"Fragt doch unsere blinden Stürmer"

SID
Samstag, 16.05.2015 | 19:50 Uhr
Salomon Kalou zog mit einem verpatzten Heber den Frust seiner Teamkollegen auf sich
© getty
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Bei Hertha brennt der Baum! Kalou ist der Sündenbock, die Offensive bekommt Kritik. In Stuttgart geht die "Affen-Bande" um, Freiburg freut sich einfach und Aigner ist ein Freund der 2. Liga.. In Stuttgart spricht nach dem 33. Spieltag jeder über die "Affen-Bande", während HSV-Keeper Rene Adler ein Gegner von Fleischverarbeitung zu sein scheint.

VfB Stuttgart - Hamburger SV

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Ich kann nur ein großes Kompliment aussprechen. Die Jungens haben nach einem Rückstand klaren Kopf bewahrt. Der einzige Vorwurf, den du machen kannst, dass sie die Chancen nicht genutzt haben. Es war ein unheimlich wichtiger Sieg, aber wir haben noch ein wichtiges Spiel zu gehen."

Robin Dutt (Sportdirektor VfB Stuttgart)...

...zur Situation des VfB: "Wir haben uns ein Endspiel erarbeitet - nicht mehr und nicht weniger. Im Verlauf der Rückrunde hat es sicher einen Wechsel in der Richtung gegeben. Wir spielen offensiv momentan nicht gerade wie ein Absteiger."

...über den "Affen-Jubel" der Spieler und den Trainer: "Huub Stevens kann da hundertprozentig mitlachen. Er hat seine ganz eigene Art, die Mannschaft zu führen. Die Mannschaft steht 100 Prozent hinter ihm. Er nimmt sie relativ hart ran, nimmt kein Blatt vor den Mund. Er kann sie aber auch loben und ist sehr authentisch. Das Wort Affe hat in Holland eine viel niedlichere Bedeutung. Huub möchte alles andere, als die Spieler zu beschimpfen. Wir haben die Sache schnell abgehakt."

Martin Harnik (VfB Stuttgart) zur "Affen-Affäre": "Wir haben in den letzten Wochen viele individuelle Fehler gemacht und haben den Trainer einige Nerven gekostet. Jetzt hat er mal einen Fehler gemacht und sich in der Wortwahl vergriffen, aber wir haben es verziehen. Es lässt sich aber niemand gern als Affe bezeichnen. Es war einer der wenigen Momente in meiner Karriere, in denen ich sprachlos war. Aber nach kurzem Aufstoßen haben wir darüber geredet und die Message verstanden."

Daniel Ginczek (VfB Stuttgart): "Wir haben unseren Teil beigetragen. Wir hatten ein Viertelfinale gegen Mainz, heute das Halbfinale, jetzt sind wir im Finale gegen Paderborn und haben gute Chancen."

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): "Wir haben das Ding unnnötig aus der Hand gegeben. Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Wir haben das 1:0 gemacht und hatten den VfB da, wo wir ihn haben wollten. Dann haben wir aber 20, 25 Minuten nicht so funktioniert und zwei Tore kassiert. Danach haben wir uns schwer getan, die richtigen Entscheidungen zu treffen und uns durchzusetzen."Jetzt müssen wir gegen Schalke gewinnen und sind von anderen abhängig. Wir müssen die Mannschaft so hinbringen, dass wir Schalke schlagen."

René Adler (Hamburger SV): "Wenn du ganz unten bist und dich selbst zerfleischst, hast du gar nichts gewonnen."

Schalke 04 - SC Paderborn

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke 04): "Wir haben ein schwieriges Umfeld vorgefunden. Das hat uns ein bisschen bedrückt. Wir waren sehr verkrampft und haben nicht viele Spielzüge zusammengebracht. In der zweiten Halbzeit war es deutlich besser. Am Ende hatten wir Glück, dass wir das Spiel gewonnen haben."

André Breitenreiter (Trainer SC Paderborn 07): "Wir waren dominant, spielfreudig, mutig und haben zahlreiche Chancen herausgespielt, aber leider nicht genutzt. Wir hatten es in der Hand und hätten hier gewinnen müssen. Besser als heute kann man kaum spielen. Wir werden uns aufraffen, um die Relegation zu erreichen. Wir werden alles tun, aber es liegt nicht mehr allein in unseren Händen. Wir haben noch ein Heimspiel. Mit einem Sieg wollen wir es möglich machen, die Relegation noch zu erreichen."

Hannover 96 - FC Augsburg

Michael Frontzeck (Trainer Hannover 96): "Ich brauche wohl nicht zu beschreiben, dass mir ein paar Steine vom Herz gefallen sind. Die Mannschaft hat, seit ich hier bin, immer eine gute Spielleistung gezeigt, sich aber nicht belohnt. Heute bin ich wieder mit der Leistung zufrieden, gegen Augsburg kannst du nicht alles verhindern. Wir haben das Quäntchen Glück erzwungen. Das war ein wichtiger Schritt, aber noch nicht der entscheidende, der kommt nächste Woche."

Dirk Dufner (Manager Hannover 96): "Es war extrem wichtig, dass wir uns eine gute Ausgangsposition geschaffen haben. Wir haben heute unsere Hausaufgaben gemacht und müssen sie noch einmal machen."

Leon Andreasen (Hannover 96): "Wir waren in der Hölle, und wir sind immer noch in der Hölle."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Wir haben zwei Kontertore bekommen, die uns sehr weh getan haben. Wir haben uns gegen einen sehr gut organisierten Gegner schwer getan, man hat gesehen, dass Drucksituationen in den Köpfen waren. In der zweiten Halbzeit muss es Elfmeter geben, da bin ich sehr unglücklich, dass man das nicht erkennt. Aber so sind die Kleinigkeiten entscheidend gewesen. Nur noch Dortmund und theoretisch Bremen könnten uns holen. Das ist schon mal ein Erfolg, aber mit einem Punkt heute wäre das mit Europa heute klar gewesen."

SC Freiburg - Bayern München

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Die Mannschaft hat eine großartige Mentalität. Wir hatten heute sehr viel Glück. Aber sonst hatten wir immer sehr viel Pech. Wir haben uns entschieden, defensiv zu spielen, weil wir keine andere Möglichkeit sahen. Es ist zwar nur ein Spiel, aber wir haben die Möglichkeit, vielleicht in der Bundesliga zu bleiben."

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Pep Guardiola (Bayern München): "Freiburg wollte mehr und hat mehr Kampf gezeigt, um zu gewinnen. Für uns war es nach der Meisterschaft nicht leicht. Wir haben jetzt noch ein Spiel - dann geht es in den Urlaub und in die Zukunft."

Jerome Boateng (Bayern München): "Der Fokus lag nicht mehr auf der Bundesliga. Trotzdem müssen wir den Fans einen besseren Fußball spielen und unsere Spiele gewinnen."

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