Fussball

"Lewandowski nicht mehr weit voraus"

SID
Aubameyang liegt mit 22 Toren einen Treffer hinter Kontrahent Lewandwoski in der Torjägerliste
© getty

Borussia Dortmunds Topstürmer Pierre-Emerick Aubameyang liefert sich aktuell mit Robert Lewandowski ein Duell um die Torjägerkanone. Dabei sieht sich der Gabuner mittlerweile insgesamt auf fast gleichem Niveau mit dem Goalgetter des FC Bayern München.

"Ich bin auf jeden Fall schneller!", verriet Aubameyang der WAZ und fügte an: "Robert ist vielleicht ein bisschen kompletter als ich und physisch noch robuster. Er hält die Bälle besser als ich. Aber er ist mir insgesamt nicht mehr weit voraus."

Der 26-Jährige hat in der laufenden Spielzeit bislang 22 Bundesligatore erzielt, eines weniger als Lewandowski, mit dem er seit dessen Abgang vom BVB in Richtung München aber immer noch ein gutes Verhältnis pflegt: "Wir telefonieren ab und zu oder schreiben uns Nachrichten. Wir hatten ein gutes Verhältnis. Er ist ein ganz großer Stürmer."

Bei den Schwarz-Gelben haben die Beiden noch ein Jahr Seite an Seite gespielt - für Aubameyang nach eigenen Angaben eine enorm lehrreiche Zeit. "Tore schießen", habe er von dem Polen gelernt: "Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, war ich sehr beeindruckt, wie eiskalt er vor dem Tor war. Ich habe mir damals gedacht: Boah, ich muss genauso cool werden. Und nach und nach klappt das jetzt."

"Wir haben auf jeden Fall eine Chance"

Im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen dem Zweiplatzierten aus Dortmund und dem Ligaprimus aus München (Samstag, 18.30 Uhr im LIVETICKER) sieht Afrikas Fußballer des Jahres sein Team keineswegs chancenlos. Mit der Personalsituation der Münchner habe das aber nichts zu tun.

"Das ist nie leicht, auch ohne die Verletzten wird das schwierig genug. Klar fehlt mit Boateng ein sehr starker Spieler - aber Bayern hat etliche andere Topleute. Mal sehen, wie es läuft, wir haben auf jeden Fall eine Chance", sagte er im Hinblick auf das möglicherweise vorentscheidende Spiel um die Meisterschaft.

Aubameyang war während der laufenden Saison bereits mehrfach durch forsche Kampfansagen in Richtung Säbener Straße aufgefallen. Auch jetzt bekräftigt er die Ambitionen des Double-Siegers von 2012. "Solange es möglich ist, glaube ich daran. Wir sind Profis und streben nach dem maximal Möglichen", sagte er zu den Titelchancen der Borussia und erklärte: "Die Bayern sind eine großartige Mannschaft, sie können alles gewinnen. Aber dieses Jahr spüre ich, dass sie einige Spiele verlieren könnten. Für uns ist das eine Chance. Die können wir nutzen, ohne uns verrückt zu machen. Wir sind schließlich nicht der Favorit!"

Pierre-Emerick Aubameyang im Steckbrief

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