Fussball

Kramer: Typen werden glattgebügelt

Von SPOX
Christoph Kramer könnte bald Kapitän von Borussia Mönchengladbach sein

Christoph Kramer scheut sich nach seiner Rückkehr zu Borussia Mönchengladbach nicht davor, Verantwortung zu übernehmen. In eine Schublade will er sich allerdings nicht stecken lassen.

Im Interview mit Westline sagte der 25-Jährige zu einer möglichen Rolle als Kapitän der Borussia: "Ich würde mich nicht scheuen, das zu machen. Auch wenn das Thema Kapitänsamt auch etwas aufgebauscht ist. Ich werde so oder so Verantwortung übernehmen, weil ich gerne Verantwortung übernehme. Verantwortung ist etwas Positives."

"Echte Typen" sieht sich Kramer im Profigeschäft dennoch nicht: "Alle schreien immer nach Typen, nach Leuten mit Ecken und Kanten. Wenn du so ein Typ bist, kommen irgendwann 15 Leute mit Bügeleisen und bügeln dich so, wie sie dich haben wollen. Medien, Fans, Vereine. Alle. Max Kruse ist ein Typ."

Er selbst wolle weiterhin seine Meinung vertreten. Ob er als Typ bezeichnet werde, "sollen andere Leute entscheiden".

"Man unterschätzt immer, was man hat"

Seine Rückkehr von Bayer Leverkusen zu Borussia Mönchengladbach will Kramer nicht als Entscheidung gegen die Werkself, sondern als Entscheidung für die Fohlen verstanden wissen.

Der Schritt nach Leverkusen sei zwar nicht der falsche gewesen, nichtsdestotrotz freut er sich, zurückgekehrt zu sein: "Man unterschätzt immer, das was man hat und überschätzt das, was man nicht hat. Ich habe vielleicht in jungen Jahren unterschätzt, was ich an der Borussia habe. Ich habe das erst richtig bemerkt, als ich weg war."

Kramer schaffte während seiner zweijährigen Leihe nach Mönchengladbach (2013 bis 2015) den Durchbruch und den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft, mit der er 2014 in Brasilien Weltmeister wurde. Nach einer durchwachsenen Saison bei Bayer Leverkusen kehrte er in diesem Sommer an den Niederrhein zurück, wo er nach dem Abgang von Granit Xhaka als Favorit auf den Posten des Kapitäns gilt.

Christoph Kramer im Steckbrief

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