Mittwoch, 03.02.2016

Heldt lässt Vorwürfe unkommentiert

Zoff um Mega-Talent Avdijaj

Donis Avdijaj ist aktuell an Sturm Graz ausgeliehen, sorgt aber trotzdem für Aufregung im Lager vom FC Schalke 04. Karsten Schmidt, Berater des Schalker Talents, macht nun einen Streitfall öffentlich und beklagt einen mangelnden Umgang mit seinem Klienten.

Donis Avdijaj war vorzeitig aus dem Sturm-Trainingslager abgereist
© getty
Donis Avdijaj war vorzeitig aus dem Sturm-Trainingslager abgereist

Dabei geht es um die vorzeitige Abreise von Avdijaj aus dem Trainingslager von Sturm Graz in der Türkei. Das Offensivjuwel klagte über Schmerzen in der Leiste und ließ sich in Berlin von einem Spezialisten untersuchen. Schalkes Sportvorstand Horst Heldt wurde daraufhin von der WAZ süffisant zitiert.

"Ich mache mir um Donis keine Sorgen, weil er geerdet ist. Er hat alles im Griff. Er hat jetzt eine Verletzung, die ihn befähigt, das Trainingslager zu verlassen", heißt es da. Zudem sagte Heldt, er habe "diese Information bekommen, Donis hat aber nicht jedem Bescheid gesagt, dass er das Trainingslager verlässt."

"Vermisse jeglichen Anstand"

Ein Kommentar, den Schmidt so nicht stehen lassen will: "Das ist natürlich korrekt. Den Ersatztorwart und den Platzwart hat Donis nicht informiert", echauffiert sich der Berater in der Sport Bild und macht darauf aufmerksam, dass der Trainer Bescheid wusste. "Donis hat mich morgens um halb sieben aus dem Schlaf geklingelt. Ich habe ihm die Erlaubnis erteilt, eine Maschine nach Berlin zu nehmen, um sich untersuchen zu lassen", bestätigte Franco Foda dem Blatt.

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In Berlin wurde dann eine Muskelbündelverletzung festgestellt, die Avdijaj zu einer Pause von bis zu fünf Wochen zwingt. Ein Grund mehr für Schmidt, die Aussagen von Heldt abzuschmettern: "Die Motivlage ist mir völlig unverständlich. Ich vermisse jeglichen Anstand. Jeder Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht für seine Angestellten, die in meinen Augen hier verletzt wurde."

Heldt zeigte zunächst keine Reaktion und verwies lediglich darauf, den Fall intern behandeln zu wollen. Die Öffentlichkeit wurde auf den 19-jährigen Avdijaj vor allem durch eine Ausstiegsklausel in Höhe von 49 Millionen Euro aufmerksam. Dementsprechend brisant sind die Themen um den Jungstar.

Im Dezember ließ Heldt verlauten, Avdijaj wolle unbedingt nach Schalke zurück. Dort entschied man sich jedoch, sein Talent noch ein weiteres halbes Jahr in Graz zu parken. Auch diese Aussage ließ Schmidt aufstoßen: "Wenn Donis in Graz nicht so beliebt wäre, bräuchte er sich nach so einer Äußerung dort gar nicht mehr blicken lassen."

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