Stöger verfällt "nicht in Hysterie"

SID
Peter Stöger feierte 2014 mit den Kölnern den Aufstieg
© getty

Vier Heimniederlagen in Folge, Rot für den seit Wochen besten Spieler und Ärger über Fan-Häme gegen Kevin Vogt: Den Klassenerhalt hat der 1. FC Köln nach einem missratenen Derby-Wochenende noch nicht sicher, Grund für Panik sehen die Verantwortlichen aber nicht.

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"Ich werde nicht in Hysterie verfallen", sagte Trainer Peter Stöger, der trotz der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen in seinen 50. Geburtstag am Montag reinfeierte.

"Ich werde noch einige Zeit Trainer sein, noch einige Spiele verlieren und einige gewinnen", sagte der Österreicher: "Aber 50 werde ich nur einmal. Deshalb werde ich das ein oder andere Kölsch trinken. Auch wenn es mit einem 2:0 schöner gewesen wäre."

"Wir haben einen wachsamen Blick auf die Situation, nicht mehr und nicht weniger", betonte auch Sportchef Jörg Schmadtke angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und fünf noch ausstehenden Spielen. Zudem ist der FC nach vier Heimniederlagen in Folge nur noch eine weitere Niederlage von seinem Vereins-Negativrekord aus dem Jahr 2001 entfernt.

"Ich finde das unverschämt"

Richtig auf die Stimmung drückten letztlich nur der Platzverweis von Leonardo Bittencourt und die Pfiffe der Fans gegen Vogt. "Das sind Dinge, die wir nicht wollen. Und das ist auch nicht das Spiegelbild unserer Mannschaft", sagte Stöger zum Platzverweis Bittencourts, der nach einer Grätsche gegen Admir Mehmedi in der sechsten Minute der Nachspielzeit Rot gesehen hatte.

Richtig wütend machten den Trainer gar die Fans, die Vogt bei nahezu jedem seiner Ballkontakte mit spöttischen Rufen bedacht hatten. Seine Auswechslung zur Halbzeit feierten sie mit tosendem Applaus. "Ich finde das unverschämt", schimpfte Stöger und kündigte an: "Wer mich kennt, weiß: Je mehr Spieler von mir die Unterstützung der Fans nicht bekommen, desto mehr werde ich sie schützen."

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