Hilbert: "Tut mir in der Seele weh"

Von SPOX
Roberto Hilbert kam in der letzten Bundesligasaison auf 12 Einsätze
© getty

Von 2010 bis 2013 war Roberto Hilbert für Besiktas Istanbul in der türkischen Süperlig aktiv. Seine Zeit dort beschreibt er selbst als "schönste meiner Karriere". Umso trauriger macht ihn die derzeitige Lage in der Türkei.

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"Das war die schönste Zeit meiner Karriere", erinnert sich Hilbert im Express zurück, "das Gesamtpaket hat einfach gestimmt, das Leben in Istanbul, die Herzlichkeit der Menschen und der sportliche Aspekt bei Besiktas". Der Leverkusener habe Istanbul "als wundervolle Stadt kennengelernt, die Türkei ist ein wunderbares Land."

Doch davon ist nicht mehr viel übrig. Der gescheiterte Putschversuch, Erdogans Massenverhaftungen daraufhin und die ständige Terror-Bedrohung machen aus der Türkei ein Pulverfass. "Die Situation macht mich traurig. Was in der Türkei passiert, das tut mir in der Seele weh", sagte Hilbert.

Verständnis für Gomez

Dabei erinnert er sich nach wie vor gerne an seine Zeit am Bosporus: "Es war so emotional, so herzlich. Von einem vergifteten Klima war da keine Spur, jedenfalls habe ich es nicht so empfunden. Und Angst war auch nicht der ständige Begleiter." Aufgrund der aktuellen Lage kann Hilbert aber auch verstehen, warum sich so manch einer aus dem Land zurückzieht.

Wie zum Beispiel Mario Gomez. Der deutsche Nationalstürmer hat verkündet, Besiktas nach nur einem Jahr wieder verlassen zu wollen. Grund sei einzig und alleine die politische Situation. Hilbert hat dafür Verständnis: "Diese Entscheidung ist Mario ganz bestimmt nicht leicht gefallen. Wenn er sich aber nicht mehr sicher fühlt, kann man sie nachvollziehen."

Roberto Hilbert im Steckbrief

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