"Hätte mich über BVB-Wechsel gefreut"

Freitag, 12.02.2016 | 10:51 Uhr
Yunus Malli steigerte seine Torquote bei den Nullfünfern Jahr für Jahr weiter
© getty
Advertisement
Premier League
Live
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Live
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Live
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Live
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Live
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur

Yunus Malli gehört mit 23 Jahren schon zu den dienstältesten Spielern beim 1. FSV Mainz 05 und ist absoluter Leistungsträger. Im Interview spricht er über seine Entwicklung, die sich an Zahlen ablesen lässt, die Entscheidung für die Türkei, Hansi Flicks Anruf und den gescheiterten Wechsel nach Dortmund. Außerdem lernte er Martin Schmidt in der Winterpause besser kennen.

SPOX: Herr Malli, Sie müssten nach den letzten Tagen einen "Helau"-Tinnitus haben, oder?

Yunus Malli: Ehrlicherweise habe ich mit Karneval beziehungsweise der Mainzer Fastnacht gar nicht so viel am Hut. Generell bin ich niemand, der viel feiert oder sich verkleidet. Von daher bin ich die Tage auch eher ruhig angegangen.

SPOX: Merken Sie vor allem in dieser Zeit, dass Sie eigentlich doch kein Rheinhesse sind?

Malli: Ich fühle mich durchaus als Mainzer, immerhin wohne ich jetzt schon seit viereinhalb Jahren hier. Außerdem fühle ich mich in der Stadt und im Verein auch echt wohl. Es liegt aber einfach nicht in meiner Art, laut und überdreht zu sein. Ich habe lieber meine Ruhe.

SPOX: Im letzten Winter traten Sie auch eine Pilgerreise nach Mekka an.

Malli: Das war eine gute Gelegenheit, mal abzuschalten. Zudem gilt der Besuch der heiligen Stätten in Medina und Mekka im Islam als gute Tat. Das hat mir persönlich viel gegeben. Ich konnte die weltlichen Dinge aus dem Kopf verdrängen und mich auf die Religion und mich selbst konzentrieren. Die ganze Aura dieses Ortes war beeindruckend.

SPOX: Im August 2008 gaben Sie die türkische Staatsbürgerschaft auf, um die deutsche anzunehmen. Hätten Sie sich damals erträumt, dass Sie sie 2015 wieder zurückerlangen würden, um in der türkischen Nationalelf zu spielen?

Malli: Zu dem Zeitpunkt habe ich daran noch gar nicht gedacht. Damals wurde ich gerade in die deutsche U17-Nationalmannschaft berufen, sodass ich einen deutschen Pass benötigte. Anschließend hatte ich schöne und erfolgreiche Jahre im Nachwuchs des DFB. Ich habe mich dort immer wohlgefühlt. Die Zeit möchte ich auch nicht missen, sie hat mich auf jeden Fall weitergebracht.

SPOX: Vor fast fünf Jahren sagten Sie im SPOX-Interview, dass Sie sich voll mit dem DFB identifizierten und sich die Frage Deutschland oder Türkei für Sie nicht stelle. Das bekräftigten Sie auch im vergangenen Sommer noch einmal. Im November feierten Sie Ihre Nationalmannschafts-Premiere - für die Türkei. Warum doch?

Malli: Es war eine Entscheidung des Herzens. Ich wollte unbedingt erleben, wie es sich anfühlt, für die Türkei, das Land meiner Familie, zu spielen. Vor allem, als ich spürte, wie groß das Interesse seitens des Verbands war. Vorher habe ich bei jedem Länderspiel vor dem Fernseher mitgefiebert, plötzlich konnte ich selbst Teil davon sein. Nachdem ich nun meine ersten beiden Spiele bestritten habe, kann ich nur bestätigen, dass das Tragen des türkischen Trikots noch einmal mit einer ganz anderen Emotion verbunden ist. Deshalb bereue ich die Entscheidung auch nicht.

SPOX: Haben Ihnen die anderen Bundesliga-Spieler bei der Integration besonders geholfen?

Malli: Auf jeden Fall, vor allem Hakan Calhanoglu war sehr wichtig für mich. Aber auch andere Spieler mit deutschem Hintergrund, wie zum Beispiel Olcay Sahan, Cenk Tosun oder Yasin Öztekin, waren eine große Hilfe. Vorher hatte ich noch nie ein Profispiel auf türkischem Boden absolviert. Ich wurde aber von allen gut aufgenommen, sodass es mir großen Spaß gemacht hat, Teil des Kaders zu sein.

