Fussball

"Das macht mir keine Angst"

SID
Andre Breitenreiter muss nicht in die 2. Bundesliga
© getty

Die Trainersuche von Schalke 04 ist beendet. Am Freitagnachmittag bestätigten die Königsblauen die Verpflichtung von Trainer Andre Breitenreiter von Absteiger SC Paderborn. Der 41-Jährige erhält auf Schalke einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 und will mit ehrlichem Fußball punkten.

"André Breitenreiter hat alle Verantwortlichen umfassend überzeugt, dass er der Richtige für unsere Ziele ist. Er ist ein junger, mutiger Trainer, der keine Angst vor unbequemen Entscheidungen hat", sagte Manager Horst Heldt. Breitenreiter soll Schalke eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 500.000 Euro gekostet haben.

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Breitenreiter habe in Paderborn bewiesen, "dass er Talente weiterentwickeln kann und es versteht, eine Mannschaft zu disziplinieren, formen und besser zu machen", so Heldt. Vom neuen Coach erwarte er attraktiven, leidenschaftlichen Offensivfußball und einen Teamgedanken, der die Fans begeistere. Breitenreiter bekomme für die Umsetzung seines Konzepts die Zeit, die nötig sei.

"Mich interessiert nicht, was vorher gelaufen ist"

Dass Schalke zuvor mit Belgiens Nationaltrainer Marc Wilmots und Augsburg-Coach Markus Weinzierl verhandelte, stört Breitenreiter wenig. Er sagte dazu der Bild: "Mich interessiert nicht, was vorher gelaufen ist oder nicht. Ich freue mich vielmehr auf diese neue Herausforderung bei einem großartigen Klub."

Dabei ist der Sprung vom SCP zu den Königsblauen auch ein Kulturschock. "Aber er macht mir keine Angst. Auch mein Wechsel von Regionalligist Havelse in die 2. Liga war schon nicht ohne. Trotzdem wurden es die beiden erfolgreichsten Jahre in Paderborns Klub-Geschichte", erklärte Breitenreiter.

Nach dem Verpassen der Champions League und vielen durchwachsenen Leistungen brodelte es zum Saisonabschluss bei den Königsblauen. Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam wurden freigestellt und die Fans waren sauer auf die Spieler.

Bislang nur Handschlag-Vertrag

Breitenreiter ist aber nicht bange vor der Aufgabe: "Wir sind alles nur Menschen. Obwohl die Spieler auf Schalke natürlich von absoluter individueller Klasse sind. Wenn wir aber zusammen erfolgreich spielen, hilft das am Ende auch jedem einzelnen. Wir müssen mit ehrlichem Fußball die Herzen der Fans zurückgewinnen."

In den Verhandlungen lief es zügig: Am Mittwoch gab es laut Breitenreiter die erste Kontaktaufnahme, zwei Tage später den Vollzug. "Es waren von Anfang an sehr offene und gute Gespräche. Bislang gibt es nur einen Handschlag-Vertrag. Die Unterschrift werden wir in den nächsten Tagen nachholen. Aber das Wort zählt ja", so der Coach.

Andre Breitenreiter im Steckbrief

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