Heldt: "Nicht zufrieden"

SID
Horst Heldt ist mit der Saison von Schalke 04 nicht zufrieden
© getty

Schalke 04 spielt eine durchwachsene Bundesliga-Saison. Das Saisonziel, sich für die Champions League zu qualifizieren, wurde verfehlt. Um zumindest das Minimalziel, die Qualifikation für die Europa League, zu schaffen, müssen die Knappen den BVB und Werder Bremen auf die Plätze verweisen.

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Zugleich muss Horst Heldt bereits hinter den Kulissen die Kaderplanung für die kommende Saison vorantreiben. Eine der Haupttransferziele für den Manager der Königsblauen ist Weltmeister Sami Khedira. "Wir wollen Sami Khedira zur nächsten Saison verpflichten", stellte 45-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag klar, und fügte an: "Wir sind aber nach wie vor nicht der einzige Verein, der das will."

Von einer Verpflichtung des ehemaligen Stuttgarters erhofft sich die Schalker Führungsetage einen neuen Geist im Team: "Wir spüren, dass wir das brauchen", sagte Heldt und zeigte deutlich seine Unzufriedenheit mit der derzeitigen Situation: "Wir sind nicht zufrieden mit der laufenden Saison und überzeugt, dass wir Dinge verändern müssen."

Entwicklung unter Di Matteo

"Wir hätten mehr Punkte holen können, keine Frage", gestand Heldt, konstatierte aber trotzdem eine Entwicklung unter Roberto Di Matteo, denn die Mannschaft sei "mittlerweile in der Lage, in verschiedenen Systemen zu spielen. In der Phase, als die Personalsituation extrem angespannt war, hat Di Matteo ein neues Konzept mit einer Dreierkette spielen lassen."

Für die nähere Zukunft gibt sich Heldt, trotz der finanzstarken Konkurrenz im Rennen um die Champions-League-Plätze, optimistisch. "Wir sehen uns in den kommenden Jahren konkurrenzfähig", sagte er und erklärte: "Das war schon immer schwierig und das wird es auch bleiben. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die die Wolfsburger aktuell haben, hatten sie auch schon in den vergangenen Jahren, als wir sie hinter uns gelassen haben. Auch wenn sie durch den Wintertransfer eines Weltmeisters wie Andre Schürrle nun noch einmal Maßstäbe gesetzt haben. Wolfsburg, Leverkusen und Dortmund wollen jedes Jahr in die Champions League."

Ohne Höwedes in die Zukunft?

Zukünftig soll die Bedeutung der Schalker "Knappenschmiede", der Jugendabteilung des S04, weiter aufrechterhalten werden: "Wir haben zuletzt teilweise sieben Spielern aus der eigenen Jugend auf dem Platz gehabt, eine der jüngsten Bundesliga-Mannschaft überhaupt aufs Feld geschickt. Das sind unsere Werte. Nehmen Sie Max Meyer: Er steht in unserer wirtschaftlichen Bilanz mit 0 Euro zu Buche, ebenso Leroy Sane und alle anderen Spieler aus der Knappenschmiede. Es gibt eine Reihe von Talenten, die sicherlich in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen können. Das ist unsere Zukunft. "

Zur Personalie Benedikt Höwedes stellt Heldt klar, dass der Verein sich aus wirtschaftlichen Gründen von keinem Spieler trennen müsse, bestätigte aber die vorhandene Ausstiegsklausel (kolportierte 17,5 Millionen Euro bei einem Wechsel im Sommer) des Weltmeisters: "Es ist kein Geheimnis, dass Benedikt Höwedes die Möglichkeit hat, durch eine Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag zu kommen. Er hat noch keine Entscheidung getroffen, aber er wird es sicher zeitnah tun - halten würden wir ihn natürlich gern."

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Höwedes stellt Bedingung

Der Schalke-Kapitän selbst knüpft seinen Verbleib beim Bundesligisten jedoch auch an eine Neuausrichtung des Klubs. "Ich habe ja nicht umsonst gesagt, dass ein gewisser Wandel stattfinden muss. Das wird mit Sicherheit auch passieren", sagte der Kapitän der Königsblauen im Interview mit der Bild am Sonntag: "Diese Mannschaft, dieser Verein muss wieder dahin kommen, wohin er gehört - unter die Top 4 der Liga."

Doch nicht nur von Veränderungen bei seinem Arbeitgeber will es Höwedes abhängig machen, ob er von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen wird. "Ich werde in erster Linie in mich hineinhorchen. Ich möchte mich irgendwann mal verändern, und ich werde mir die Zeit nehmen, darüber nachzudenken", sagte der 27-Jährige.

Einen "Schnellschuss, nur damit ich wegkomme" schließt der Abwehrspieler ebenso aus wie einen Wechsel innerhalb der Bundesliga. Im Raum steht seit langem ein möglicher Transfer in die englische Premier League.

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