Fussball

HSV - die Torfabrik der Liga

Von SPOX
Montag, 04.05.2015 | 11:56 Uhr
Sonntagnachmittag in Mainz: Gojko Kacar (l.) hat gerade das 2:1 für den HSV geschossen
© getty

Die Labbadia-Boys stellen statistisch gesehen die beste Offensive der Liga. Außerdem in den Opta-Zahlen zum Spieltag: Guardiola vollendet mit Strieder und Görtler seine Elf der Debütanten. Manuel Neuer ist doch nur ein Mensch, Kevin de Bruyne so gut wie Zwetschge und Borussia Dortmund ein Aufhol-Monster.

Peps Debütantenball: Eben noch Seligenporten, jetzt BayArena in Leverkusen. Nico Strieder und Lukas Görtler haben ein aufregendes Wochenende hinter sich. Pep Guardiola zog beide Youngster aus der Regionalliga-Mannschaft in den Bundesliga-Kader. Strieder stand sogar auf Anhieb in der Startelf, Görtler wurde in der 72. Minute eingewechselt. Damit sind die beiden die Liga-Debütanten zehn und elf unter Guardiola - eine ganze Mannschaft. Vor ihnen waren Gaudino, Kurt, Sallahi, Raeder, Bernat, Thiago, Benatia, Reina und Alonso dran.

Er ist doch nur ein Mensch: Dass Manuel Neuer der beste Torhüter der Welt ist, bezweifeln nur chronische Besserwisser. Er ist der Beste und wird es wohl auch noch ein bisschen bleiben. Aber auch der Manu ist kein Gott mit Torwarthandschuhen - man kann ihn überlisten. Am Samstag gelang dies Hakan Calhanoglu. Der Türke erzielte das erste direkte Freistoßtor gegen Neuer, seitdem der das Bayern-Tor hütet. "Ich wollte immer schon mal gegen Manuel einen Freistoß versenken. Weil wenn ich gegen ihn treffe, kann ich gegen jeden Torwart der Welt treffen", sagte Calhanoglu.

Auf Zwetschges Spuren: 2009 holte sich der VfL Wolfsburg die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte dank des magischen Wolfsburger Dreiecks Zvjezdan Misimovic/Grafite/Edin Dzeko. Das Erfolgsrezept war denkbar simpel: Pass Misimovic, Tor Grafite oder Dzeko. Zwetschge Misimovic kam in der Saison 2008/09 auf 18 Torvorlagen - Bundesliga-Rekord. Dieser wird aber voraussichtlich noch in dieser Spielzeit gebrochen werden. Kevin de Bruyne bereitete beim 2:2 gegen Hannover zum 18. Mal ein Tor des VfL vor. Fehlt nur noch ein klitzekleiner Pass zur neuen Bestmarke.

Kannst du Standards, geh nach Bremen: Werder ist nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Frankfurt weiter auf gutem Weg, ein Europa-League-Ticket 2015/16 zu ergattern. Würde es keine Ecken, Freistöße oder Elfmeter geben, wäre Bremen aber wohl schon abgestiegen. Denn aus dem Spiel heraus schossen di Santo, Selke und Co. ganze 23 Tore. Dafür kracht's von allen möglichen Punkten auf dem Platz gewaltig. Mehr als die Hälfte der 47 Saisontore, nämlich 24, fielen in Folge von ruhenden Bällen. Wenn man Spieler wie Zlatko Junuzovic im Kader hat, geht halt auch was.

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Tormaschine HSV: An den letzten beiden Spieltagen schaffte nur eine Mannschaft zusammengerechnet mehr als vier Treffer. Die Mannschaft, die eigentlich schon mausetot war. Der Verein, der vor sich hinvegetierte und vor drei Wochen als erster Absteiger praktisch feststand. Doch dann kam Bruno und mit ihm der Turnaround. Die Labbadia-Boys schossen in den letzten beiden Spielen ein Tor mehr als in den zehn Partien davor zusammen. Die letzten fünf Auswärtsspiele vor dem Sieg in Mainz wurden verloren, Torverhältnis: 1:18. Und gelingt kommenden Freitag gegen Freiburg der dritte Sieg in Folge, ist der HSV so gut wie gerettet. Unfassbare Bundesliga.

Bollwerk Bayer: Was der HSV vorne ist, ist Leverkusen hinten. Das 2:0 gegen die Bayern war bereits das 15. Saisonspiel ohne Gegentor - neuer Vereinsrekord. Was Bernd Leno in letzter Zeit so alles hält, ist aber auch sehr bemerkenswert. Und die unschöne Trennung von Emir Spahic hat Bayer ebenfalls gut verkraftet. Leverkusens Bollwerk hat bislang 58 Punkte eingebracht, trotzdem ist Bayer nach wie vor nur Vierter. Die Top Vier sind schon eine Klasse für sich.

Und dann kam Lukas: Wer glaubt eigentlich, dass der SCP den Klassenerhalt schafft? Außerhalb Paderborns niemand wirklich. Aber die Ostwestfalen überraschen immer wieder aufs Neue. Dank des Sieges in Freiburg und vor allem dank Lukas Rupp steht der SCP über dem Strich auf Platz 15. Rupp wurde in der 64. Minute eingewechselt, erzielte sechs Minuten später den Ausgleich und in der 80. Minute den Siegtreffer für Paderborn. Rupp ist damit der erste Paderborner Bundesliga-Doppelpacker.

Die SPOX-Top-11 des 31. Spieltags

Heja, BVB: Borussia Dortmund wird wahrscheinlich in 100 Jahren nicht erklären können, wie sie das Pokalhalbfinale beim FC Bayern überstehen konnten. Egal, der BVB greift am 30. Mai nach dem Pott. Am liebsten würden sich die Schwarz-Gelben aber über die Liga für Europa qualifizieren. Das 1:1 bei 1899 Hoffenheim ist da kein große Hilfe. Aber immerhin gelang es dem BVB zum ersten Mal in dieser Saison, auswärts nach einem Rückstand zu punkten. Im neunten Aufhol-Versuch hat's geklappt.

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