Alle Stimmen zum Abstiegskampf am 34. Spieltag

"Abstieg? Das kann kein Zufall sein"

Von SPOX
Samstag, 14.05.2016 | 21:58 Uhr
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Der Abstieg des VfB Stuttgart ist besiegelt. Die Schwaben steigen nach der Saison 1974/1975 zum zweiten Mal aus der Bundesliga ab. Die Fahnen hängen auf Halbmast, die Spieler gehen auf Fehleranalyse. Frankfurt geht in die Relegation, Bremen ist gerettet. SPOX sammelt die Stimmen zum Abstiegskampf!

VfB Stuttgart

Martin Harnik: "Wir sind in dieser Saison oft in die Kurve gegangen und haben oft Kritik abbekommen. Jetzt ist das Fass übergelaufen und uns schlug Ablehnung entgegen. Dafür müssen wir Verständnis zeigen. Wir sind nicht heute abgestiegen, in Wolfsburg ist es extrem schwierig zu gewinnen. Drei Mal sind wir dem Abstieg knapp von der Schippe gesprungen, jetzt hat es uns erwischt. Das kann kein Zufall sein. Jetzt müssen wir die Suppe auslöffeln. Die Art und Weise, wie wir in den ersten 45 Minuten aufgetreten sind, passt zum Abstieg."

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Robin Dutt (Sport-Vorstand VfB Stuttgart) ...

... zur Kritik an seiner Person: "Ich bin jetzt schon eine Weile im Geschäft dabei. Ich muss die Kritik an mir abprallen lassen, sonst trifft es vielleicht die Spieler. Das wäre falsch, denn die sollen Leistung bringen."

... zu den persönlichen Konsequenzen nach Saisonende: "Wir müssen hart analysieren wie vor einem Jahr. Ich glaube schon, dass auch meine Person hinterfragt werden muss. Ich muss erklären, was ich dazu beigetragen habe, dass wir heute so dastehen und ich muss erklären, wie wir es schaffen, dass wir in Zukunft nicht mehr in so eine Situation kommen."

... über die Enttäuschung: "Wir sind nicht heute abgestiegen, sondern wohl schon ein paar Wochen vorher. Im letzten Drittel haben wir komplett die Spannung und den Zugriff auf die Saison verloren. Von daher war es auch verdient. Kein Sportler will absteigen, jeder ist mental unten. Das sind sportliche schlimme Erfahrungen."

Jürgen Kramny (Trainer): "Unterm Strich ist es eine Niederlage. Aber das ganz Große ist natürlich von der Bedeutung her, dass wir heute abgestiegen sind und das ist das, was dadurch richtig weh tut, richtig, richtig bitter ist. Die Konstellation heute hätte es auch nicht zugelassen, wenn wir gewonnen hätten. Wir hatten natürlich in den letzten Wochen genügend Chancen, Punkte zu holen und das haben wir leider verpasst und heute haben wir dann die endgültige Quittung dafür bekommen."

Bernd Wahler (Präsident): "In der Geschichte des VfB ist es ein schwarzer Tag. Wir haben in den vergangenen Wochen nochmals vieles probiert und einiges geändert. Es ist uns aber nicht mehr gelungen, als Einheit auf dem Platz aufzutreten. Für den Abstieg trage auch ich meine Verantwortung. Direkt nach dem Schlusspfiff ist es aber der falsche Zeitpunkt über Konsequenzen zu sprechen. Das werden wir in den nächsten Tagen tun. Es gilt nun die richtigen Entscheidungen im Sinne des Vereins zu treffen."

Christian Gentner: "Es ist nach diesem Spiel kaum möglich, die richtigen Worte zu finden. Der Abstieg schmerzt unglaublich. Als Gemeinschaft haben wir es über die vergangenen Wochen nicht geschafft, eine Leistung auf den Platz zu bringen, mit der wir den Klassenverbleib hätten sichern können. Wir sind unfassbar enttäuscht."

Werder Bremen

Victor Skripnik (Trainer): "Wir haben versucht, das Spiel zu kontrollieren. In der ersten Hälfte haben wir noch sicherer gespielt, natürlich kannten wir auch das Ergebnis aus Wolfsburg."