SPOX: Der türkische Verband hat sogar ein eigenes Trainingszentrum nur für die Nationalmannschaft - die reinste Wohlfühloase?

Malli: Das kann man wohl so sagen. (lacht) Das Zentrum ist ein Riesenkomplex in Istanbul, wo uns alles zur Verfügung steht. An Professionalität ist das vermutlich nicht zu übertreffen. Es wird darauf geachtet, dass sich alle wohlfühlen. Hakan und ich haben auch schon die eine oder andere Partie an der Playstation ausgespielt.

SPOX: Fatih Terim besuchte Sie vor Ihrer Entscheidung damals sogar persönlich in Deutschland.

Malli: Das machte mich wahnsinnig stolz. Vor allem seine Worte, dass er es begrüßen würde, mich in der Nationalmannschaft dabei zu haben und ich jederzeit willkommen sei, waren mir sehr wichtig.

SPOX: Er hat ein sehr ausdrucksstarkes und kompromissloses Auftreten. Hatten Sie nach dem Treffen überhaupt noch eine Wahl?

Malli: Er wollte mir nichts vorschreiben, es war mehr ein Kennenlernen. Fatih Terim brauchte mir gar nicht noch einmal explizit sagen, mit welcher Ehre es verbunden ist, in der Nationalmannschaft zu spielen. Schon jedes türkische Kind will seinem Land weiterhelfen und alles dafür geben. Das ist bei mir genauso, ich möchte die Türkei bestmöglich repräsentieren. Daher hoffe ich, dass ich noch das eine oder andere Mal dabei bin.

SPOX: Nach dem Treffen mit Terim hat sich auch der DFB bei Ihnen gemeldet. War die Entscheidung da schon gefallen?

Malli: Nachdem es öffentliche Berichte gab, wonach die Türkei ihr Interesse an mir bekundet habe, hat mich auch Hansi Flick angerufen. Er hat noch einmal zum Ausdruck gebracht, dass ich auf einem guten Weg sei und sie mich beobachteten. Er stellte mir eine Chance im DFB-Team in Aussicht, was natürlich auch eine schöne Anerkennung war, und ich glaube nicht, dass seine Worte nur so dahingesagt waren. Als ich mich trotzdem für die Türkei entschieden habe, respektierte das der DFB und wünschte mir auf dem Weg alles Gute. Es hat mir also niemand übelgenommen.

SPOX: Nicht so wie im Fall Mesut Özil. Der hat seit seiner Entscheidung pro DFB, vor allem aufgrund des langen Hin und Hers, einen schweren Stand in der Türkei. Wollten Sie genau so etwas verhindern?

Malli: Jeder muss sich für das Land entscheiden dürfen, in dem er sich am wohlsten fühlt. Deshalb sollte man auch in der Türkei respektieren, wenn sich ein Spieler mit türkischen Wurzeln für den DFB entscheidet. Meine Entscheidung fiel relativ schnell, jedoch haben wir uns mit der Veröffentlichung auch Zeit gelassen, da abschließend noch einige Dinge zu klären waren. Somit wurde auch um mich viel spekuliert. Zur Hängepartie wurde das Thema aber nur in den Medien und bei den Fans. Viele fragten immer wieder, warum ich noch zögere oder warum ich noch so lange nachdenke. Da stand mein Entschluss schon längst fest. Den kannte zunächst aber nur meine Familie.

SPOX: Die spielt bei Ihnen ohnehin eine große Rolle.

Malli: Mir war es bei allem Erfolg im Fußball immer wichtig, die enge Bindung zu meiner Familie beizubehalten. Die Unterstützung, die ich dort erfahre, ist riesig. Das möchte ich zurückgeben. Genauso wichtig sind mir auch meine Freunde. Ich versuche, ein- bis zweimal im Monat meine Kasseler Jungs zu treffen. Die waren auch immer Teil meiner Entwicklung.

Seite 1: Malli über die Entscheidung pro Türkei, Hansi Flicks Anruf und die Familie

Seite 2: Malli über seine Torquote, Tuchel und den gescheiterten Wechsel zum BVB

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung