Vielleicht trotzdem Retter

Mittwoch, 10.02.2016 | 19:18 Uhr
Huub Stevens trat am Mittwoch aus gesundheitlichen Gründen in Hoffenheim zurück
© getty
Advertisement
NFL Draft
Fr27.04.
Wo landet der deutsche Wide Receiver?
Championship
Derby County -
Cardiff
J1 League
Kashima -
Kobe
Super Liga
Roter Stern -
Cukaricki
Ligue 1
Caen -
Toulouse
DBU Pokalen
Bröndby -
Midtjylland
Copa Libertadores
Cruzeiro -
Univ Chile
First Division A
Genk -
Brügge
Championship
Fulham -
Sunderland
Ligue 1
Montpellier -
St. Etienne
Primera División
Levante -
FC Sevilla
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Espanyol -
Las Palmas
Premier League
Liverpool -
Stoke
CSL
Guangzhou Evergrande -
Jiangsu
Championship
Aston Villa -
Derby County
Premier League
Huddersfield -
Everton
Primera División
Real Sociedad -
Bilbao
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Ligue 1
Lyon -
Nantes
Serie A
AS Rom -
Chievo Verona
Championship
Middlesbrough -
Millwall
Premier League
Swansea -
Chelsea
Primera División
Real Madrid -
Leganes
Primeira Liga
Benfica -
Tondela
Ligue 1
Bordeaux -
Dijon
Ligue 1
Lille -
Metz
Ligue 1
Monaco -
Amiens
Ligue 1
Strassburg -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Caen
Premier League
Crystal Palace -
Leicester (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Celta Vigo
Serie A
Inter Mailand -
Juventus
Premier League
Southampton -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Burnley -
Brighton (Delayed)
Primera División
Getafe -
Girona
Serie A
Crotone -
Sassuolo
Premiership
Celtic -
Rangers
Eredivisie
Feyenoord -
Sparta
Ligue 1
Rennes -
Toulouse
Serie A
Sampdoria -
Cagliari
Serie A
Atalanta -
CFC Genua
Serie A
Bologna -
AC Mailand
Serie A
Hellas Verona -
SPAL
Serie A
Benevento -
Udinese
Premier League
West Ham -
Man City
Primera División
Alaves -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
Marseille
Premier League
Man United -
Arsenal
Superliga
Bröndby -
Nordsjälland
Serie A
Florenz -
Neapel
Primera División
Valencia -
Eibar
Primeira Liga
Maritimo -
FC Porto
Primera División
La Coruna -
FC Barcelona
Serie A
FC Turin -
Lazio
Ligue 1
PSG -
Guingamp
Premier League
FK Krasnodar -
Lok Moskau
Premier League
Tottenham -
Watford
Primera División
Real Betis -
Malaga
Copa Libertadores
Nacional -
Santos
J1 League
Kobe -
Tokyo
1. HNL
Slaven Belupo -
Dinamo Zagreb
Premier League
Brighton -
Man United
Primera División
FC Sevilla -
Real Sociedad
Primera División
Girona -
Eibar
Premier League
Stoke -
Crystal Palace
CSL
Guangzhou R&F -
Shanghai Shenhua
Premier League
Lok Moskau -
Zenit
Primera División
Bilbao -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Hellas Verona
Premier League
Everton -
Southampton
Primera División
Celta Vigo -
La Coruna
Premier League
Leicester -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Villarreal -
Valencia
Serie A
Juventus -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Swansea (Delayed)
Premier League
Watford -
Newcastle (Delayed)
J1 League
Hiroshima -
Kobe
Serie A
Udinese -
Inter Mailand
Premier League
Man City -
Huddersfield
Serie A
Lazio -
Atalanta
Serie A
Chievo Verona -
Crotone
Serie A
CFC Genua -
Florenz
Serie A
Neapel -
FC Turin
Premier League
Chelsea -
Liverpool
Premier League
Arsenal -
Burnley
Primera División
FC Barcelona -
Real Madrid
Primeira Liga
FC Porto -
Feirense

Huub Stevens verlässt die TSG Hoffenheim vor Ablauf seines Vertrages aus gesundheitlichen Gründen. Die Nachfolge für die kommende Saison ist bereits geklärt, die kurzfristige ist improvisiert. Der Verein muss den heftigsten Schlag der Saison verkraften - doch der könnte der verfahrenen Situation sogar guttun.

"Wir waren nach den ersten Gesprächen sofort davon überzeugt, dass Huub Stevens die optimale Lösung ist", kommentierte TSG-Sportchef Alexander Rosen am 26. Oktober im vergangenen Jahr die Entscheidung pro Stevens. Wenige Augenblicke zuvor war durchgesickert, dass Hoffenheim seinen damaligen Trainer Markus Gisdol entlassen hatte.

Der neue Retter war da. Huub Stevens, der 2014 und 2015 dem völlig verunsicherten VfB Stuttgart als Feuerwehrmann gleich zweimal den Bundesliga-Verbleib gerettet hatte, unterschrieb in Hoffenheim bis Saisonende. Seine Aufgabe: Die gleiche wie beim VfB.

