Robben verletzt - BVB verliert

Von SPOX
Samstag, 16.07.2016 | 20:20 Uhr
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Carlo Ancelotti siegt im ersten Test, Arjen Robben muss aber verletzt raus. Der BVB verliert bei 1860 München. Werder belastet gleich doppelt. Darmstadt siegt im Derby kurz vor Schluss, Schalke kriegt auf die Mütze.

Stadtauswahl Neuruppin - Werder Bremen 0:8 (0:2)

Tore: 0:1 Hajrovic (3.), 0:2 J. Eggestein (19.), 0:3 J. Eggestein (59.), 0:4 Manneh (63.), 0:5 J. Eggestein (79.), 0:6 Jacobsen (82.), 0:7 Schmidt (83.), 0:8 Schmidt (90.)

Aufstellung Bremen: Wiedwald - Zander, Veljkovic, Galvez (60. Schmidt), Sternberg - Hajrovic , Fröde (60. Volkmer), M. Eggestein, U. Garcia (60. Jacobsen) - Thy (60. Manneh), J. Eggestein

Zum Abschluss des Trainingslagers setzte Werder-Coach Skripnik auf seine jungen Wilden, die Eggestein-Brüder Maxi und Johannes durften ebenso ran wie Rückkehrer Lennart Thy. Nachdem der SVW-Motor im ersten Durchgang noch ein wenig stotterte, ähnelte die Partie in den zweiten 45 Minuten einem Scheibenschießen.

Vor allem Nachwuchsstürmer Johannes Eggestein empfahl sich mit drei Treffern für höhere Aufgaben - er erzielte sein erstes Tor überhaupt für die Werder-Profis. Vor allem sein drittes Tor zum 5:0 war sehenswert, als er den Ball aus 17 Metern in den Winkel zirkelte. Auch Manneh ließ sein fußballerisches Talent aufblitzen und trug sich dazu in die Torschützenliste ein. Die harmlose Neuruppiner Auswahl war für den Bundesligisten allerdings auch alles andere als ein Gradmesser.

SV Darmstadt 98 - FSV Frankfurt 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Beister (10.), 1:1 Schleusener (22.), 2:1 Colak (87.)

Aufstellung Darmstadt: H. Fernandes (46. Esser) - Sirigu (54. Colak), Sulu, Rajkovic, Holland (61. Diaz) - Gondorf (46.Vrancic), Höhn (79. Stark), Heller, Beister (73. Jungwirth) - Obinna Stroh-Engel (46. Niemayer)

Der Test beider Teams verzögerte sich zunächst, da die Frankfurter Spieler keine Hosen zur Verfügung hatten. Nach einer Viertelstunde konnte das Spiel aber dann losgehen.

Vor allem einige "Testspieler" bekamen die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Derzeit schaut sich Coach Norbert Meier unter anderem Maximilian Beister, Victor Obinna und Antonio Colak an. Dabei entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, in der zweiten Halbzeit flachte die Partie etwas ab.

Beim Test gegen konnten Beister und Colak Werbung in eigener Sache machen, ihre Tore besiegelten den Sieg und letzten Test der Lilien vor dem Trainingslager in Österreich.

Celtic Glasgow - VfL Wolfsburg 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Saul Seguin (11.), 1:1 McGregor (21.), 2:1 Christie (62.)

Aufstellung: Benaglio (46. Casteels) -Seguin, Bruma (46. Ascues), Knoche (46. Dante), Schäfer (46. Träsch) -

Guilavogui, Gerhardt - Caligiuri, Didavi (62. Kruse), Donkor (62. Herrmann) -Dost (46. Putaro)

Mit den Neuzugängen Jeffrey Bruma, Yannick Gerhardt und Daniel Didavi in der Startelf liefen die Wölfe im Glasgower Celtic Park auf. Nach gutem Auftakt der Gäste, die durch einen abgefälschten Schuss von Seguin in Führung gingen, fingen sich die schottischen Hausherren und erhöhten den Druck.

Der zwischenzeitliche Ausgleich brachte die Niedersachsen nur kurz aus dem Konzept. Bis zur Pause erarbeiteten sich die Grün-Weißen etliche Chancen, die allesamt ungenutzt blieben. In der Halbzeit wechselte Trainer Dieter Hecking munter durch, was den Spielfluss merklich beeinträchtigte. Im zweiten Durchgang strahlte die Truppe aus der Autostadt kaum noch Gefahr aus und ging letztlich nicht unverdient als Verlierer vom Platz.