...über Clemens Fritz: "Solche Leute wie Pizza und er, das sind Legenden. Ohne diese Jungs wären wir schon abgestiegen. Die beiden sind Legenden für uns und ich habe immer gesagt, dass sie extrem wichtig für uns sind.

...über das, was er Ujah bei der Einwechslung mitgegeben hat: "Ich habe gesagt, 'Anthony du bist der Mann, der Geschichte für Werder Bremen schreiben kann. Dein Tor rettet unseren Arsch.' So ist es passiert und wir sind glücklich darüber. Werder Bremen ist Werder Bremen. Clemens Fritz und Pizza sind Legenden. Ohne die beiden wären wir schon lange abgestiegen."

Anthony Ujah: "Es war unglaublich, die Jungs haben es super gemacht, nur das Tor hat gefehlt. Ich weiß, dass ich nur einen Job habe: Tore schießen. Und wir haben ein Tor geschossen, wir haben gewonnen. Wir haben nie aufgegeben, ich bin sehr glücklich für die Mannschaft und die Fans."

Thomas Eichin (Geschäftsführer): "Es war von der Dramaturgie her wahnsinnig. Wir wussten natürlich immer, was in Wolfsburg passiert, da mussten wir aufpassen - wenn Frankfurt ein Tor schießt, bekommt Stuttgart plötzlich die zweite Luft. Wir wussten, dass wir das Spiel auch spät entscheiden können. Und so ist es letztlich gekommen."

...über seine Gefühlslage: "Euphorie pur, da fällt natürlich alles ab von dir und von der Mannschaft. Großes Kompliment an alle, dass wir ruhig geblieben sind. Wir haben uns nicht verrückt gemacht und haben daran geglaubt, dass wir gut genug sind, hier mit unseren fantastischen Fans das Spiel zu gewinnen."

Eintracht Frankfurt

Niko Kovac (Trainer): "Mit Sicherheit bin ich sehr enttäuscht, das ist ganz klar. Bremen hatte auch kaum Torchancen, aber wir haben zu wenig investiert. Es war nicht einfach für uns, weil wir die Bälle zu einfach hergegeben haben. In den vergangenen Wochen haben wir die Spiele per Standard gewonnen, heute so verloren."

...darüber, dass sein Team extrem tief stand: "Das war nicht geplant, nein. Aber wir haben es nicht geschafft, die Bälle einfach zu sichern. Wir hatten die zweiten Bälle nicht und wenn du das nicht schaffst, bekommst du keine Entlastung. Die zweiten Bälle sind alle bei Bremen gelandet."

...über die Relegation: "Das ist nicht einfach. Wir müssen jetzt in die Relegation und haben das erste Spiel zuhause. Das ist ein Vorteil, aber wir werden uns jetzt in aller Ruhe anschauen, wie Nürnberg in Paderborn spielt. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie hat auch heute nicht viel zugelassen."

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender): "Man hatte Hoffnung geschöpft, dass wir das Unentschieden über die Zeit bringen. Das ist uns nicht gelungen. Jetzt müssen wir alles dafür tun, es über die Relegation zu schaffen. Ich bin überzeugt, dass wir in den vergangenen Wochen den nötigen Mut geschöpft haben, um den Klassenerhalt zu schaffen."

...über die defensive Frankfurter Spielweise: "Es ist immer die Frage: Hat man sich hinten rein gestellt, oder hat der Gegner uns hinten rein gedrückt? Wir hätten den einen oder anderen Konter konzentrierter spielen müssen, ohne Zweifel. Trotzdem stand es lange 0:0 und wir hatten den festen Glauben daran, dass wir dieses Ergebnis über die Zeit bringen."

Stefan Aigner: "Wenn man den Spielverlauf berücksichtigt, war es ein verdienter Sieg. Aber natürlich ist es bitter, in der 88. Minute ein Tor zu kassieren. Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer. Aber natürlich stimmt es, dass wir zu wenig Entlastung hatten. Der Trainer hat uns gesagt, dass wir die Köpfe nicht hängen lassen sollen."

Alles zum 34. Spieltag

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