Freitag, 22.01.2016

Gewinner und Verlierer der Winterpause

Am Legendenstatus gearbeitet...

Am Freitag startet die Bundesliga mit der Partie zwischen dem Hamburger SV und Herbstmeister FC Bayern München in die Rückrunde (20.30 Uhr im LIVETICKER). Zeit, einen Blick auf die Gewinner und Verlierer der Vorbereitung während der Winterpause zu werfen. Teil drei beschäftigt sich mit sechs besten Mannschaften der Hinrunde.

Thomas Müller hat eine gute Vorbereitung hinter sich
© getty
Thomas Müller hat eine gute Vorbereitung hinter sich
Schalke, Logo, Wappen

FC Schalke 04

So lief die Vorbereitung: Drei Spiele, zwei Pleiten ohne eigenes Tor, den Kapitän für längere Zeit verloren - Schalkes Winterpause hätte sicherlich besser verlaufen können. Nachdem es mit den Verpflichtungen von Renato Augusto (Corinthians Sao Paulo) und Gökhan Inler (Leicester City) nicht geklappt hat, wechselten Alessandro Schöpf (1. FC Nürnberg) und Leihspieler Younes Belhanda (Dynamo Kiew) nach Gelsenkirchen und sollen in erster Linie den Konkurrenzkampf beleben. Das Problem: "Uns fehlt es an Durchschlagskraft", wie Trainer Andre Breitenreiter nach der Generalprobe in Bielefeld resümierte. Auf Schalke ist schon wieder Druck auf dem Kessel.

Der Gewinner: Leroy Sane. Hat sportlich in der Vorbereitung zwar keine Bäume ausgerissen, doch seine Ausgangsposition hat sich noch einmal verbessert. Sane ist jetzt Schalkes Lebensversicherung und wird eine Stammplatzgarantie für die Rückrunde haben. Dazu hat er am Ende der Saison die Qual der Wahl: entweder zu erhöhten Bezügen auf Schalke verlängern oder gleich in die Vollen und zu einem der interessierten europäischen Schwergewichte wechseln. "Leroy ist ein guter Junge, der mit der Situation gut umgeht. Das Interesse ist eine tolle Bestätigung für den Jungen, der innerhalb eines halben Jahres zum Stammspieler gereift ist und konstant auf sich aufmerksam gemacht hat", so Breitenreiter.

Der Verlierer: Benedikt Höwedes. Nur acht Bundesligaspiele von Beginn an stehen für den Kapitän nach der Hinrunde zu Buche. Viel mehr werden erst einmal nicht hinzukommen. Höwedes zog sich während eines Testspiels gegen die Fort Lauderdale Strikers eine Sehnenverletzung zu, die ihn nun bis zu drei Monate ausfallen lässt - und das beim Versuch, den Ball an der gegnerischen Eckfahne rückwärts mit der Hacke zu spielen...Für den Weltmeister der Super-GAU, auch hinsichtlich seiner Einsatzchancen für die EM. "Wir vertrauen zwar dem Kader, aber wollen nichts riskieren. Wir müssen auf der Position nachbessern, sonst wird der Druck zu groß", sagte Breitenreiter geschockt.

Leverkusen, Logo, Wappen

Bayer Leverkusen

So lief die Vorbereitung: Die Werkself war in Florida unterwegs, Chicharito führte die PR- und Marketingmaschine an. Ansonsten verlief das Trainingslager in Orlando weitestgehend ohne größere Störungen und vor allem im Vergleich zu den letzten Winterpausen ohne Verletzungen ab. Positiv ist, dass die in der Sommervorbereitung fehlenden Spieler wie Kevin Kampl, Chicharito oder Ömer Toprak in vollem Umfang trainieren konnten.