1860 München - Borussia Dortmund 1:0 (1:0)

Thomas Tuchel (Trainer BVB): "Man hat gesehen, dass wir viel trainiert haben. Mit den Angeschlagenen war ein deutlicher Qualitätsverlust zu spüren. Wir haben dominiert, es war nicht alles schlecht. Mich ärgert das Gegentor, das kann man auf jeden Fall verteidigen. Wäre das nicht gewesen, sagt man: So sieht's halt manchmal aus"

...über Götze (scherzend): "Wir erwarten ihn nicht, wenn wir landen. Alles andere müssen sie abwarten."

...über die China-Reise: "Wir können dort die Trainingsinhalte nicht vernachlässigen. Es ist trotz perfekter Planung eine Reise ins Ungewisse."

Tor: 1:0 Aycicek (36.)

Bes. Vorkommnis: Zimmerman hält Foulelfmeter von Castro (33.)

Aufstellung: Bonmann - Scuderi, Ginter (63. Burnic), Sokratis (63. Pieper), Schmelzer (63. Hober) - Merino (46. Bruun Larsen), Rode (63. Leitner) - Castro (63. Camoglu), Kagawa (46. Zimmermann), Passlack - Dembele (63. Mangala)

Erste Niederlage für Borussia Dortmund in der Vorbereitung. Ohne die leicht angeschlagenen Roman Weidenfeller, Pierre-Emerick Aubameyang und Adrian Ramos sowie den verletzten Sven Bender war dem BVB anzumerken, dass am Morgen noch trainiert wurde. Zwar hatte der Vizemeister mehr vom Spiel, doch zwingend wurde es nicht.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde dann die beste Phase des Spiels: Löwen-Keeper Jan Zimmermann vertändelte zunächst den Ball gegen Rode und wusste sich nur mit einem Foul zu helfen. Diesen Fehler bügelt er beim fälligen Elfmeter gegen Gonzalo Castro wieder aus. Nur Augenblicke später wurde Levant Aycicek nicht angegriffen und brachte 1860 mit einem Schuss aus 18 Metern ins rechte Eck in Führung.

Die Dortmunder, bei denen Mikel Merino bei seinem Startelf-Debüt zur Halbzeit ausgewechselt wurde, waren auch in der Folge spielbestimmend. Trotz einiger Wechsel kam der BVB vermehrt zu Chancen, ließ allerdings die nötige Genauigkeit vermissen oder fand in Zimmermann seinen Meister.

SV Lippstadt - FC Bayern München 3:4 (0:3)

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Die erste Woche war gut, wir trainieren gut. Alle Spieler arbeiten hart und konzentriert. Auch im ersten Spiel war die erste Halbzeit gut. Das ist die erste Woche, das erste Spiel. Wir sind noch nicht in guter Verfassung und wollten kein Risiko gehen."

...über Robben: "Er hat etwas in seinem Muskel gefühlt. Wir müssen uns das ansehen und hoffen, dass es nichts schlimmes ist."

...die Aussichten: "Wir haben ein fantastisches Team. Wenn wir gut arbeiten, werden wir viel Erfolg haben."

Sven Ulreich (FC Bayern): "Wir können zufrieden sein mit der ersten Halbzeit. Wir sind in der ersten Woche erstmal reingekommen, das war unter Pep anders, da war gleich viel Taktik drin. Diese Einheiten kamen erst jetzt. Wir haben sehr gute Verstärkungen getätigt. Mit Mats ein sehr erfahrener Spieler, mit Sanches ein junger, talentierter Spieler. Bei der EM hat man erst richtig gesehen, was er drauf hat."

Tore: 0:1 Green (9.), 0:2 Robben (16.), 0:3 Ribery (33.), 0:4 Joswigs (49., ET), 1:4 Rump (51.), 2:4 Parensen (56.), 3:4 Maiella (87.)

Aufstellung Bayern: Ulreich (46. Starke) - Rafinha (64. Tillmann), F. Götze (81. Fein), Martínez (46. Isherwood), Bernat (64. Friedl) - Lahm (61. Stingl), Alonso (61. Shabani), Benko (61. N. Tarnat) - Robben (36. Crnicki), Green (81. Hägler), Ribéry (46. Wintzheimer)

Der erste Test für Ancelotti und die erste Sorgenfalte. Rund 35 gute Robben-Minuten sah der Italiener, dann fasste sich sein Offensivmann an die Adduktoren und verließ sofort verletzt den Platz. Das Ergebnis war am 60. Geburtstag von Karl-Heinz Rummenigge ohnehin zweitrangig, die Bayern lieferten aber zu Gast beim Jugend-Verein des Vorstandsvorsitzenden eine ordentliche Leistung ab.

