayern München herauszufordern. Wir sollten daher in unserer Phase nicht erwarten, dass wir ihnen sofort richtig auf Augenhöhe begegnen. Wir müssen jetzt einfach mal schauen und bereit sein. Das werden wir auch und wir werden der Mannschaft auch Vertrauen vermitteln, dieses Spiel auf hohem Niveau zu spielen. Da bin ich auch zuversichtlich."

...den aktuellen Stand bei Marco Reus: "Ich möchte keinen Zeitpunkt nennen, da alles an Erwartungen kontraproduktiv wäre. Ich habe vollstes Vertrauen in die Behandler und Marcos Professionalität. Ich wünsche mir, dass es so schnell wie möglich geht, aber ich habe innerlich auch aufgehört, mir den Druck zu machen und permanent zu schauen, wie der aktuelle Stand ist. Am Freitag erwarte ich ihn nicht beim Training. Die geplante Wiedereingliederung ins Mannschaftstraining zwischen Mitte und Ende August steht nach wie vor. Es gibt keinerlei Rückschlag. Marco hat sich für eine externe Reha entschieden und hat darin volles Vertrauen. Er bekommt dort 24/7 die Aufmerksamkeit, die er auch benötigt. Er wäre auch sehr gerne mit ins Trainingslager gefahren, aber das hätte ihn wieder eine Woche seines Aufbauplans gekostet."

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