Testspiele der Bundesligisten am 15. Juli

Nächste Pleite für Leverkusen

SID
Mittwoch, 15.07.2015 | 22:41 Uhr
Zwar konnte sich Bellarabi Bayer in Führung bringen, doch am Ende behielt der FCB die Oberhand
© getty
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Bayer vergeigt auch den Test beim FC Basel. Trotz einer starken Leistung verliert 1860 gegen Bremen - Werder gewinnt gleich zwei Spiele an einem Abend. Im Kölner Derby setzt sich der FC durch. Außerdem: Gladbach spielt remis, Spahic trifft für den Hamburger SV und die Hertha verliert.

FC Basel - Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

Tore: 0:1 Bellarabi (21.), 1:1 Embolo (23.), 2:1 Ajeti (53.)

Aufstellung Bayer: Kresic - Hilbert, Jedvaj, Toprak, Wendell - Bender (38. Ramalho), Kramer - Bellarabi, Son - Kießling, Mehmedi

2. Halbzeit: Kresic - Becker (73. Henrichs), Donati, Boeder, Stafylidis - Ramalho, Frey - Ryu, Calhanoglu, Yurchenko - Brandt

Bayer Leverkusen und Roger Schmidt können auch im dritten Testspiel nicht gewinnen und kassierten beim FC Basel im St. Jakobs-Park die zweite Niederlage.

In einem intensiven Spiel mit einigen harten Zweikämpfen brachte Karim Bellarabi die Gäste mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze zunächst in Führung (21.). Die Freude währte allerdings nur zwei Minuten, ehe Breel Embolo nach einer Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft der Werkself den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Schmidt hatte nach dem 1:1 gegen Viktoria Köln "mehr" von seiner Mannschaft gefordert, die sich leidenschaftlich in die Zweikämpfe warf. Jedoch nicht ohne Verluste, wobei Lars Bender nach 37. Minuten den Platz humpelnd verlassen musste.

Im zweiten Durchgang tauschten beide Teams munter durch, ehe die Basler das Spiel durch Albian Ajeti (53.) gar drehen konnten. Wenige Minuten später knallte der Ex-Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic einen Freistoß an den Außfenpfosten, Dario Kresic wäre machtlos gewesen.

Für den unrühmlichen Höhepunkt der Partie sorgte in der Schlussphase Konstantinos Stafylidis, der Robin Huser von hinten brutal von den Beinen holte und sich glücklich schätzen konnte, nur mit Gelb verwarnt zu werden.

TSV 1860 München - Werder Bremen 1:3 (0:2)

Tore: 0:1 Di Santo (3.), 0:2 Eggestein (35.), 1:2 Hain (84.), 1:3 Grillitsch (88.)

Aufstellung 1860: Ortega - Wittek, Bülow, Kagelmacher, Schindler - Stahl, Claasen, Adlung, Rama - Okotie, Wolf.

Aufstellung Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Pavlovic, Lukimya, Sternberg - Bargfrede, Fritz, Junuzovic, Eggestein - Ujah, Di Santo

Fünf Spiele - fünf Siege! Die Vorbereitung der Löwen verlief bisher vielversprechend. Jedoch hatte der SV Werder etwas gegen die Siegesserie der Münchner.

Der Bundesligist machte sofort Druck und brauchte nicht mal drei Minuten, um in Zell am Ziller für das erste Tor zu sorgen. Franco di Santo nahm sich aus rund 28 Metern ein Herz und zimmerte die Kugel unhaltbar ins Gehäuse von Sechzig-Keeper Stefan Ortega.

Der argentinische Stürmer blieb auch in der Folge spielbestimmender Mann auf dem Platz und zeigte vor allem im Zusammenspiel mit Neuzugang Anthony Ujah seine Offensivqualitäten. Dennoch blieben die Münchner immer gefährlich und wären Mitte der ersten Halbzeit durch Daniel Adlung sogar fast zum Ausgleich gekommen.

Nur wenig später aber der Dämpfer: Nach einer starken Hereingabe von Außenverteidiger Gebre Selassie erreichte Maximilian Eggestein aus einem Meter den Ball. Mit einer Wahnsinns-Parade konnte Ortega zunächst abwehren, am Nachschuss von Eggestein gab es schließlich nichts mehr zu halten.

Bei wenig Tempo hatte Bremen im weiteren Spielverlauf immer wieder Probleme mit den Sechzigern und kassierten durch einen schönen Lupfer von Stephan Hain den verdienten Gegentreffer. Als die Löwen dem Ausgleich immer näher kamen, nutzte Bremens Youngster Florian Grillitsch die Unordnung in der Münchner Abwehr und machte mit dem 3:1 den Deckel drauf.