Die in ihn - und von ihm selbst - gesetzten Erwartungen wird Stevens aber nicht erfüllen können. Am Mittwoch gab der Trainer aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt. Neben der sportlichen Entwicklung ist das der heftigste Schlag, den der Klub in dieser Saison verkraften muss.

Sportliches Armutszeugnis

"Die Saison ist noch lang, daher mache ich mir keine Sorgen um den Klassenerhalt", hatte der Niederländer bei seinem Amtsantritt noch gewohnt selbstbewusst und bestimmt gesagt. Ausgangslage: Vorletzter nach zehn Spieltagen, zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Zehn Spieltage später hat sich am Tabellenplatz rein gar nichts geändert. Die Lücke zu Rang 15 hat sich allerdings auf sieben Zähler ausgeweitet. Zuletzt gab es aus vier Spielen nur einen Punkt, schlechter war im gleichen Zeitraum nur Schlusslicht Hannover 96.

Nicht zuletzt beim völlig verunsicherten Heim-Auftritt gegen Aufsteiger Darmstadt (0:2) zeigte sich deutlich, wie es um die TSG in dieser Saison bestellt ist: Die von der Kämpfernatur Stevens geforderte Körpersprache war im Spiel der Kraichgauer nicht einmal ansatzweise zu sehen. Es fehlte dem Team an Mitteln. Jeder, der das Spiel sah, konnte 1899 schamlos ein Armutszeugnis ausstellen.

Rücktritt als Erleichterung für den Klub?

"Es ist keine Alternative, den Laden zuzumachen. Und ein Trainerwechsel ist auch keine Alternative", hatte Rosen nach dem sportlichen Offenbarungseid gegen die Lilien gesagt. Man wollte an Stevens festhalten, doch es hätte womöglich nicht mehr lange gedauert, bis sich Rosen auch dafür hätte rechtfertigen müssen.

Genau deshalb könnte aus dem großen Rückschlag sogar eine Erleichterung hervorgehen: Die mediale Unruhe, die es zuletzt zunehmend um Stevens' ausbleibenden Erfolg gab, fällt als zusätzliche Belastung erst einmal weg.

Thon: "Stevens auf einer Stufe mit Heynckes"

Alfred Schreuder und Armin Reutershahn sollen die Mannschaft betreuen. Zumindest vorerst. Spätestens im Sommer werden sie von Julian Nagelsmann abgelöst. Der künftige Coach hat einen Vertrag bis 2019 unterschrieben und wäre im Fall des Klassenerhalts in der kommenden Spielzeit mit 28 Jahren der jüngste Trainer der Bundesliga.

Vorerst treten aber Stevens' bisherige Assistenten in den Vordergrund. Sie haben den Vorteil, dass sie das Team bereits kennen und mit den Arbeitsweisen des "Knurrers" vertraut sind. Wenn nicht nun ein "Jetzt-erst-recht"-Ruck durch die Mannschaft geht, wann sonst?

Abschied eines Kult-Trainers

Es kann nur noch besser werden. So muss man die Situation in Hoffenheim verstehen. Mit Stevens' Abschied verliert die Bundesliga zwar einen Kult-Coach und Hoffenheim die personifizierte Hoffnung, womöglich macht er mit diesem Schritt aber auch den Weg frei für einen Aufschwung, der sich unter ihm bei 1899 zu keinem Zeitpunkt andeutete.

Der Klub von Mäzen Dietmar Hopp, der 2008 hocheuphorisch den Aufstieg in die Bundesliga realisierte, steht vor dem Abgrund. Beim Auswärtsspiel am Samstag in Bremen (15.30 Uhr im LIVETICKER) könnte bereits eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen.

Vielleicht trotzdem Retter

Stevens, dem sogar eine OP droht, kann diesen Kraftakt nicht mehr bewerkstelligen. Er wird eigenen Aussagen zufolge nie mehr auf eine Trainerbank zurückkehren. "Der Verein verdient einen Trainer, der 100 Prozent fit ist, und ich bin das leider nicht. Daher ist das Risiko zu groß. Schade, dass der Knurrer nicht mehr da ist", sagte er auf seiner Abschieds-Pressekonferenz mit gezeichneter Mine: "Ich habe nicht mehr so viele Jahre, aber die verbleibenden will ich genießen."

Seine Rolle als Retter lebte Stevens an jedem Tag in vollem Maße. Das war auf Schalke der Fall, genauso wie in Hamburg und Stuttgart und schließlich im Kraichgau. Nun rettet er sich aber erst einmal selbst - und am Ende ja vielleicht doch auch ein Stück weit die TSG 1899 Hoffenheim. Unbeabsichtigterweise.

Dem Coach bleibt zu wünschen, dass er sich körperlich schnellstmöglich erholt. Dann könnte sich der 10. Februar am Ende womöglich sogar als Win-Win-Situation entpuppen.

Die TSG 1899 Hoffenheim im Überblick

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung