Die Situation bei Hannover 96

Trotz "Scheiß drauf" kein Fortschritt

Montag, 08.02.2016 | 12:47 Uhr
Ratlosigkeit bei Hannover 96: Salif Sane nach der Pleite gegen Mainz 05
© getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol v
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
Deportivo

Bei Hannover 96 gehen allmählich die Lichter aus. Die Leistung beim 0:1 gegen Mainz 05 war ein Offenbarungseid. Trainer Thomas Schaaf hat den Turnaround noch nicht ansatzweise geschafft. Er reagiert mit Sarkasmus und wunderlichen Personalentscheidungen.

Hotaru Yamaguchi hat sich in seiner Heimat einen Namen gemacht. Dynamo wird der 25-Jährige in Japan genannt. Eine Bezeichnung, die dem hiesigen Duracell-Hasen gleichkommt. Ein nimmermüder Motor, der läuft und läuft und läuft.

Yamaguchi soll als defensiver Mittelfeldspieler von Cerezo Osaka stets die meisten Kilometer abgespult haben. Seine vorerst letzte Saison mit Osaka verbrachte Yamaguchi in der zweiten japanischen Liga. Immerhin gelang Cerezo der sofortige Wiederaufstieg in die J League.

Seit ein paar Wochen lebt Yamaguchi in Hannover. 96 hielt einen Spieler aus der zweiten Liga Japans für gut genug, "den Konkurrenzkampf anzuheizen", wie es Sportdirektor Martin Bader ausdrückte, und überwies 1,5 Millionen Euro nach Japan.

"Brutale Verunsicherung"

Bei der 0:1-Niederlage gegen Mainz 05 stand Yamaguchi in der Startelf und spielte rechts in der Mittelfeldraute. Er hatte in der ersten Halbzeit lediglich 13 Ballaktionen und gewann nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe. Seine einzige auffällige Aktion war ein Pressschlag, mit dem er den eigenen Mitspieler Uffe Bech aus der Balance brachte. Zur Pause musste Yamaguchi in der Kabine bleiben.

Die Slapstick-Einlage mit Bech steht sinnbildlich für den Zustand von Hannover 96 im Februar 2016. Zum Rückrundenstart gab es drei Niederlagen, insgesamt verlor 96 sechs Bundesligaspiele am Stück. Der Rückstand auf Platz 15 beträgt bereits sieben Punkte, zum Relegationsplatz sind es fünf.

Die Fans wünschten nach der katastrophalen Leistung gegen Mainz sämtliche Spieler zum Teufel, außer Kult-Torwarttrainer Jörg Sievers können sich im Prinzip alle schleichen, inklusive Thomas Schaaf. Der Trainer, der Bader kurz nach Weihnachten sein Okay gab, hat den Turnaround bislang nicht im Ansatz geschafft.

Nach dem Mainz-Spiel wählte Schaaf ungewöhnlich harte Worte in Richtung seiner Spieler: "Die Verunsicherung ist brutal. Ich sehe keine Überzeugung bei meiner Mannschaft, sondern totale Angst."

Fans verlieren Vertrauen in die Spieler

Auf die Teilnahmslosigkeit von sieben Spielern beim Gegentor reagierte Schaaf mit unverhohlenem Sarkasmus: "Noch zwei mehr, dann hätten wir neun Spieler gehabt, die zugucken."

Bader hatte nach der Verpflichtung von Schaaf erklärt, dass er den Trainer "zum richtigen Zeitpunkt auf dem richtigen Fuß erwischt" habe. Und er hatte gehofft, dass "jeder Hannover-Fan, der ins Stadion geht, daran glaubt, dass die Mannschaft bereit ist, alles zu geben, um den Klassenerhalt erreichen."

Dies kann man von den Anhängern nach den Erkenntnissen des Mainz-Spiels nicht mehr erwarten. Offensiv war es das reinste Desaster, in der 80. Minute flog der erste und einzige Ball in Richtung Mainz-Torwart Loris Karius. Ballkontrolle ist in Hannover derzeit ein Fremdwort, die Fehlpassquote ist erschreckend hoch.

"So wie wir gespielt haben, haben wir keine Chance auf den Klassenerhalt", sagte Christian Schulz. Ein bemerkenswert ehrliches Geständnis eines Führungsspielers. Und ein Schreckensszenario. Immerhin gehört 96 seit 2002 dauerhaft zu den besten 18 Vereinen im deutschen Fußball.

Schaafs Entscheidungen verwundern

Sieben neue Spieler verpflichtete Hannover in der Winterpause. Leihspieler wie Alexander Milosevic oder Adam Szalai, Bundesliga-Rückkehrer und Schaaf-Liebling Hugo Almeida und hoffnungsvolle Talente wie Marinus Wolf oder Iver Fossum.

Almeida gelang ein Start nach Maß mit seinem Tor gegen Darmstadt, der Rest hat entweder noch keine Sekunde gespielt oder die Erwartungen bislang bei Weitem nicht erfüllt.

Es ist offensichtlich, dass Schaaf noch nach der richtigen Formation sucht; dabei aber auch seltsame Entscheidungen trifft. Für den verletzten Hiroshi Kiyotake spielte mit Manuel Schmiedebach drei Mal ein Mann fürs Grobe auf der Zehnerposition. Zur Leistung des 27-Jährigen gegen Mainz meinte der Coach vielsagend: "Egal auf welcher Position, du musst den Ball über zehn Meter an den Mann bringen."

Salif Sane, der in der Hinrunde noch am ehesten konstante Leistungen ablieferte, musste nach seiner Gelbsperre aus dem Leverkusen-Spiel gegen Mainz zunächst auf die Bank. Für den wegen schlechter Spiel- und Trainingsleistungen suspendierten Miiko Albornoz spielte Edgar Prib auf der für ihn vollkommen ungewohnten Linksverteidigerposition.

Szalai seit 14 Monate ohne Tor

Im Sturm ist Schaaf auch in Hannover seiner beliebten Doppelspitze treu geblieben. Almeida und Szalai sind gesetzt. Doch vor allem Szalai sucht weiter vergeblich nach dem Erfolgserlebnis. Sein letztes Bundesligator erzielte er im Dezember 2014.

Szalai nimmt sich den Sturmpartner zum Vorbild. "Von Hugo kann ich mir viel abschauen. Die Scheiß-drauf-Einstellung, die man als Stürmer braucht. Scheiß drauf, dass ich den vorbeigeschossen habe, dann haue ich ihn halt 2 Sekunden später rein..."

Mit dem Reinhauen tut sich aber ganz 96 schwer. 19 Tore stehen nach 20 Spielen auf der Habenseite, nur 1899 Hoffenheim und die allerdings emsig punktenden Ingolstädter (14) haben noch weniger geschossen. "Es ist kein Zufall, wenn man nach 20 Spielen Letzter ist", sagte Bader, während Ron-Robert Zieler die Situation als "ziemlich beschissen" zusammenfasste.

Es ist nicht anzunehmen, dass sich dies am nächsten Wochenende ändern wird. Kommenden Samstag muss Hannover bei Borussia Dortmund antreten.

Alle Infos zu Hannover 96

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung