Tuchel und Watzke kritisieren Fans

Von Ben Barthmann
Thomas Tuchel ist von seinen Fans enttäuscht
© getty

Sogenannte Fans von Borussia Dortmund sorgten beim Unentschieden von Borussia Dortmund in der Europa League gegen PAOK für Ärger. Trainer Thomas Tuchel und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke zeigen sich enttäuscht. Sie hatten mehr von den Mitgereisten erwartet.

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Kurz nach dem Halbzeitpfiff hatten Anhänger des BVB rund 30 Bengalos Richtung Feld geworfen. Einige trafen Sanitäter, die griechische Polizei schritt ein. Als es zu Auseinandersetzungen kam, wurden Sitzschalen als Waffen eingesetzt, die Mitgereisten gingen auf Konfrontationskurs mit der Polizei.

Für Tuchel kein akzeptables Verhalten. Während der Coach die Leistung seiner Mannschaft lobte, ließ er deutlich wissen, was er von den Ausschreitungen hielt: "Das ist schade und ärgerlich. Das hilft auch sportlich nicht, das lenkt vielmehr ab, in unserem Fanblock brennende Fackeln und so viel Polizei zu sehen."

Entschuldigung an Saloniki

Der Ex-Mainzer entschuldigte sich bei den Gastgebern: "Wenn sich die Fans von PAOK provoziert gefühlt haben, tut uns das leid. Das war nie Absicht der sportlichen Leitung oder des Vereins." Dennoch zeigte der Trainer auch Verständnis, ganz besonders aufgrund der "enthusiastischen Stimmung", sowie der Tatsache, "dass es ein paar Wenige sind, die Chaos anrichten."

Somit schickte er das Team doch in die Kurve: "Die anderen knapp 1.300 haben es jedoch verdient, dass sich die Mannschaft bei ihnen bedankt. Ich kann die Frage allerdings gut verstehen, ob man ein Zeichen hätte setzen können."

Watzke kritisiert Anhänger

"Unsere Leute haben angefangen. Das kann man in keiner Weise tolerieren", sagte Watzke. Der BVB sprach auf seiner Homepage von "Jagdszenen auf dem Rasen".

"Wir hatten uns im Vorfeld den betreffenden Gruppen gegenüber klar positioniert. Wir müssen das jetzt aufarbeiten. Ich halte grundsätzlich viel davon, dass man alle Beteiligten anhört. Heute war das aber alles sehr eindeutig. Es wird für uns wieder eine empfindliche Geldstrafe geben. Wenn das Spiel gestört wird, ist eine Grenze erreicht. Das ist nicht mehr hinnehmbar", sagte Watzke.

Das Spiel in Saloniki war von den BVB-Verantwortlichen schon im Vorfeld als problematisch eingestuft worden, da die Dortmunder Anhänger eine Fanfreundschaft zum PAOK-Stadtrivalen Aris pflegen.

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