Der Gewinner: Tin Jedvaj. Der Kroate hat ein regelrechtes Seuchenjahr hinter sich und musste 2015 mit drei Muskelverletzungen mehrere Monate passen. Nun hat sich der 18-Jährige wieder zurück gekämpft und nach drei Monaten Pause sein Comeback gefeiert - auch wenn er noch nicht bei vollen 100 Prozent ist. Doch Jedvaj könnte alsbald Spielpraxis sammeln und sich die fehlenden Körner holen. Bayer ist nach dem Ausfall von Roberto Hilbert auf der Suche nach einem geeigneten Rechtsverteidiger. Eine Position, die Jedvaj für die Werkself bereits spielte - und auch jetzt scheint er gegenüber Giulio Donati die Nase vorne zu haben. Das neue Jahr läuft für den Nationalspieler jedenfalls gut an.

Der Verlierer: Giulio Donati. Hat weiterhin einen schweren Stand bei Bayer und konnte bei seinen Einsätzen in der Hinrunde nicht unter Beweis stellen, langfristig auf der vakanten Rechtsverteidigerposition helfen zu können. Hatte zwar das Glück, durch die Ausfälle von Hilbert und Jedvaj auf 17 Pflichtspiele gekommen zu sein, dem Italiener fehlt allerdings die Perspektive - erst Recht, nachdem nun der Langzeitverletzte Jedvaj wohl an ihm vorbei gezogen sit.

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Gladbach, Logo, Wappen

Borussia Mönchengladbach

So lief die Vorbereitung: In Belek bereitete sich die Fohlenelf auf die Rückrunde vor. Das erste "eigene" Trainingslager von Andre Schubert verlief aber alles andere als nach Plan. Einem Remis gegen die starke Hertha folgte ein knapper Sieg gegen Sivasspor, bevor man gegen den VfL Bochum mit 2:5 gehörig unter die Räder geriet. Man habe "gewisse Dinge nicht sehr konsequent und nicht konzentriert" gemacht, resümierte der Coach, will aber seine Schlüsse aus den "vielen Erkenntnissen" ziehen. Nicht helfen können da die vielen Verletzten auf Gladbacher Seite, mit Alvaro Dominguez, Tony Jantschke und Niko Schulz fallen gleich drei Verteidiger aus, Patrick Hermann gesellt sich weiterhin zum Lazarett und auch Granit Xhaka muss mit Rotsperre erstmal zuschauen. Blendende Aussichten auf die Rückserie sehen anders aus.

Der Gewinner: Martin Hinteregger. Der Innenverteidiger wurde von RB Salzburg geholt, um das verletzungsbedingte Loch in der Abwehrkette zu füllen und wird zum Auftakt gegen den BVB wohl gleich von Beginn an verteidigen. Ein Luxus, den er in Salzburg nicht mehr gewohnt war, nachdem die Hinrunde nicht gut verlief und Hinteregger oft auf der Bank schmorte. Das könnte jetzt anders werden. In Training und Testspielen hinterließ der 23-Jährige einen ordentlichen Eindruck und könnte diesen gegen die starke BVB-Offensive bestätigen. Die Verletzungen um ihn herum könnten ihm in der Folge noch mehr in die Karten spielen, weil er sich vorerst ohne Druck Kredit für die Startelf sammeln kann.

Der Verlierer: Josip Drmic. Schon in der Hinrunde kam der Schweizer nur auf vier Startelfeinsätze, schaffte aber nie den Sprung an Raffael und Lars Stindl vorbei. Drmic kam vor der Saison für zehn Millionen Euro aus Leverkusen - und will an seinem Standing in der Mannschaft offensichtlich arbeiten. In Belek hing er sich voll rein, traf zudem gegen Sivasspor - aber auch mit seiner neuen Glatze wird es nicht für einen Stammplatz reichen. "Du musst im Training noch besser agieren als der, der vor Dir ist", sagte Trainer Schubert. Rotation wird außerdem keine Hilfe mehr sein, denn mit Aus in Pokal und Champions League wird Schonung selten gebraucht. Und dann wäre da noch Jonas Hofmann: Der Neuzugang aus Dortmund macht Drmic noch mehr Konkurrenz.

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