Mittwoch, 20.01.2016

Gewinner und Verlierer der Winterpause

Mit Kevin aus'm Keller?

Am Freitag startet die Bundesliga mit der Partie zwischen dem Hamburger SV und Herbstmeister FC Bayern München in die Rückrunde (20.30 Uhr im LIVETICKER). Zeit, einen Blick auf die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung während der Winterpause zu werfen. Teil eins beschäftigt sich mit den aktuellen Kellerkindern.

Kevin Großkreutz kam aus Istanbul nach Stuttgart
© getty
Kevin Großkreutz kam aus Istanbul nach Stuttgart
Hoffenheim, Logo, Wappen

1899 Hoffenheim

So lief die Vorbereitung: Einem mageren 1:1 gegen Großaspach folgten in den Testspielen überzeugende Siege gegen die Platinum Stars (2:0) und Sturm Graz (3:1). Einige "Schritte" will Chefcoach Huub Stevens ausgemacht haben, die das Tabellenschlusslicht im Trainingslager in Südafrika nach vorne gegangen ist. Große Euphorie will man im Kraichgau dennoch nicht aufkommen lassen, zu prekär ist die Lage am Ende der Tabelle. Einen Hoffnungsschimmer gibt's allerdings: Anscheinend holt Hoffenheim kurz vor Rückrundenauftakt noch Verstärkungen für die kränkelnde Offensive (17 Tore in der Vorrunde).

Der Gewinner: Jiloan Hamad. Reserve, Leihe, Kreuzbandriss und Reha - Hamads bisherige zwei Jahre in Diensten Hoffenheims lesen sich wie ein Albtraum. Trotz der zurückhaltenden Aussage Stevens', der Schwede sei noch nicht bereit für 90 Minuten, könnte der 25-Jährige der TSG nach seinem Comeback mehr helfen als gedacht. Dynamisch, frech und passsicher präsentierte er sich im letzten Test gegen Graz und ragte heraus. Keine Spur vom unsicheren Auftreten, das seine Kollegen über lange Zeit der Hinserie zeigten.

Der Verlierer: Kevin Kuranyi. Der ehemalige Nationalspieler kam begleitet von einem riesigen Medienecho in den Kraichgau, konnte seine Qualitäten aber in keinster Weise einbringen. Null Tore in elf Spielen lautet die ernüchternde Bilanz. Und für die Rückrunde? Sieht es noch düsterer aus. In der Vorbereitung stach Kuranyi nicht heraus, vielmehr holten die Kraichgauer mit Andrej Kramaric von Leicester City einen weiteren Stürmer. Auch Hakim Ziyech, noch ein offensiver Akteur, soll auf der Wunschliste ganz oben stehen.

Hannover, Logo, Wappen

Hannover 96

So lief die Vorbereitung: Die Verpflichtung von Thomas Schaaf brachte noch einmal frischen Wind und dürfte auch bei dem Letzten die Sinne für den Abstiegskampf geschärft haben. Allerdings schaffte es auch der Ex-Eintracht-Coach bisher nicht, den 96ern Torgefahr einzuimpfen. Vier Testspiele bestritt Hannover, zwei jeweils mit der vermeintlichen Top-Elf. Anzahl der Tore: Null (0:2 gegen Stuttgart und 0:1 gegen Hertha). Das Fehlen von Hiroshi Kiyotake wiegt daher noch schwerer. Mit Adam Szalai und Hugo Almeida kamen immerhin zwei Bundesliga erprobte Stürmer.

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Der Gewinner: Adam Szalai. In Hoffenheim spielte er überhaupt keine Rolle mehr, in Hannover ist er plötzlich der absolute Hoffnungsträger. Der Ungar soll gemeinsam mit dem anderen Neuzugang Hugo Almeida dafür sorgen, dass 96 die Abstiegsränge alsbald verlässt. "Zu mir hat keiner gesagt, komm nach Hannover, du bist unser Retter. Ich bin hier, um der Mannschaft dabei zu helfen, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern", sagte Szalai zuletzt in der Hannoverschen Allgemeinen: "Jeder weiß, dass ein Stürmer einen Tick mehr Selbstvertrauen braucht als ein Abwehrspieler, der nicht dafür verantwortlich ist, gefährliche Situationen zu kreieren. Ich spüre aber, dass ich von der Mannschaft und dem Verein die Rückmeldung bekomme, dass sie mich brauchen und mir vertrauen."

Der Verlierer: Leon Andreasen. Dem Dänen machte mal wieder eine Verletzung einen Strich durch die Rechnung. Im Testspiel gegen die Hertha (0:1) patzte er entscheidend und musste zudem anschließend mit einer Sprunggelenksverletzung vom Platz. In seiner Abwesenheit drängte sich Neuzugang Hotaru Yamaguchi auf. Möglich, dass Andreasen seinen Stammplatz aus der Hinrunde verloren hat.

Bremen, Logo, Wappen

Werder Bremen

So lief die Vorbereitung: Der großen Ernüchterung nach der Pleite am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Frankfurt und dem Überwintern auf dem Relegationsplatz ist im grün-weißen Lager Optimismus gewichen. "Sehr zufrieden" war Coach Viktor Skripnik mit dem Trainingslager seiner Werderaner, die sich bei zahlreichen Testspielen nur beim 1:3 gegen Erzgebirge Aue einen Patzer leisteten. Ansonsten gehen die Norddeutschen topmotiviert in die Rückrunde - und personell aufgerüstet. Leihspieler Laszlo Kleinheisler überzeugte, mit Papy Djilobodji soll vom FC Chelsea Verstärkung für die Abwehr verpflichtet werden.

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Der Gewinner: Claudio Pizarro. Der Peruaner konnte die erste volle Vorbereitung seit der Rückkehr durchziehen und geht trotz seiner amtlichen 37 Jahre topfit in die Rückrunde. In den Testspielen überzeugte Pizarro, in der zweiten Saisonhälfte blüht dem Angreifer ein Stammplatz - dank eines Spezialplans von Coach Skripnik. Wie der Peruaner dem Kicker verriet, soll er in Heimspielen als zweite Spitze Anthony Ujah unterstützen, auswärts als Spielgestalter hinter den Spitzen auflaufen.

Der Verlierer: Janek Sternberg. Es ist tatsächlich schwer, einen Verlierer bei den Bremern ausfindig zu machen. Zumindest den Titel des Pechvogels darf Sternberg aber für sich beanspruchen. Der in der Hinrunde fünf Mal eingesetzte Youngster war auf dem besten Weg, sich für mehr Einsätze zu empfehlen, bevor er sich im Testkick gegen Inter Baku einen Bänderanriss im Sprunggelenk zuzog. Heißt: Drei Wochen Pause für den 23-Jährigen, der so zum Rückrundenauftakt gleich mehrere Spiele verpassen wird.

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