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Tirol-Auswahl - Werder Bremen 0:4 (0:4)

Tore: 0:1 Öztunali (13.), 0:2 Makiadi (22.), 0:3 Hajrovic (32.), 0:4 Grillitsch (45.)

Aufstellung: Oelschlägel (59. Pachulski) - Zander, Lukimya, Galvez, U. Garcia - Hajrovic, Kroos, Makiadi, Grillitsch (46. Aycicek) - Öztunali, Bartels

Die Grün-Weißen ließen auch im zweiten Testspiel am Mittwoch im Zillertal nichts anbrennen und setzten sich gegen eine Tiroler Regionalauswahl souverän mit 4:0 durch.

Levin Öztunali brachte Werder nach 13 Minuten auf Kurs, ehe Cedric Makiadi nur neun Minuten später mit einem satten Schuss auf 2:0 erhöhte.

Izet Hajrovic (32.) und Florian Grillitsch (45.), der bereits zuvor schon gegen die Münchner Löwen erfolgreich war, machten schon vor dem Pausenpfiff alles klar.

Nach dem Seitenwechsel ließen es die Bremer dann etwas ruhiger angehen, auch die Gastgeber durften nun vermehrt mitspielen. Am Ende blieb es beim 4:0.

1. FC Köln - Fortuna Köln 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Modeste (11.), 2:0 Finne (62.), 3:0 Zoller (70.), 3:1 Koruc (88.)

Aufstellung Köln: Mesenhöler - Hector, Heintz, Sörensen, Brecko - Vogt, Nagasawa, Svento, Osako, Peszko - Modeste.

Nach den starken Defensivvorstellungen der Kölner in der vergangenen Saison, sollen nun auch offensive Qualitäten Einzug in das Spiel des Effzeh halten. Mit diesem Vorhaben trat der FC auch gegen Lokalrivale Fortuna an und tat sich zu Beginn sichtlich schwer mit dem "neuen" Spielelement.

Auch wenn der Bundesligist bereits nach knapp zehn Minuten in Führung ging, war es doch ein individueller Fehler des Undersdogs, der Anthony Modeste zum Tor verhalf. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld stand Yuya Osako links völlig frei vor dem Tor und musste nur die Übersicht behalten. Den quergelegten Ball schob Modeste lässig ein.

Im Laufe der ersten Halbzeit gestaltete sich das Spiel im Frechener Stadion ausgeglichener, als der FC sich das sicher erhofft hatte. Zwar konzentrierte sich der Drittligist aufs Kontern und überließ der Stöger-Elf einen Großteil des Spielfelds, die Räume blieben aber immer wieder ungenützt.

Auch in der zweiten Hälfte tat sich der Effzeh zunächst schwer. Bis Bard Finne kam. Eiskalt erzielte der Norweger aus halblinker Position den zweiten FC-Treffer nach einer wunderbaren Hackenvorlage von Marcel Risse.

Als die Fortuna endlich zum Gegenschlag ausholen wollte, erzielte Simon Zoller prompt das dritte Tor. In den letzten 20 Minuten entwickelte sich eine flotte Partie mit schönen Angriffen des FC. Schlussendlich wurde sogar der Drittligist mit einem Tor belohnt.

Nach scharfer Hereingabe stand Serhat Koruk am richtigen Fleck und musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben.

Borussia Mönchengladbach - Swansea City 1:1 (1:0)

Tore: 1:0 Traore (14.), 1:1 Grimes (68.)

Aufstellung Gladbach: Sippel - Jantschke, Brouwers, Elvedi, Nkansah - Stindl, Schulz - Traore, Ritter - Raffael, Hahn

2. Halbzeit: Sippel - Korb, Christensen, Elvedi, Nkansah - Dahoud, Sow - Traore (69. Ndenge), Ritter - Hrgota, Drmic

Nach zwei Siegen und einer Niederlage gab es das erste Remis für die Fohlen in der Vorbereitung. Das einzige Tor für den Champions-League-Teilnehmer, der sich in Rottach-Egern auf die neue Saison vorbereitet, schoss Ibrahima Traore (14.). Der Ausgleich fiel durch einen Treffer von Matt Grimes (68.).

Gladbach trat gegen den Premier-League-Achten vor 2.500 Zuschauern im bayrischen Grassau ohne Martin Stranzl und Thorgan Hazard an. Stranzl war erst am Vormittag wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Ende März war der 35-Jährige zuletzt in einem Pflichtspiel aufgelaufen und danach wegen eines Ödems im Knie ausgefallen. Der Belgier Hazard stand wegen einer Prellung im Fuß nicht zur Verfügung.

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