Mittwoch, 20.01.2016

Kein Anlass zur Veränderung der Spielweise

Schuster: "Wir bleiben eklig"

Dirk Schuster sieht keinen Grund, die Spielweise des SV Darmstadt 98 in irgendeiner Form zu verändern. Trotzdem stellt er spielerische Fortschritte fest, das Handwerk bleibt jedoch dasselbe. Und doch rüstet er sich für eine harte Rückrunde.

Dirk Schuster sieht spielerische Fortschritte bei seiner Mannschaft
© getty
Dirk Schuster sieht spielerische Fortschritte bei seiner Mannschaft

"Wir bleiben eklig. Wir müssen wie kleine Straßenköter in die Zweikämpfe gehen", fordert Schuster in der Sport Bild von seinem Team. Der Aufstiegs-Trainer stellt zwar fest, dass sich die Lilien "auch spielerisch kontinuierlich weiterentwickelt" haben, weiß aber auch: "Wenn wir versuchen, mit anderen Mannschaften spielerisch auf Augenhöhe zu gehen, erleiden wir ein Fiasko und bekommen jede Woche auf die Batterie."

Aus diesem Grund will Schuster den "Darmstädter Weg weiterverfolgen." Dass mit dieser Spielweise in der Hinrunde nicht jedes Bundesliga-Team einverstanden war, interessiert Schuster wenig: "Jeder muss aus seinen Möglichkeiten das Beste machen. Wir wurden teilweise in eine Schublade gesteckt, in die wir nicht hineingehören."

Mittel gegen den Abstiegskampf?

So streitet der 48-Jährige beispielsweise den Vorwurf des Zeitspiels ab: "Mir ist unangenehm aufgestoßen, dass erzählt wurde, dass wir Zeit schinden würden, liegen bleiben. Dabei hat es viele Mannschaften wohl einfach nur überrascht, dass wir so extrem körperlich aufgetreten sind. Ich hätte es als Größe empfunden, wenn ein Gegner mal gesagt hätte, dass er es gegen uns einfach nicht geschafft hat, Lösungen zu finden."

Der Aufsteiger bereitet sich unterdessen auf einen harten Kampf in der Rückrunde vor. Mannschaften wie Paderborn oder Braunschweig machten in der Vergangenheit deutlich, wie schwer es für einen Bundesliga-Neuling in der zweiten Halbserie wird. Ein Schicksal, das Darmstadt nicht teilen will.

"Ich weiß, dass die Rückrunde viel schwieriger für uns wird. Da unten sind Mannschaften in die Bredouille gekommen, die ganz andere Ziele hatten. Die werden alles versuchen, um drinzubleiben", fürchtet Schuster die Konkurrenz aus Hoffenheim oder Stuttgart.

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