Fussball

De Bruyne: "Nie mit Mourinho geredet"

SID
Kevin de Bruyne spielte beim VfL Wolfsburg eine überragende Saison
© getty

Kevin De Bruyne hat eine fantastische Saison hinter sich. In der Bundesliga erreichte er mit dem VfL Wolfsburg die Vizemeisterschaft, gekrönt wurde die Spielzeit für den Top-Vorbereiter der Liga mit dem Sieg im DFB-Pokal über Borussia Dortmund.

De Bruynes Leistungen haben Begehrlichkeiten bei den europäischen Top-Klubs geweckt. Auf die Frage der französischen Sportzeitschrift L'Equipe, ob er seinen aktuellen Verein verlassen müsse, um höhere Ziele zu erreichen, antwortet er: "Der Klub und ich reden gemeinsam darüber. Ich habe nie Schwierigkeiten gemacht und werde mir die Zeit nehmen, aber der Verein muss sich für die kommende Saison unbedingt verstärken, um in der Liga und der Champions League eine Rolle spielen zu können."

Ein Wechsel De Bruynes scheint trotz einer klaren Absage von Wölfe-Manager Klaus Allofs dennoch nicht komplett ausgeschlossen.

Wohin er im Falle eines Abgangs gehen würde, weiß der 23-jährige Belgier aber nicht: "Ich habe keine bevorzugte Liga. Ich kann aber zu 95 Prozent ausschließen, dass ich irgendwann in Russland oder Italien spielen werde, das entspricht einfach nicht meiner Spielweise. England, Spanien, Frankreich oder auch die Bundesliga dagegen schon. Das sind einfach die besten Ligen mit sehr guten Mannschaften - das entspricht mir eher."

Bei Chelsea unzufrieden

De Bruyne war im Januar 2014 für 25 Millionen Euro vom FC Chelsea in die Autostadt gewechselt. An seinen ehemaligen Trainer bei den Londonern, Jose Mourinho, hat er dabei nicht die besten Erinnerungen: "Ich habe nie mit ihm geredet. Zu Saisonbeginn habe ich einige Spiele gemacht, danach kam nichts mehr. Nach vier Monaten habe ich ihm dann meinen Wechselwunsch vorgetragen. Ich wollte nicht in einem Klub bleiben, bei dem ich nur zehn Minuten spielen darf."

Jose Mourinho sagte nach dem Abschied, dass der Youngster die richtige Einstellung im Training vermissen ließe, was der offensive Mittelfeldspieler nicht nachvollziehen kann: "Das ist eine Ausrede, die er vorgeschoben hat und niemand beurteilen kann, da mich nie jemand hat trainieren sehen", beteuerte er leicht angesäuert und fügte an: "Ich glaube nicht, dass sich in der Bundesliga oder bei der Nationalmannschaft irgendjemand beschwert hat."

Nachtragend oder gar wütend auf seinen ehemaligen Arbeitgeber ist er aber nicht: "Es ist eben, wie es ist - wütend bin ich nicht. Als ich nach Wolfsburg gewechselt bin, hat Chelsea sein Geld für mich erhalten und alle waren zufrieden."

Kevin de Bruyne im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung