Fussball

Kalou fordert "andere Mentalität"

Von Adrian Franke
Kalou konnte vergangene Saison nicht die Leistung abrufen, die man von ihm erwartet hat
© getty

Ende August kam Salomon Kalou als offensiver Hoffnungsträger zu Hertha BSC, in 27 Bundesligaspielen gelangen dem Ivorer allerdings nur sechs Tore. Kalou will jetzt mehr - und spricht offen über seinen komplizierten Einstand in der Bundesliga.

"Es war ein schwieriges Jahr", gab Kalou im Kicker zu: "Wir wissen, dass wir dieses Jahr nicht gut waren, wir müssen mit einer anderen Mentalität antreten. Wir müssen es genießen, Fußball zu spielen, und nicht stets daran denken, dass wir verlieren könnten. Wenn die Vorbereitung gut für uns läuft, können wir eine starke Saison spielen."

Dabei gab sich der 29-Jährige auch selbstkritisch: "Ich hatte in der Hinrunde nur wenig Gelegenheit, mit dem Team zu trainieren. Ich kam verspätet zur Mannschaft und musste mich erst an die Bundesliga gewöhnen. Entscheidend ist, dass wir die Liga gehalten haben. Es wäre ein Desaster gewesen, wenn wir die Liga nicht gehalten hätten. In der neuen Runde können wir ein neues Team aufbauen, einen neuen Geist entwickeln. Dann können wir es besser machen als dieses Jahr."

Dennoch seien sechs Tore "nicht okay. Ich bin Stürmer, ich will viele Tore schießen. Ich hatte in Frankreich oft getroffen und mich darauf gefreut, auch in Deutschland viele Tore zu schießen. Aber ich musste mich, wie gesagt, auf die Bundesliga einstellen. Und diese Gewöhnung hat länger gedauert, als ich es erwartet habe. Ich habe nun allerdings eine weitere Saison vor mir, um mich zu beweisen, und ich denke, es wird ein sehr gutes Jahr werden."

Kalou: Dardais Stil schwerer für Offensive

Die kompakte, defensive Ausrichtung unter dem neuen Trainer Pal Dardai sorgte dabei mit dafür, dass die Berliner die viertschwächste Offensive der Liga stellten und Kalou führte weiter aus: "Natürlich war das schwerer, als wenn wir offensiv gespielt hätten. Dann hätte ich mehr Chancen bekommen. Wenn wir tief stehen, ist es eben schwer, Chancen zu kreieren."

Auch der Trainerwechsel sei für die Mannschaft nicht einfach gewesen, dennoch bleibt der Offensivmann optimistisch: "Die zweite Saison ist meistens besser als die erste. Ich werde alles geben, um Fans, Mitspieler und den Trainer zufriedenzustellen."

Immerhin habe er bei der Hertha einen Vertrag bis 2017, "und ich möchte im nächsten Jahr mehr Effektivität bringen, konstanter spielen und mehr Tore schießen, damit die Mannschaft in eine bessere Position kommt".

Salomon Kalou im Steckbrief

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