"Alle HSV-Fans kommen aufrecht"

Von SPOX
Dietmar Beiersdorfer hat seinen Kurs verteidigt
© getty

Dietmar Beiersdorfer wehrt sich gegen die Vorwürfe, die gegen seine Arbeit und der finanziellen Situation beim Hamburger SV gemacht werden. Er verteidigt seinen Kurs, denn schließlich könne man sich nicht gesund sparen, stattdessen muss im Jugendbereich angesetzt werden. Und dafür braucht es das richtige Personal.

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"Die ständigen Führungswechsel der früheren Jahre und die Diskussion rund um die Ausgliederung haben Spuren und auch Schäden hinterlassen", gesteht sich Beiersdorfer in der Sport Bild ein. Seit 20 Monaten hat Beiersdorfer nun das Zepter beim HSV in der Hand. In diese Zeit stiegen die Personalkosten um 18 Prozent auf 69,3 Millionen Euro. Dazu kommt ein Schuldenberg in Höhe von knapp 90 Millionen Euro.

Beiersdorfer legt den Fokus jedoch auf das Sportliche: "In erster Linie war es unser Anspruch, den HSV wieder zu einem Klub zu machen, der sich über den Sport definiert. Nicht über ständige interne Querelen und Personalrochaden."

"Müssen Spieler selbst entwickeln"

Damit begründet er auch die gestiegenen Personalkosten: "Der HSV hatte in vielen Bereichen seine Wettbewerbsfähigkeit verloren. Du kannst dich auf diesem Weg nicht gesund sparen, wenn du auf dringend notwendiges Personal verzichtest." Als Beispiel zog er die U17 heran: "Im Sommer 2014 hatten wir einen Trainer, keinen Co-Trainer und Athletiktrainer. Einen Torwarttrainer für den kompletten Nachwuchsbereich. Wie willst du dich da verbessern?"

Besonders der Personalanstieg in der Jugend sei erforderlich, um sportlich wieder konkurrieren zu können. Auch wenn das mit höheren Ausgaben einhergeht: "Wenn wir nicht dauerhaft nur hohe Ablösesummen zahlen wollen, müssen wir unsere Spieler auch selbst entwickeln."

Und letztendlich ist der Zuspruch der Fans spürbar: "Bei unserem Zuschauerzuspruch stehen wir unter den Top Ten in Europa. Und alle HSV-Fans kommen aufrecht."

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