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Testspiel: Borussia Dortmund - Sparta Prag 3:1

BVB besteht letzten Härtetest

Von Arne Pieper
Dienstag, 19.01.2016 | 21:04 Uhr
Ilkay Gündogan zeigte eine starke Vorstellung
© getty
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Borussia Dortmund hat das letzte Testspiel vor Beginn der Rückrunde gewonnen. Gegen den tschechischen Klub Sparta Prag siegte der BVB verdient mit 3:1 (1:0) - dank der eingebauten Torgarantie von Pierre-Emerick Aubameyang.

Vor 5000 Zuschauern im Stadion Essen ging der BVB in einer überlegenen ersten Hälfte nach 41 Minuten durch Pierre-Emerick Aubameyang in Führung.

Vier Minuten nach der Pause glich David Lafata überraschend für die Gäste aus.

In der 64. Minute war es erneut Aubameyang, der den alten Abstand wiederherstellte.

Weitere fünf Minuten später stand Henrikh Mkhitaryan nach einem Pfostenschuss von Moritz Leitner richtig und traf zum 3:1-Endstand

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Dortmund muss kurzfristig auf Shinji Kagawa und Adrian Ramos verzichten (beide krank). Auch Nuri Sahin, Sven Bender und Marcel Schmelzer sind nicht im Kader. Ansonsten lässt Thomas Tuchel sein Team in Bestbesetzung auflaufen.

6.: Erster gelungener Spielzug der Dortmunder. Gündogan steckt nach Zuspiel von Reus auf Aubameyang durch, der im Strafraum halblinks vor Bicik auftaucht. Der Sparta-Keeper kann den Schuss aber abwehren.

30.: Nächste gute Chance für den BVB: Aubameyang bedient Mkhitaryan an der Strafraumkante, der den Ball zurück zum Gabuner chipt. Der anschließende Kopfball des Dortmunder Topstürmers landet jedoch über dem Kasten.

31.: Wieder Aubameyang, der es dieses Mal aus der zweiten Reihe versucht. Bicik kann dem Schlenzer nur hinterherschauen, aber der Ball knallt an den Querbalken.

41.: 1:0, Aubameyang: Gündogan zieht nach artistischem Zuspiel von Mkhitaryan in den Strafraum, lässt dort gleich drei Gegenspieler stehen, geht auch noch an Bicik vorbei und hat das Auge für Aubameyang. Der Gabuner bedankt sich für den Querpass und muss den Ball nur noch einschieben.

49., 1:1, Lafata: Aus dem Nichts der Ausgleich für die Gäste. Der zuvor unsichtbare Lafata wird im Strafraum angespielt und sträflich alleine gelassen. Der mehrfache Torschützenkönig der tschechischen Liga bleibt vor dem Tor eiskalt und lässt Bürki keine Chance.

64., 2:1, Aubameyang: Der kurz zuvor eingewechselte Ginter spielt Aubameyang frei, der aus der zweiten Reihe abzieht und den Ball in den linken Winkel hämmert.

69., 3:1, Mkhitaryan: Leitner wird im Strafraum angespielt und zieht aus der Drehung ab. Der Ball prallt an den Pfosten und landet vor den Füßen von Mkhitaryan, der aus wenigen Metern abstaubt.

Fazit: Bis auf eine Schwächephase am Anfang der zweiten Halbzeit liefert Dortmund eine souveräne Vorstellung ab und siegt letztlich hochverdient.

Der Star des Spiels: Ilkay Gündogan. Dreh- und Angelpunkt beim BVB. Immer anspielbar, immer mit Ideen und gefährlichem Zug zum Tor. Am Dortmunder Führungstreffer, den er mit einem sehenswerten Sololauf vorbereitete, gehörten ihm mindestens 80 Prozent. Bis zu seiner Auswechslung leistete er sich zudem kaum Fehler.

Der Flop des Spiels: Lukas Vacha. Ganz anders sah es bei Gündogans Pendant auf der Gegenseite aus. Der 26-Jährige konnte im Spiel nach Vorne kaum Akzente setzen und wirkte bei zahlreichen Angriffen der Dortmunder überfordert. Wurde in der Halbzeit ausgewechselt.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann. Der erfahrene Bundesliga-Schiedsrichter hatte einen relativ entspannten Arbeitstag. Knifflige Situationen blieben aus, lediglich das rüde Einsteigen von Dockal gegen Weigl nach einer halben Stunde hätte man durchaus mit Gelb bestrafen können.

Das fiel auf:

  • BVB-Coach Thomas Tuchel verzichtete auf Experimente und ließ sein Team im gewohnten 4-2-3-1 mit der bestmöglichen Aufstellung auflaufen. Nach kurzer Findungsphase übernahm der BVB die Kontrolle über das Geschehen und nagelte die Gäste über weite Strecken der Partie in der eigenen Hälfte fest.

  • Die Gäste aus Prag suchten ihr Heil in der Abwehr und standen extrem tief. Sparta versammelte sich bei Ballbesitz der Dortmunder regelmäßig mit neun Spielern um den eigenen Strafraum. Bei eigenen Angriffen rückten im ersten Durchgang nur wenige Spieler mit nach vorne, Torchancen blieben daher Mangelware. Bis zu seinem Ausgleichstreffer hing Sturmspitze Lafata völlig in der Luft.
  • Vor allem gegen die Dortmunder Doppel-Sechs fanden die Gäste keine Mittel. Weigl und Gündogan harmonierten nahezu perfekt und fanden mit klugen Pässen die wenigen Räume in der eng gestaffelten Abwehrreihe der Tschechen.
  • Sucht man nach Kritikpunkten, kann man den Dortmundern die fast schon gewohnten Vorwürfe machen. Im ersten Durchgang hätte der BVB bereits für die Vorentscheidung sorgen können, ließ aber zahlreiche Großchancen liegen. Der Gegentreffer fiel einmal mehr nach einem vermeidbaren Aussetzer in der Innenverteidigung

Borussia Dortmund - Sparta Prag: Daten und Statistiken zum Spiel

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