Die Partie war von der individuellen Qualität der bayerischen Offensive geprägt. Green, Ribery und eben Robben wirbelten die gegnerische Abwehr immer wieder durcheinander, defensiv sahen die Münchner nicht immer ganz sattelfest aus. Hier und dort kam der Oberligist durchaus zu Chancen und fand so in der zweiten Halbzeit durch Marcel Rump den Weg zum ersten Torerfolg.

Viele Wechsel und ein immer größer werdender Anteil an U19-Spielern kippten die Partie beinahe komplett. Während die Youngsters sich in Dribblings verkünstelten, spielte Lippstadt zielstrebig Richtung Tor und kam kurz vor Ende der Partie sogar noch zum Anschlusstreffer.

Großer sportlicher Wert war somit nicht aus diesem Test zu ziehen. Die Bayern agierten variabel, mit gewohnt hoher Abwehrreihe und schnellen Gegenpressing. Philipp Lahm wechselt mehrfach die Position, Rafinha fand sich bisweilen im zentralen Mittelfeld wieder. Tom Starke sah bei beiden Gegentreffern nicht gut aus, Julian Green durfte ebenso wie Felix Götze beinahe über die volle Distanz ran.

FC Luzern - FC Schalke 4:2 (1:0)

Markus Weinzierl (Trainer Schalke): "Glückwunsch an Markus Babbel und sein Team. Man hat gesehen, dass Luzern deutlich weiter in der Vorbereitung ist. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, uns hat aufgrund der intensiven Einheiten die Spitzigkeit gefehlt."

Tore: 1:0 Neumayr (2., FE), 2:0 Schneuwly (48.), 3:0 Schneuwly (54.), 3:1 Huntelaar (66.), 3:2 Nastasic (77.), 4:2 Oliveira (89.)

Aufstellung Schalke: Fährmann - Caicara (56. Riether), Naldo, Nastasic (84. Kehrer), Kolasinac - Aogo (46. Geis), Goretzka (72. Ayhan), Meyer (56. Sam) - Embolo (46. di Santo), Huntelaar (72. Tekpetey), Choupo-Moting (46. Schöpf)

Etwas verdrossen schaute Markus Weinzierl nach 55 Minuten auf den Platz in der nur spärlich gefüllten Swissporarena. Sein Team war sichtlich bemüht, konnte die Vorstellungen des Trainers aber nur spärlich umsetzen. Luzern ging schon nach wenigen Minuten durch einen von Fährmann verursachen Elfmeter in Führung, die Gastgeber konterten geschickt.

Während S04 immer wieder um Breite im eigenen Spiel bemüht war, fand Luzern zu leicht Lücken im Mittelfeld und nutzte diese eiskalt aus. Balleroberung, Konter, Abschluss Schneuwly, 2:0. Nur wenig später das gleiche Bild, wieder war es Schneuwly. Erst Huntelaar gelang es, mit einem Kopfballtor für Gegenwehr zu sorgen.

Der Stürmer schien S04 einen Impuls gegeben zu habe, traf Nastasic doch wenig später nach einem Freistoß zum Anschluss. Zuvor hatte Luzern mit satten acht Wechseln aber auch den Spielfluss entscheidend verändert. Spätestens mit diesem Treffer wurde ein Test auf hohem kämpferischem Niveau eingeleitet, der mit dem Tor von Oliveira sein Ende fand.

VfB Lübeck - Werder Bremen 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Bartels (7.), 1:1 Büyükdemir (88.)

Aufstellung Bremen: Drobny, S. Garcia, Caldirola, Diagne (78.Galvez), Guwara, Grillitsch (46. Eggestein), Petsos (70. Fröde), Fritz (61. Garcia), Kainz, Bartels (78. Hajrovic), Pizarro (61. Thy).

Nachdem sich beim ersten Test am Mittag vor allem die jungen Spieler zeigen durften, spielte am Abend eine Auswahl, die so größtenteils auch in der Bundesliga spielen könnte. Mit Drobny, Diagne, Ptesos und Kainz durften gleich vier Neuzugänge beginnen.

Der Star des Spiels war aber ein alter Bekannter: Claudio Pizarro. Als der Stürmer in der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde, schenkte er einem Ballmädchen sein Trikot, das das Mädchen gleich voller Stolz überzog. Der Stürmer erntete vom Publikum großen Applaus.

Ein Feuerwerk wie im ersten Spiel brannte Werder aber im Regen von Lübeck nicht ab. Nach der frühen Führung hatte Bremen einige Chancen, nutzte sie aber nicht. Der Gegner hielt durchaus mit und spielte sich Chancen heraus.

Ganz am Schluss schlug sich Bremen dann selbst. Jaroslav Drobny dribbelte vor dem eigenen Tor umher und Kubilay Büyükdemir spitzelte den Ball ins Tor. Der Keeper hob direkt danach entschuldigend die Hände.

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