SPOX-Meinung zum Transfer von Mario Gomez

Mehr sein, als nur geduldet

Mittwoch, 17.08.2016 | 23:17 Uhr
Mario Gomez wurde in der vergangenen Saison Meister un Torschützenkönig in der Türkei
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand

Nach drei Jahren im Ausland kehrt Mario Gomez in die Bundesliga zurück, der VfL Wolfsburg sicherte sich die Dienste des deutschen Nationalstürmers. Gomez ist ein Spieler, der Vertrauen und Zuneigung braucht - bei den Wölfen ist ihm das gewiss.

Der Durchschnittsfußballer will für gewöhnlich ja nichts von Politik wissen, nichts zur Politik sagen und die Existenz der Politik am liebsten ganz negieren. Mario Gomez befasste sich in den vergangenen Wochen aber sehr intensiv mit der Politik, der türkischen nämlich. Und er wird sie verteufelt haben.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Gerade hat Gomez wohl mit die beste Saison seiner Karriere gespielt. Seit seinem Weggang vom VfB Stuttgart konnte er sich bei Besiktas Istanbul - trotz all den Treffern beim FC Bayern - erstmals wieder in vollem Ausmaß entfalten. Er stand im Mittelpunkt. Gomez wurde mit 26 Treffern Torschützenkönig der Süper Lig, er wurde Meister mit seinem Verein und dann das: Putschversuch in der Türkei, besorgniserregende Szene als Reaktion darauf.

Gomez wollte weg. "Der Grund dafür ist ausschließlich die politische Situation, einzig und allein die schrecklichen Geschehnisse der letzten Tage", sagte Gomez. Diese Entscheidung wird ihm unheimlich schwer gefallen sein. Am liebsten wäre er bei Besiktas geblieben. Die Fans starteten eine eigene Kampagne, um ihn vom Bleiben zu überzeugen. "Unser König, komm zurück", hieß es etwa.

Der Nationalstürmer ist ein Spieler, der mehr als andere vom Selbstvertrauen, von der Zuneigung der Fans abhängig ist. In Istanbul genoss er beides. Er traf wie am Fließband, befand sich über Monate in Topform und die Fans vergötterten ihren Stürmer. Doch er wollte die politische Lage nicht akzeptieren, also war klar: Gomez muss all das hinter sich lassen.

Spaß am Fußball

Es wurde spekuliert über Angebote von den namhaftesten Vereinen Europas aus der Premier League und der Primera Division. Mit seinen 31 Jahren ist Gomez aber an einem Punkt seiner Karriere angekommen, an dem er vor allem eines will: Spaß am Fußball.

Im Vorfeld der EM sagte er: "Die negative Zeit zuvor hatte mit den Vorteil, dass ich danach gespürt habe, welchen Stellenwert der Fußball in meinem Leben hat." Für ihn als Stürmer heißt das: Spielen und Tore schießen. Und genießen.

Wäre Gomez zu einem absoluten Topverein gewechselt, er wäre wohl nur ein Backup gewesen. In Wolfsburg weiß er hingegen: Er ist der unumstrittene Stürmer Nummer eins. Als Gomez 2013 vom FC Bayern zum AC Florenz wechselte, sagte er: "Ich will nicht nur geduldet sein, sondern ein Spieler, über den sich der Klub freut." In Florenz freute man sich zu Beginn zwar extrem über ihn - als die Anzahl seiner Verletzungen die Anzahl seiner Treffern aber gefühlt überstieg, nahm diese Freude ab.

Jetzt wird sich Wolfsburg über Gomez freuen, sehr sogar. Auch wenn er wohl nicht so frenetisch empfangen werden wird wie bei seinen vergangenen Vereinen, wird er auch unter den Wolfsburger Fans als eine Art Heilsbringer gelten. Das treibt Gomez an, gibt ihm Kraft.

Für Klub und Spieler könnte der Wechsel zum Glücksfall werden. Gomez hat mit dem Transfer zu Wolfsburg die richtige Entscheidung getroffen. Der absoluten Rückendeckung kann sich der Stürmer beim VfL gewiss sein. Ein Umstand, der ihn bisher stets zu Höchstleistungen trieb - sofern er von Verletzungen verschont blieb.

Mario Gomez im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung