Fussball

"Ribery und Bayern gehört zusammen"

Von SPOX
Franck Ribery steht bei einem Saisontor
© getty

Vor einem Jahr verletzte sich Franck Ribery im Champions-League-Spiel gegen Schachtjor Donezk am Sprunggelenk. Was zunächst recht harmlos anmutete, entwickelte sich zu einer der langwierigsten und hartnäckigsten Zwangspausen seiner Karriere.

Mittlerweile ist der Franzose zwar immer noch nicht bei 100 Prozent, aber immerhin in der Lage, wieder auf dem Platz zu stehen. Im Gespräch mit der Bild erklärt der 32-Jährige seine Ziele mit dem FC Bayern, das Verhältnis zu seinen Startelf-Konkurrenten und verriet seinen Favoriten für die EM in Frankreich.

"Elf Monate Pause sind schwer. Ich musste mir immer wieder sagen: Wenn ich es aus der dritten, vierten Liga nach ganz oben geschafft habe, dann schaffe ich auch mein Comeback", so Ribery auf die Frage, ob ein verletzungsbedingtes Karriereende zur Debatte stand, und ergänzte: "Aber es war auch eine schöne Erfahrung. Der Klub hat mir sehr geholfen."

Nun strebt der Flügelspieler weitere Erfolge mit den Münchnern an, für die er seit mittlerweile neun Jahren spielt. "Ich kenne meine Energie. Ich will noch viel machen für meine Mannschaft, für Bayern, für die Fans. Ich will noch mehr", erklärte er. Er sei "hungrig nach mehr Titeln."

Vertragsverlängerung ist ein Thema

Ginge es nach ihm, dann würde er seinen bis 2017 datierten Vertrag sogar noch einmal verlängern. "Ich habe schon ein bisschen mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge über einen neuen Vertrag gesprochen", verriet er, und schwärmte: "Ich will gerne noch ein, zwei Jahre länger bleiben! Ich bin glücklich, freue mich, in München zu leben. Es ist schön für meine Kinder und meine Frau." Zudem habe er alles in München, was er brauche: "Die Leute lieben mich. Ribery und Bayern, das gehört zusammen."

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Darauf angesprochen, ob ein finanziell lukrativeres Vertragsangebot von einem anderen Klub ein Umdenken hervorrufen könnte, sagte der ehemalige französische Nationalspieler: "Geld ist nicht das Wichtigste für mich. Wenn ich viel mehr Geld wollen würde, hätte ich nach China gehen müssen. Ich hatte ein Angebot. Das interessiert mich nicht."

Dass sich die Sommer-Neuzugänge Kingsley Coman sowie Douglas Costa, die beide Riberys Außenbahn-Position bekleiden können, so gut entwickelt haben, stört ihn indes nicht. Ganz im Gegenteil: "Ich freue mich für die Jungs! Fragen Sie David Alaba oder Diego Contento oder Xherdan Shaqiri - ich helfe den Jungen. Ich rede mit 'King' (Coman, Anm. d. Red.) viel auf Französisch."

Auch für seinen anderen "Konkurrenten" findet Ribery ausschließlich lobende Worte: "Costa hat das bisher super gemacht. Das ist gut für Bayern! Ich bin nicht neidisch auf Coman und Costa. Wenn du alle Titel gewinnen willst, brauchst du alle guten Spieler. Auch mich, gesund!"

EM-Favorit: Deutschland

Im Juni startet die EM in Riberys Heimatland, die jedoch ohne ihn stattfinden wird. Schon 2014 hatte er seinen Rücktritt aus der Equipe Tricolore bekanntgegeben. "Ich habe meinem Land so viel geholfen. Dann kam das Problem vor der WM 2014 mit meinem Rücken Die Leute hatten plötzlich vergessen, was ich für Frankreich getan habe. Das tut weh", erinnerte er sich an seinen Schritt und dessen Folgen damals.

Deutschland sei sein Favorit auf den EM-Titel, gestand der Offensivmann, und schob scherzhaft nach: "Jetzt sind die Franzosen sauer, oder?"

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