Der BVB und die Spielerverkäufe

Dortmunds Ribery-Moment

Freitag, 29.04.2016 | 14:52 Uhr
BVB vs. FCB: Die Dortmunder könnten sich aber auch an den Münchnern orientieren
© getty
Advertisement
Bundesliga
Sa18:00
Die Highlights vom Samstag mit S04, VfB, SGE & SVW
Premier League
Live
West Ham -
Tottenham
CSL
Live
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
Live
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby County -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Pacos Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avai
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine

Borussia Dortmund steht nicht nur im Fall Mats Hummels vor einer Grundsatzfrage: Will der BVB den Schritt an die Spitze des europäischen Fußballs vorantreiben oder weiterhin ein Verkäuferverein bleiben? Dann müssen die Dortmunder ihren Spielern konsequenter die Freigabe verweigern. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur Andreas Lehner.

Die Giftpfeile fliegen im Moment nicht mehr. Das Verhältnis zwischen Bayern München und Borussia Dortmund hat sich entspannt in den letzten Monaten, das zeigt auch der Umgang beider Seiten in der Transferfrage Mats Hummels.

Der Wechsel scheint kaum noch abzuwenden, aber Hans-Joachim Watzke hat sich mit seinen Aussagen noch eine Hintertür offengelassen. Hummels könne auch nächstes Jahr noch in Dortmund spielen und außerdem müsse Bayern erstmal die Forderungen erfüllen. Das kann man ebenso wie Karl-Heinz Rummenigges Drei-Seiten-Zitat als Poker in der Ablösefrage interpretieren, oder Watzke überlegt wirklich, ein Statement zu setzen.

Bayerns Weg zum Schwergewicht

Wie das geht, könnte er sich ausgerechnet in München erzählen lassen. Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da war auch der FC Bayern noch nicht dieses europäische Schwergewicht, das er heute darstellt und noch nicht auf Augenhöhe mit den Branchenführern aus Spanien und England.

2009 wollte Franck Ribery zu den Königlichen wechseln, das erklärte er auch öffentlich ("Ich will weg! Real Madrid oder gar nichts."). Aber der FC Bayern entschied sich damals, einen großen Schritt zu wagen. Weg vom Verkäuferverein, hin zum Käuferverein - auch international.

Und so ereignete sich ein legendäres Telefonat zwischen Uli Hoeneß und Florentino Perez, in dem Hoeneß seinem Kollegen riet, sich Stift und Papier zu holen und eine eins mit acht Nullen aufzuschreiben. 100 Millionen Euro wollte der FC Bayern für Ribery und klebte damit mehr oder weniger ein Unverkäuflich-Schild auf den Franzosen.

Ribery blieb, die Bayern schafften unter Louis van Gaal den sportlichen Turnaround und der Franzose verlängerte rund ein Jahr später seinen Vertrag in München. Auch Dortmund ist gerade dabei, unter Thomas Tuchel etwas Neues aufzubauen.

Was ist die Ausstiegsklausel wert?

Im Fall Hummels hat der BVB ebenso wie bei Ilkay Gündogan das Heft des Handelns in der Hand. Beide haben gültige Verträge bis 2017 - ohne Ausstiegsklausel. Auf dieses vertragliche Werkzeug hat Watzke in den letzten Jahren immer wieder stolz hingewiesen. Aber was, außer ein paar Millionen mehr, sind Verträge ohne Klauseln wert, wenn sie trotzdem jederzeit aufgelöst werden können?

Planungssicherheit und dauerhafter sportlicher Erfolg gestalten sich durch den ständigen Verlust von Schlüsselspielern jedenfalls schwieriger. Aber Borussia Dortmund ist nicht der SC Freiburg. Der BVB liegt in der Liste der umsatzstärksten Klubs der Welt auf Platz elf, hat den höchsten Zuschauerschnitt weltweit und eine auch international konkurrenzfähige Mannschaft.

Es war ein Fehler zu sagen, einen zweiten Fall Lewandowski werde es nicht geben. Denn diese harte Haltung muss die Borussia öfter einnehmen. Der Pole hat auch in seiner letzten Saison vor seinem Abschied Spitzenleistungen gebracht und dem Klub durch das Erreichen der sportlichen Ziele viel Geld eingebracht, mehr vielleicht sogar als Ablöse zu diesem Zeitpunkt.

Günstiger Moment zum Paradigmenwechsel

Die Lücke im finanziellen Bereich zu Bayern, Real, Barca oder Manchester City ist da, daran besteht kein Zweifel. Es geht in den Transferaktivitäten der Borussia rund um Hummels, Gündogan, Aubameyang und Mkhitaryan aber auch um die Frage, wie und ob man sie dauerhaft schließen will. Dazu müsste der BVB bereit sein, etwas mehr ins Risiko zu gehen, öfter auf Ablösesummen verzichten und sein Gehaltsgefüge nochmal deutlich anzuheben.

Mit steigenden Einnahmen durch die erneute Teilnahme an der Champions League (Bayern kassiert in dieser Saison knapp 100 Mio. Euro) und dem neuen TV-Vertrag vor Augen wird auch der Umsatz bald weit über 300 Millionen Euro liegen, so dass auch die Personalkosten weiterhin in einer vernünftigen Relation steigen können.

Die Fußballwelt im Netz auf einen Blick - Jetzt auf LigaInsider checken!

Die Erfahrungen der Fast-Insolvenz 2005 liegen natürlich noch immer über dem Verein und Watzkes Credo, nie wieder Schulden machen zu wollen, ist auch der richtige Weg. Aber diese Prämisse kann unangetastet bleiben. Es braucht gewaltigen Mut und Willen, diesen Paradigmenwechsel einzuleiten. Der Moment wäre aber günstig.

Mats Hummels im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung