Fussball

"Julian hoffte bis zuletzt auf Juve"

Von Adrian Fink
Muss sich derzeit einiger Kritik erwehren: Schalkes Sportvorstand Horst Heldt
© getty

Kurz vor dem Ende der Transferphase wechselte Julian Draxler von Schalke 04 zum VfL Wolfsburg. Horst Heldt zufolge wollte der Ur-Schalker primär aber gar nicht zu den Wölfen, sondern vielmehr zu Juventus Turin.

"Ich denke, dass Julian bis zuletzt gehofft hat, dass es mit Juventus klappt", wird der Schalke-Manager vom kicker zitiert: "Aber deren Interesse war nie so ernst zu nehmen, wie Juve der Öffentlichkeit immer Glauben machen wollte."

Der späte Zeitpunkt des Wechsels sei für Heldt unglücklich, aber den Umständen geschuldet: "Es ist nun einmal Tatsache, dass die Wolfsburger erst zwei Abende vor Ende der Transferfrist ihr Angebot abgegeben haben. Und für uns macht es nur Sinn, mit Spielern zu arbeiten, die aus voller Überzeugung auf Schalke Fußball spielen möchten."

Trotz Draxler-Abgang gerüstet

Trotz des Abgangs des 21-Jährigen sieht Heldt Königsblau für die laufende Saison gewappnet, wenngleich Draxlers Qualität erst einmal fehle: "Wenn er kein herausragender Spieler wäre, hätten wir mit ihm nicht die Rekordablöse erzielt", so der 45-Jährige: "Andererseits hatten wir auch bisweilen auf ihn verzichten müssen und trotzdem Spiele gewonnen."

Demnach sei der Verlust des 15-fachen Nationalspielers "eine Chance für andere, sich zu präsentieren und mehr Verantwortung zu übernehmen." Draxler wechselte im Sommer am letzten Tag der Transferperiode für 36 Millionen Euro zu den Wölfen. Mit Bonuszahlungen kann sich die Ablöse wohl auf 42 Millionen Euro erhöhen.

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